...steht immer der Augenblick. Ihn beschreiben, vielleicht in der einen oder anderen Form erleben und geniessen auf alle Fälle schriftlich festhalten...
Sonntag, 31. Mai 2009
Das Krebsgeschwür - Der Nichtraucher
"Siehst du die Gräber unterm Klo?
das sind die Raucher von Marlboro.
Siehst du die Gräber hinterm Strauch?
Das sind die Nichtraucher, die sterben auch"
Heute ist nicht Welthungertag, Kindertag oder Tag der Arbeit. Sondern heute ist der wichtigste Tag aller Raucher. Genau heute zeigen die Nichtraucher ihre wahren "Feinde", ihre tasächlichen und scheinheiligen Fratzen. Und genau aus diesem Grund, wird jener sozialpolitisch recht zweifelhafte Tag begangen. In den USA werden sicherlich wieder Sammelklagen gegen die Zigarettenindustrie eingereicht und die EU überlegt mit Sicherheit über eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer. Aber nicht um den Millionen Rauchern selbiges zu verleiden, sondern wahrscheinlich ihre "goldene" Kuh noch effizienter steuertechnisch melken zu können. Und das ist doch "mindestens" ein Feiertag wert. Oder etwa nicht?
Hier ein paar äusserst wichtige und "nachdenkenswerte" Fakten, wer nun eigentlich wirklich am Untergang des jeweiligen Sozialstaates und der Welt die Schuld trägt.
Also liebe Raucher und Freunde sonstiger blauer Nebelschwaden. Versucht dennoch nett zu den vielen "Sozialschmarotzern" von Nichtrauchern zu sein. Zündet euch genüsslich euren Sargnagel an und pafft ne Grauschwarze Friedenstaube in die weiten des Feiertagshimmel. Und vergesst eins nicht....denn sie wissen nicht was sie tun.
In diesem Sinne genehmige ich mir erst mal zu meinem Nespresso eine gemütliche Marlboro. ;-)
r.g.belle
- Nichtraucher zahlen keine Tabaksteuer. Sie prellen also den Staat jährlich um Milliarden!
- Nichtraucher erkranken seltener und bringen somit die Ärzteschaft um ihren Verdienst!
- Nichtraucher werden älter/ leben länger als Raucher. Und somit liegen sie den Rentenversicherungsträgern länger auf den Taschen, die heute eh schon kaum genug Geld haben.
- Nichtraucher sind also massgeblich am Zerfall des Sozialstaates beteiligt.
- Nichtraucher tragen durch ihre höhere Lebenserwartung zur Überbevölkerung bei. Sachen wie Hunger, Leid und Elend, Gewalt, daraus reultierend Kriege führen schliesslich zum Untergang der Menschheit.
Habt ihr Nichtraucher schon einmal daran gedacht?
Ich als Raucher schon. Denn aus Spass rauche ich nicht....!
;-) ;-)
rolf
PS: "Raucher sterben ungesund. Nichtraucher hingegen gesund?" ;-) :-)
Samstag, 30. Mai 2009
Schwyz/Dütsch - Deutsch/ Schweiz Teil 1
Hallo miteinander und da draussen. Eigentlich ist es ja unhöflich und schon sehr frech, hier einfach wieder aufzukreuzen, ohne wenigstens mal eine Runde bei den vielen Lesern durchgeführt zu haben. Aber als ich bei dem Probelesen war, stolperte ich über einen Artikel bei Rémo auch besser als Druide bekannt. „Der kleine deutsche Reiseführer.“ Bitte das mit Führer und der Reise jetzt nicht falsch verstehen. Es ist und wird auch keine europäische geschichtliche Vergangenheitsbewältigungsreise. Ich möchte nur auf den Zug von Rémo mit aufspringen und aus der Sicht eines Deutschen für etwaige anders sprechende Ausländer mit deutschem Akzent einige Sachen auch aus meiner Sicht betrachten und „zerreden“. Aus diesem Grunde werde ich heute den 1. Teil jener schier ins endlose ausufernden Verständigungs- und Kommunikationsbarriere beginnen. Aus diesem Grunde werde ich natürlich auf die unverzichtbare Hilfe von Doris, bei der ich mich jetzt schon für die entsprechende Schwerstarbeit bedanke, auch wenn sie davon noch gar nichts weiss, sowie meinem Schweizer Wörterbuch für Deutsche angewiesen sein. Zu Risiken und damit verbunden Nebenwirkungen, einfach in die Schweiz fahren, selber ausprobieren und erleben.
Schwyz – Dütsch / Deutsch – Schweiz Teil 1 allgemeine Einleitung
Die Schweiz ist nicht nur eine Enklave im europäischen deutschsprachigen Raum, sondern sie nimmt auch gerade deswegen eine ziemlich spannende Sonderstellung im Allgemeinen ein. Politisch würden selbstredend viele EU Politiker den Eidgenossen gerne das „selbstständig“ denkende Rückgrat und deren Philosophie von Demokratie brechen. Da dies aber nun nicht so einfach ist, werden die Helvetien auf andere Art und Weise annektiert. Die Zahl der entsprechenden Einwanderungen gerade aus dem europäischen Wirtschaftsgefüge nahm in den letzten Jahren erheblich zu. Das hatte natürlich auch seine guten Seiten. Viele Pseudoangespülte wurden nun genötigt sich intensiv mit nachhaltiger Tiefenwirkung nicht nur mit Land und Leuten besser vertraut zu machen, sondern sich auch mit den entsprechenden Gepflogenheiten bis hin zur „Sprachverständigung“ auseinanderzusetzen. Das wiederum führte zu einer gewissen Völkerverständigung und einer Klarstellung von vielen Vorurteilen auf beiden Seiten. Und das ist oft schwieriger als Latein oder eine andere entsprechende Fremdsprache zu erlernen. Nicht etwa weil die Schweiz eine Nation mit einem ausgeprägten Nationalstolz und das Land der vier Sprachen ist. Neben Deutsch in den verschiedensten Schattierungen und Deutungsvariationen wird noch Französisch, Italienisch und Rätoromanisch als Landessprache ausgeübt. Sondern, weil es diese knapp 7 Millionen Alpenländler auf eine Vielzahl von dialektischen und engstirnigen Eigenheiten gebracht haben, die Ihresgleichen in dieser Art suchen. Diese eigenwillige Art der Lebensphilosophie durchzieht wie ein roter Faden nicht nur den Alltag, sondern das ganze Land. So kann es durchaus passieren, dass man selbst als Schweizer am anderen Ende der Bergkette nicht nur eine andere kulinarische Vorstellung und Lebensführung hat und vorfindet, sondern dass die Schweizer selbst die eigenen Eidgenossen mit Spott und dem Schweiz typischen Misstrauen begegnen. Aber das sind familieninterne Angelegenheiten, welche der Urschweizer natürlich nicht gerne nach draussen trägt oder klingen lässt. Schon gar nicht den Touristen und dem Deutschen im Besonderen gegenüber. Deutsche, auch gerne als Sauschwaben bezeichnet, sind als Geldbringer im Land der Dienstleistung sehr gerne gesehen und willkommen. Solange sie sich nicht in die Interna der Eidgenossen einmischen. Man bewundert die Bewohner jenseits der nördlichen Grenze im stillen Kämmerlein schon wegen ihrer Präzision, Pünktlichkeit und zum Teil wegen deren Arbeitswilligkeit. (Wie kommst du darauf? Anm. d. Red.) Jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Natürlich gibt der Schweizer dies nie zu und hasst sich auch wiederum zum Teil selber. Einmal wegen dieser Bewunderung und zum Anderen auch, weil es gerade diese Eigenschaften sind, die er oftmals an sich vermisst. (Ach ja? Siehe oben) Er ist zwar ziemlich gradlinig in seinem Handeln, bevorzugt aber auch gerne gewisse Umwege oder nimmt sie bereitwillig in Kauf. Was natürlich wieder das Vorurteil des gemütlichen und langsam schaffenden Eidgenossen bei seinen Nachbarn und allgemein zur Folge hat. Sehr viele Ausländer wiederum verbinden dieses Land nur mit Käse, Uhren und Schokolade. Sie sehen die Eidgenossen als Alphorn blasende Viehhirten, die in ihrer Freizeit Ricola lutschen und sich mit kleinen Japanern im Fernsehen darum streiten, wer das nun erfunden hat. Und Heidi ist die typische Kleidchen tragende Schweizerin, welche den ganzen Tag auf ihren Ziegenpeter wartet, um am Abend mit ihm über die endlosen Weiten der Berge das „Heldenlied“ zum Besten zu geben. Dabei sind es wiederum genau jene Missverständnisse auf beiden Seiten, welche eine vernünftige Annäherung der verschiedenen Nationalitäten fast unmöglich erscheinen lassen.
Aber nur fast. Denn ich möchte nun auch meinen Beitrag zum besseren Verständnis für uns Minderheit der Ausländer in der Schweiz schaffen und gleichzeitig aber wiederum mit vielen Vorurteilen gegenüber den Eidgenossen hier aufräumen. Aus diesem Grunde werde ich also jede Woche einen entsprechenden Artikel über das Leben in jenem Land aus meiner Sicht hier veröffentlichen. Ich möchte euch zeigen, welche Missverständnisse in Sprache und Auffassungen es gibt. Natürlich wird es nicht immer todernst dabei zugehen. Das darf auch keiner der beiden Seiten gerade von mir erwarten. Aber erwarten darf man, das ich bemüht sein werde, nicht nur die deutsche, sondern auch die schweizerische Seite entsprechend nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen zu dokumentieren.
Also. Lasst euch überraschen, wie ein Deutscher das Land der Helvetier sieht und erlebt.
Bis zum nächsten Mal
r.g.belle
(Argusaugenzwinkernd begleitet von Doris ;-) )
Donnerstag, 28. Mai 2009
Pfingsten
Also.
Da wir ab morgen nicht da sein werden, wünsche ich allen die sich hier verlaufen werden ein schönes Pfingstwochenende. Wir werden uns sicherlich bald wieder hier oder bei euch Lesen.
rolf
Im Namen Gottes?
Im Namen Gottes?
Heute hatte ich ein Erlebnis der wirklich ganz besonderen Art. Habe ich sicherlich schon mehrmals so oder ähnlich angedeutet. Aber ehrlich mal. Hattet ihr nicht auch schon einmal solch eine Aha Begegnungen? Ich meine mit ganz besonderen Menschen? Seht ihr. Und genau so erging es mir heute.
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo sich manche Sünden aus der Vergangenheit bemerkbar machen. Bei dem einen ist es plötzlich die Tochter oder der unbekannte Sohn welche vor der Tür stehen und die fremde Frau welche selbige öffnet fragen:“Ist mein Vater da?“
Aber bei mir waren oder sind es eher die Sachen der entsprechenden Lebensführung an sich gewesen, welche sich nun doch bemerkbar machen. Oftmals machte man sich ja keine Gedanken. Sei es durch Sportunfälle, etwas lebhafter „Sturm und Drangzeit“ während der Pubertät, sei es durch die Arbeit, welche man lieber gleich selber erledigt, weil kein Vertrauen zur restlichen Mannschaft aufkommen wollte. Jedenfalls habe ich arge Rückenprobleme. Genauer gesagt Schmerzen. Vor allem nach längerem Liegen nach dem Aufstehen. Das vergeht zwar nach einer halben Stunde wieder, aber ist sowas von unangenehm, dass ich manchmal mich vor dem zu Bett gehen am liebsten drücken würde. Also beschloss die Chefin des Hauses, mir einen Termin für eine Massage bei einem Profi zu ermöglichen. Da sie ja auch gleich einen Termin hatte, war es eigentlich „logisch“ mich mit anzumelden. Gesagt getan.
So eine Massage dauert in der Regel eine Stunde. Also liess ich ihr den Vortritt, um mit Timmy noch einmal die Weiten der wunderschönen Berge hier zu geniessen. Auf diese Art kam das Tier einmal in den Genuss auch wo anders seine Pyramiden von Kackhaufen zu setzen, sich von einer hiesigen Lamaherde anspucken zu lassen und ich verkürzte mir die 60 minütige Wartezeit mit…Warten. Genau nach einer Stunde war Timmy fertig und brav vor der Praxis angebunden und ich lag schon fast komplett entblättert auf der Folterpritsche des Masseurs.
„Bitte drehe dich zuerst auf den Rücken“ bat er mich mit ruhiger und sehr freundlicher Stimme und deckte mich mit einer Art Lacken bis zur freigelegten Halskrause zu. Nicht das ich zu viele Krimis oder ähnliches sehen oder lesen würde. Aber ich kam mir vor wie in der Pathologie. Es fehlte jetzt nur noch, dass ich solch einen Papiervermerk an die Fusszehe bekommen hätte. Ich wäre aufgesprungen und im feinsten Adamskostüm geflüchtet. Aber ich hatte keine Chance mehr. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Augen zu schliessen und zu warten was auf mich zukommen würde. Ehrlich. Aber ich bemerkte gar nicht wie jener halb gefüllte Kleiderschrank von Masseur mit seiner Tätigkeit anfing. Ich spürte anfänglich nicht, wie er zuerst meine Füsse und Beine ganz vorsichtig mit Öl und kreisenden Bewegungen beruhigte. Eh. Das war ein Unding. Ich liess mich von einem Mann nicht nur „Befummeln“, sondern ich genoss es auf der ganzen Linie. Als nach endlos langer Zeit mein Rücken endlich dran war mit jenem Kneten, Rollen, Streicheln, Walken und Massieren, wurde mir bewusst, das Männer nicht nur kräftige, sondern auch „feine „ Hände haben können. Ich genoss es in vollen Zügen und wünschte mir ehrlich, dass die Stunde noch nicht bald zu Ende sein würde. Ja selbst die Unterhaltung mit ihm war für mich äusserst aufschlussreich und unterhaltsam. Im Hintergrund lief irgendwelche beruhigende Entspannungsmusik. Ich konnte nicht einmal genau sagen oder erhören, ob da gesungen wurde, oder es nur eine Abfolge von berauschenden und wohlklingenden Tönen war. Sie lief einfach und drang unterschwellig, beruhigend auf meine verwirrte Gehirnmasse ein. Seine Stimme war weder aufdringlich, noch zu überhören. Sie stand einfach im Raum und lies mich die Knet kur nochmal so intensiv miterleben. Er erklärte mir genau was er und warum gerade mache. Welcher „Muskel“ besonders angespannt sei und auf welche ich mehr Acht geben müsse. Die Zeit verging wirklich wie im Flug. Nach seiner für ihn wahrlich anstrengenden Arbeit an meinen verkümmerten Astralkörper, liess er mich noch ein paar Minuten auf jenem Massagegerüst zur Regeneration liegen. Eine Frage beschäftigte mich nun allerdings sehr. Ich musste sie ihm unbedingt stellen.
„Wieso lässt sich ein Pfarrer, zu einem Masseur ausbilden….?“ Er lächelte mich an und antwortete in seiner unvergleichlichen Art der inneren Ruhe….
„Ich suchte noch nach einer Ergänzung, um den Menschen noch intensiver zu helfen. Und Gott zeigte mir diesen Weg.“
Wahrlich „göttliche“ Hände kann ich nur neidlos anerkennen.
PS: Dieser diplomierte Masseur, steht als Pfarrer einer kleinen Kirchengemeinde hier in den Bergen des Berner Oberlandes vor. Seine Massagepraxis betreibt er seit 2002. Er sieht im Gegenteil kein Problem oder Konflikt darin, das Wort Gottes zu „verkünden“ und gleichzeitig als Gesundheitsmasseur zu arbeiten. Vollen Respekt solchen Menschen.
Rolf
Mittwoch, 27. Mai 2009
XP Hoffnungen
Hallo miteinander,
Wer kann mir helfen. Es geht um das "so" gerühmte Vista von Windows.
1. Wie bekomme ich so einen Müll ( sorry, aber für mich ist und bleibt es MÜLL )ohne Problem oder etwaige Restbestände von Leichen von meinem PC
2.Wer kann mir bei der "günstigen" Beschaffung einer XP Version nen Tip geben. Programme sind hier fast schon ne Unverschähmtheit. Jedenfalls was den Preis angeht. Will ja nicht auch noch gleich Aktienanteile vom jeweiligen Laden oder Händler gleich mit erwerben.
Wäre also für jeden ernst gemeinten Rat und Tip sehr offen und dankbar.
Mit entsprechenden Grüssen
rolf
Montag, 25. Mai 2009
Einkaufstour Teil 2 und Schluss
Einkaufstour Made in Swiss Teil 2 Heute nun der 2. und letzte Teil der Einkaufssage Made in Swiss. Was bisher geschah. Ein Massenmörder der Marke Pan-European/ Honda 330 richtet sich nach jahrelanger getaner Rasenrasur selber und gibt den Geist auf. Rolf indessen sieht sich genötigt auf dem freien Markt der Rasenmähersöldner nach entsprechendem Nachschub zu sorgen. Er wird nach einigen irrationalen Wanderungen durch das Heimwerkerarsenal des ansässigen Baumarktes fündig. Nach anfänglichen Selbstzweifeln entschliesst er sich doch zum Erwerb eines einheimischen Pedanten der entsprechenden Garde. „…ich näherte mich wie hunderte andere ehrliche zahlungswillige der Haupteinflugsschneisse zu den Kassenterminalen…und damit zum Vorhof der Baumarktkassenunterbesetzungszonenhölle…“ Schööön dachte ich mir. Viele Leute, eine Kasse und fast wie Freitagabend. Also stellte ich mich wie gewohnt ans entsprechende Ende dieser zahlungswilligen Endlosschlange. Mir persönlich macht ja das Anstehen an diversen Menschengruppierungen nichts aus. War doch schliesslich jene Information tief in meinen Genen verankert und lies mir die Option zu, rein spirituell mich anderen auch wichtigen Dingen zu widmen. Also ging ich behutsam in mich und öffnete meinem Yang und dessen wiedersprechenden Yin die entsprechenden Zellentüren. Auf diese Art konnte ich nun in Ruhe der Sachlage ausharren und über Sex oder Sieben Probleme gleichzeitig mit Yang und Yin hadern. Wir befanden uns wahrscheinlich schon in der fünften Diskussionsrunde und es wurde langsam interessant, da meldete sich so ca. drei Parkpositionen vor mir ein auf jung gequälter älterer Herr zu Wort. Im schönsten „Berndütsch“, welches ich aus gegebenem Anlass nicht in der Lage bin so exzentrisch schön wiederzugeben, machte er nun seinem Unmut freie Bahn. Es war schon verständlich auf der einen Seite, da er ja nur eine Packung Ersatzglühbirnen in der Hand hielt und das Vorwärtskommen auf der anderen Seite sich immer weiter verzögerte. Ich bat nun Yang und Yin um eine kleine Verhandlungspause, um mich ruhig und mit voller Aufmerksamkeit des nun folgenden Schauspiels in Ruhe widmen zu können. Besagter „Jungrentner“ betonte sein entsprechendes äussere Outfit mit einem nach hinten gebunden dackelmässigem Haaransatz und trug dazu eine abgetragene immer noch leicht schwarz imitierenden Motoradjacke. Dazu passend ins Gesamtensemble der optischen Unmöglichkeiten zwängten sich seine Gehstelzen in total verwaschene braune Cordhosen, deren Beinenden in halbschaft hohen Schnürstiefeln halbwegs versteckt waren. Nach dem sich nun meine Augen wieder etwas beruhigt hatten, konnte ich meine Aufmerksamkeit im vollem Umfang dem weitern Geschehen zuwenden. Er stand also mit seinen Glüheinrichtungen herum wedelnd etwas verloren da und versuchte die volle Aufmerksamkeit der wartenden Schlangenbenutzer, sowie der Mitarbeiter im Infobereich für seine Kampfansage zu gewinnen. Ich verstand am Anfang nur was von „Frechheit“ und „Sauerrei“. Der Rest ging in Genuschel und unverständlichen Tiraden unter. Er bezog nun auch die unmittelbare Nachbarschaft der Baumarktbesucher mit ein. Da ich mich wie gesagt nur ein paar Parkpositionen hinter ihm befand, kam ich nun auch in den Genuss jenes Prachtexemplar des „Homo Rentarius“ kopfseitig von vorne zu betrachten. Allerdings kreuzten sich gerade in jenem Moment unsere Blicke, wo ich mit dem Studium entsprechender Person noch nicht ganz abgeschlossen hatte. Aus diesem Grund entging mir auch die zielgerichtete Frage in meine Richtung. Also zuckte ich nur mit den Schultern und vergass wo ich mich befand, indem ich in meiner ureigenen Sprache ihm zu verstehen geben wollte wie egal mir das hier ist. Das musste sich wie folgt für die anderen Theaterbesucher in jener Warteschlange angehört haben:“Eischendlisch is mir das hir egal. Isch hob scho a weng Zeit…“ Wie die Schlange welche gerade ein Mäuschen zum Fressen auserkoren hatte, schaute er mich an. Mit einem Schlag war auch im Umkreis von ein paar Metern um uns die Zeit wie eingefroren. Jedenfalls wurde es Mucksmäuschen still und einige Köpfe drehten sich ruckartig in unsere Richtung. Die Einkaufswagen hinter und vor mir versuchten den Abstand zu meiner Warteposition um ein paar Zentimeter zu vergrössern. Natürlich war mir das unverständlich. Schliesslich sah ich Kleidungstechnisch viel besser aus wie jener Rädelsführer. Und Achselduft konnte ich auch nicht haben, da mein Lieblingsdeoroller mir ständig einen 24 stündig anhaltenden und gleichmässigen Erfrischungsduft versprach. Da der Herr mit der Lampenpackung zu spüren schien, das sich die Aufmerksamkeit der unmittelbaren Mitmenschen nun langsam der C Bewilligung meiner Person zu widmen schienen, nahm er kurzentschlossen das Heft der Handlung wieder in die Hand und wurde mit seinen Forderungen um ein paar Nuancen deutlicher und lauter. „Eh es ist Freitagabend. Ich will sofort den Marktleiter „sehen“. Warum wird hier nicht noch eine Kasse aufgemacht? Wieso geht das hier so langsam? Das kann doch nicht war sein?“ Im Prinzip musste ich jenem Herrn sogar Recht geben und neidlos seinen demokratischen Mut bewundern. Zumal an der Infotheke mindesten drei Angestellte so taten als ob und weitere mindestens fünf Regalpolierer sich zwischen den Auslagen plötzlich versteckten. Langsam gewann der Mann meine Achtung und Sympathie. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es schon kräftig auf 19 Uhr zuging, ich mich länger hier schon aufhielt als beabsichtigt. Der ältere Herr schien sich der Hoffnungslosigkeit seines Anliegens langsam bewusst zu werden. Zumal er ja selber wusste, dass er nur eine Änderung hier bewirken konnte, wenn er das hier in Warteposition ausharrendem Schweizer Stimmvolk für seine Forderungen gewinnen konnte. Aber die Damen und Herren Handwerker im Baumarkt schienen in jenem Augenblick Abstimmungsmüde zu sein. Jedenfalls schien keiner ihm Recht oder die Stimme für ihn abgeben zu wollen. Und als nicht gewählter demokratischer Schlangenrudelsführer, hatte er natürlich auch nach schweizerischem Grundrecht keine Befugnis die Interessen der anderen vor dem Marktleider zu vertreten. Es musste ihn schon einiges an Gedankenkraft gekostet haben, bis er zu dem gleichem Endresultat kam wie ich. Es wurde wieder etwas ruhiger um ihn und die vorab sich leicht von mir distanzierten Einkaufswagen, schienen ihren Raumverlust wieder gut machen zu wollen. Jedenfalls spürte ich den hinteren nun wieder ganz deutlich ansatzweise in meiner Kniekehle. Keine Ahnung ob nun das kurze Intermezzo des Motorradrentners daran schuld war, oder die himmlischen Mächte ein Einsehen mit meinem Rasen hatten. Jedenfalls wurden urplötzlich noch zwei Kassen geöffnet, sodass sich jener schlängelnde Einkaufswagenpfad urplötzlich in drei Kopfenden aufspalten konnte. Mein Protagonist hatte natürlich den Vorteil, dass er weiter vorne stand und so mit seinen „Birnen“ auch gleich die Neueröffnung der Kasse drei mit einem dritten Platz belohnt bekam. Ich hingegen hatte mit dem Sperrgut auf meinem Transportgefährt den Nachteil und musste so weiter warten, was mir aber immerhin auch einen gewissen Raumvorteil an Kasse zwei verschaffte. Und so schien sich ja alles in Wohlgefallen aufzulösen. Wenn…ja wenn nicht genau vor der Motoradjacke eine noch etwas ältere, aber durchaus eleganter gekleidete Dame ihren Einkauf langsam auf das Transportband gebaut hätte. Er nun immerhin auf Position zwei und immer noch wartend und ich auch schon beim Einscannen meines Einkaufes. Nur jene Dame mit den Blumentöpfchen an Kasse drei, schien den Betrag von ca. 11 Franken passgenau aus den Tiefen ihrer grossen Einkaufstasche zu sammeln. Natürlich sah ich nun hoffnungsvoll einem entsprechenden Theaterabschluss am entsprechenden Kassenterminal entgegen. Es schien auch ein exemplarisches Finale jenes Einkaufserlebnisses zu werden, als besagte „Blümchendame“ zwar das Geld bereit hielt, aber immer noch nach ihrer Punkte sammelnden Coopeinkaufskarte suchte. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich nur wie jenes alternde Cordhosen tragende Motorrad rot im Gesicht wurde und kurz vor der endgültigen Explosion… stand ich allerdings schon mit meinem neuem Rasenmähersöldner fast 3 Minuten an einer Zigarette lutschend vor dem Baumarkt, um mir nochmals in Ruhe dieses Erdengeschöpf in voller Grösse anzuschauen. Am Ende verschwand er spurlos in der Menge der aus dem Markt strömenden Menschen und ich war nun um eine Erkenntnis reicher. Auch die Schweizer kochen nur mit Wasser und müssen sich brav in Schlangen ein und unterordnen. Wie wir damals Anno vor der Wende. rolf
Donnerstag, 21. Mai 2009
Himmelfahrt und Goethe
Herr aller Unmöglichkeiten. Ich wollte wirklich für heute hier meine Schnute halten Geht einfach nüsch. Zudem is ja heute Papitag. Und da ich fernab von allen prozentigen und sonstigen hochgelagerten Getränken bin, möchte ich wenigstens eine kleine Männertagsmöglichkeit in Versform von besten geben, welche so und in entsprechender Weise „niemals“ statt fand. Zumal hiesigem Rolfs Frau nüsch Luise heist. Abdichterische Freiheit könnte man aber so sagen. Also allen Vatis und denen welche es nicht mehr geschafft haben sollten, sei nur noch gewünscht , auch sone „Luise“ zu Hause zu haben. Is ja nun nur einmal im Jahr. Jedenfalls denke ich das mal.
rolf
Himmelfahrt und Goethe
Wer torkelt so spät, durch nassdunkle Gassen?
Es ist der Rolfi, er konnt´s nicht lassen.
Vatertag wurd gefeiert, bis kurz vor halb vier.
Mit einigen Korn Und noch mehr Glas Bier.
Er stolpert über Stock und Stein,
verletzt sich die Nase – zerschrammt sich das Bein.
Besoffen kriecht er über eine Wiese,
zu Hause sitzt Gemahlin „ Luiese „ .
Liesa, Liesa dralle Schnecke,
lallt er lautstark um die Ecke.
Lass zum Zwecke Gerste fliesen,
in die Kehlen sich ergießen.
Mit letzter Kraft und völlig blau,
kommt er nach Haus, zu seiner Frau.
Und siehe da, dass liebe Weib,
ne Schüssel steht für Ihn bereit.
In Ruhe kann er lautstark röhren,
das selbst die Nachbarn es noch hören.
Und schwört mit „aller“ letzter Kraft,
nie wieder sauf ich solchen Saft
Und Goethe schlürft Ambrosia light – auf Wolke sieben.
Und denkt - wer hat nur diesen Müll geschrieben.
Verzeihe diesem armen Narr,
weil wirklich alles anders war.
rolf
Himmelfahrt und Goethe
Wer torkelt so spät, durch nassdunkle Gassen?
Es ist der Rolfi, er konnt´s nicht lassen.
Vatertag wurd gefeiert, bis kurz vor halb vier.
Mit einigen Korn Und noch mehr Glas Bier.
Er stolpert über Stock und Stein,
verletzt sich die Nase – zerschrammt sich das Bein.
Besoffen kriecht er über eine Wiese,
zu Hause sitzt Gemahlin „ Luiese „ .
Liesa, Liesa dralle Schnecke,
lallt er lautstark um die Ecke.
Lass zum Zwecke Gerste fliesen,
in die Kehlen sich ergießen.
Mit letzter Kraft und völlig blau,
kommt er nach Haus, zu seiner Frau.
Und siehe da, dass liebe Weib,
ne Schüssel steht für Ihn bereit.
In Ruhe kann er lautstark röhren,
das selbst die Nachbarn es noch hören.
Und schwört mit „aller“ letzter Kraft,
nie wieder sauf ich solchen Saft
Und Goethe schlürft Ambrosia light – auf Wolke sieben.
Und denkt - wer hat nur diesen Müll geschrieben.
Verzeihe diesem armen Narr,
weil wirklich alles anders war.
Wochenende
Hallo allen Besuchern und jenen, welche sich ständig hier Vorbeischleichen und sich dennoch nicht getrauen....
Ich werde hier für ca. 3 Tage die Rollläden runter lassen, um mich einmal den etwas anderen auch noch schönen Sachen dieser Welt und meines Lebens zu widmen. Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür, auch wenn es nicht weiter schlimm sein wird. Aber ich wünsche allen da draussen, auch wie gesagt jenen die es nicht wissen wollen, ein schönes verlängertes Wochenende. Und jenen unter euch, ich glaube das ist "wieder" mal die östereichische Fraktion hier, welcher heute kein Feiertag vergönnt wurde, einen angenehmen Start ins langsam kommende Wochenende. ;-)
Man liest sich am Wochenende dann wieder- ;-)
r.g.belle
Mittwoch, 20. Mai 2009
Der Traumbus
Der Traumbus
Als Kind entwickelte ich zum Leitwesen meiner Mam, ungeahnte Fähigkeiten, um abends das “Zubettgehen” heraus zu zögern. Ich erfand immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten. Brachte es dabei zu einem ungeahnten Perfektionismus, die gute alte Dame zur Weisglut.
Diese Fähigkeit, bzw. diesen notorischen Drang habe ich als Erwachsener Mann nicht nur Beibehalten, sondern weiter ausgebaut und vervollkommnet. Auch heute noch finde ich für mich oftmals persönlich Ausreden und Einfälle um nicht schon einmal vor 23 Uhr ins Bett zu gehen. Es gibt tausende von Gründe, welche ich mir trotz permanenter Müdigkeit zurechtlege, nur um mir nicht selber ein zu gestehen, dass ich meinen Schlaf genau so brauche wie als Kind. Und heute höre ich noch den Spruch meiner guten alten Mutter ,die an solchen Tagen immer sagte:” Ja, ja. Abends nisch ins Bett und früh nisch raus.”
Ja, ja. Wie recht die gute Seele von Frau doch hatte und wenn sie es wüsste auch heute noch hat.
Wer kennt nicht diesen wohligen, flauschigen und warmen Moment eines ordentlich “eingewühlten” Kopfkissens. Dieses Gefühl, wenn man sich die Bettdecke im harten Kampf in der Nacht endlich wieder zurückerobert hat, nun endlich schön eingewickelt in selbiger vielleicht von Palmenstränden träumt. Natürlich auch von Blumenwiesen oder Weinfässern. Egal. Man träumt behaglich und gemütlich. Damit die andere Hälfte der Bettgemeinschaft auch etwas von diesem glücklichen und seeligen Traum hat, untermalt man jene Sequenzen natürlich noch etwas akustisch. Aber leider stößt dieses gut gemeinte Kommunikationsbedürfnis nicht immer auf Gegenliebe.
“Du schnarchst.” Ist oft, mit einem Rippenstoß verbunden die einzige Reaktion. “Und außerdem hast Du mir wieder die ganze Decke geklaut.” Sagt unsere besser Hälfte auf der anderen Seite der Liegewiese, und zieht besagten Anteil plus zwanzig Prozent Mehrgewinn wieder zu sich zurück,
dreht sich um und schläft einfach weiter.
Ich liege im ersten Augenblick von dem Rippenstoß noch leicht verdattert und benommen in der beliebten Embryonalstellung. Habe noch gar nicht so genau realisiert wieso ich gerade jetzt, vielleicht von dem Fischfang meines Lebens an einem kanadischem Wildwasserfluss, zurück in die bittere Realität des nächtlichen Schlafgemaches gerissen wurde. Nur irgend wann, es dauert garantiert nicht lange, merke ich das etwas mit meinem Hinterteil nicht stimmt. Ich friere. Ja. Jene selbstbewusste Frau neben mir, hat sich gerade in besagten zwanzig Prozent Mehranteil von Decke eingewickelt. Ich schaue auf die Uhr, ehe ich die Plane, diesmal mit der Wärme meiner Frau, wieder zurück ziehe. Es ist viertel nach vier Uhr morgens. Ich könnte noch fast zwei Stunden versuchen in Kanada wieder den Riesenwels zu fangen, welcher mir vorhin abhanden gekommen ist. Also drehe ich mich gemütlich wieder auf meine Lieblingsseite zum besseren Träumen. Die rechte Hand leicht unter das Kopfkissen geschoben, die linke kratzt noch mal kurz an der unmöglichsten Stelle, um schließlich zwischen die Schenkel eingeklemmt zu werden. So positioniert in der Vorfreude auf den Superfang, warte ich auf den “Traumbus” welcher mich zurück nach Kanada bringen soll.
Nach langer Zeit liege ich immer noch an der “Traumbushaltestelle”, warte vergeblich auf das Reisegefährt. Ich werde etwas unruhig fange an Schafe zu zählen, schaue nochmals auf den Wecker. Es ist mittlerweile schon viertel nach fünf. Ich habe also nur noch eine Stunde Zeit für den Superfang. Natürlich die Traumüberfahrt nach Kanada nicht mit einberechnet. Endlich glaube ich das bekannte Geräusch meines alten knatternden Traumbuses zu hören. Ich glaube die leicht vom Regen verschmutzen Busscheiben zu erkennen. Natürlich höre ich schon dieses typische rat rat tat tat der Bremsscheiben welches immer dann in meinem Traum erklingt, wenn der Bus bei mir Zwischenstopp macht. Rat rat tat tat… . In der einen Hand halte ich das Angelzeug, mit der anderen möchte ich die Bustür öffnen um endlich ein zu steigen. Da bemerke ich das dieses rat rat tat tat und Gepfeife nicht von meinem Traumbus kommt, sondern neben mir liegt und schnarcht. Es klingt wie die Vorfreude der Bronchien auf den nächsten Hustenanfall. Meine Frau revanchiert sich auf Ihre Art nun unbeabsichtigt bei mir. Mein wütender Blick geht wieder Richtung Uhr. Nur noch fünfundvierzig Minuten bis zum … plötzlich stehe ich bis zur Hüfte im kalten Wasser meines Wildwasserflusses und halte die Angel mit beiden Händen fest. Mein “Superfisch” hat wieder angebissen, versucht in dieser Nacht mir ein zweites mal zu entkommen, vom Hacken zu springen. Ich spüre wie seine Kräfte langsam nach lassen. Seine Schwimmbewegungen werden immer langsamer, ich kann die Schnur etwas Strafer ziehen. Vorfreude auf das Lagerfeuer mit Bratfisch zeichnet sich langsam auf meinem Gesicht ab. Die Anstrengung ist mir nicht mehr an zu merken. Da plötzlich hupt etwas hinter mir. Natürlich bin nicht ich gemeint, da es ja mein Traum ist, ich mich hier auf dieser Traumwelt alleine mit meinem “Traumfisch “ nur aufhalte. Die Hupe wird nun aber immer lauter und aufdringlicher. Ihr schriller Klang schraubt sich immer mehr in meine Gehörgangwindungen ein, sucht den direkten Weg zu den Gehirnnerven.
Dieses Auf und ab erinnert mich an irgend etwas lästiges, welches ich schon ein paar mal gegen die Wand geworfen hatte. Natürlich auch nur im Traum. Es ist ein Stakkato von schrillen bis mega schrillen Tönen. Es ist… mein Wecker.
Mit einem Schlag wird mir die Grausamkeit jener Erfindung bewusst. Mit einem Schlag befinde ich mich weit ab von meinem Fischfanggebiet wieder zurück, aufgedeckt natürlich, auf heimischer Scholle, in meinem Bett. Wie ein Blitz durchfährt es mein noch recht müdes Hirn… es ist viertel nach sechs Uhr, ich sollte, müsste aufstehen. Aber an dem Fluss war es viel schöner. Schnell drücke ich mit der linken Hand auf die Schlummertaste um noch ein paar Nanominuten an Zeit zu gewinnen. Dabei denke ich was für ein Quatsch. Ich gewinne doch keine Zeit, wenn sie mir jetzt gerade davon läuft. In diesem Augenblick geht wieder eine Sirene an. Noch lauter wie die erste Hupe und noch eindringlicher. Hinzu fragt mich meine Frau ob ich jetzt mit dem Wecker spielen möchte, oder lieber gedenke auf zu stehen. Schließlich kann sie noch fast dreißig Minuten ruhen, was sie hiermit gerne ohne ständiges Weckerklingeln tun würde.
Irgendwie schaffe ich es wirklich, den Wecker zum endgültigem Schweigen zu bringen, mich ins Bad zu schleppen.
Leicht verstört stehe ich nun vor dem Spiegel, schaue staunend in dieses fremde Gesicht. Frage mich was wohl aus dem Fisch geworden ist?
Euch allen noch viele schöne und "Kunterbunte" Träume, sowie ein schönes und verlängertes Wochenende, so ihr i den Genuss kommen solltet. ;-)
rolf
Dienstag, 19. Mai 2009
Einkauf "made in Swiss" Teil 1
Einkauf „Made in Swiss“ Teil 1
Abzusehen war es ja. Aber dennoch fing es relativ harmlos an. Wie so vieles in meinem Leben. Eigentlich war die anstehende Konformation der zwei Mädels daran schuld. Oder meine Faulheit? Ok. Der Reihe nach.
Es war an einem Dienstag. Wunderschönes Wetter und somit Zeit für entsprechende Verschönerungsarbeiten im Garten. Schliesslich sollte bis zum Wochenende wenn die zwei letzten Mädels hier ihre Konfi feiern würden, etwas Form und Ordnung herschen. Zumindest im Aussenbereich des Hauses. Mein hauseigener Regierungsvorstand schätzte die Sachlage kritisch, aber nicht hoffnungslos ein. Und ich als seine Exekutivgewalt, hatte die Pläne von oben ... unten im Garten dann aus zu führen. Als kleine Lockerungs - und Aufwärmübung stand Rasenmähen auf meiner Auftragsbestätigung. Na schön dachte ich mir. „Das bisschen Haushalt machst du doch mit links..... “ mit diesem Liedchen auf den Lippen, näherte ich mich dem etwas alterschwachem Mäher. Wiese vom Hundespielzeug befreien, Kabel legen, Anschliesen und los konnte es gehen.“....sagt mein Mann.“ Gute Laune, besagtes Liedchen im Köpfchen und meine Regierungsrätin immer schön in Blickweite - sie kämpfte strategisch ungemein effizient gegen das Unkraut derweil an-, machte ich mich ans „Mähen“. Ja. Wollte ich. Denn genau in dem Augenblick, als ich die zweite Strophe jenes Liedes vor mich hinsumend vollenden wollte, kam mir jene Mähmaschiene zuvor. Er gab ein kurzes „Krchhhhh“ und ein etwas längeres „Grchhhhhhh“noch von sich, um mit Rauch und einer Stichflamme aus seinem Innenleben sich von uns in Richtung Hölle zu verabschieden. Der sofort von mir eingeleidete Reanimierungsversuch blieb allerdings ohne Erfolg. Eine kurzer Blick zur Chefin welche mich erwartungsvoll und fragend nur ansah, bestärkten mich in der Absicht der schweizerischen Volkswirtschaft unter die Arme zu greifen und einen neuen Rasenmäher zu kaufen. Der alte war ein Rassenmassenmörder, welcher sicherlich jetzt schon in der Mäherhölle ums Fegefeuer fuhr. Generationen von unschuldigen jungen Grashalmen hate er auf dem Gewissen. Und nun stand seine leblose Aussenhülle sinnlos hier auf der Wiese.
„Ich fahre“, sagte ich nur und fuhr mit dem Auto schon halb aus der Ausfahrt raus.
Nicht das jetzt der Eindruck entstehen könnte, dass ich mich vor etwas drücken wollte. Aber eh Leute.... Ich sage nur Baumarkt. Geeenau. Das Schuhgeschäft für Männer. Die Kleiderboutique des Heimwerkers. Stundenlang jede Bohrmaschiene und jeden Hobel in die Hand nehmen. Andachtsvoll vor den Dekopiersägen knien und das „heilige Säge mein bist du bald“ runter Pfeiffen. Neidisch auf die Schleif und Frässeinrichtungen schauen, um liebevoll der Bandkreissäge nen Klapps auf den Hauptschalter zu geben. Das ist Baumarkt für mich. Das ist Leben pur. Das ist die Welt des „fast“ modernen“ Mannes. Jedenfalls fast.
Also gut. Da ich allerdings nicht soviel Zeit diesmal im Wagen vor mir her schob, versuchte ich ohne Umwege und nicht an den Regalen mit den Holzzubehörteilen, auch nicht über die praktische „Ramschecke“ zu gehen und irgendwelchen Sondermüll einzupacken, sondern zielgerichtet mich dem Mähersortiement zu widmen. Also das war ja.... . Genau. Männer brauchen klare Angaben was sie machen sollen und müssen. Sonst kann es in einer Kantbestimmung enden und sie fangen an zu spielen. Ich war gerade auf solch einer Spielzeugwarenmesse mit anschliesender Spielwiese.. Eh. Da gab es rasenmäherdreschverarbeitende Komplexspezialeinrichtungen mit nem Sitz der selbst meinen Bürodrehsessel in den Schatten gestellt hätte. Mit einem GPS Cockpit wie bei einem Kampfjet und Räder wie bei einem Formel 1 Boliden. Und das beste, dass Teil konnte sogar einen Rasen mähen. Ich war stark beeindruckt. Aber ich suchte wirklich nur einen einfachen Rasenmäher und keine Kaffeekochende mit einem Schleudertraumasitz ausgerüstete Popcornrasenvernichtungsmaschiene. Aso bewegte mich ich die nächsten 20 Laufmeter ans Regalende weiter. Na ihr wisst schon. Das ist der Bereich, wo die Artikel schneller kleiner werden als ihr Preis. An einer Stelle jener Warenauslage bückte ich mich und zog einen ca. 35 Kilo schweren und unscheinbar aussehenden braunen Karton hervor, auf dem mit ganz grossen Buchstaben „Made in ....“ ,der Rest war mit dem Sonderpreisangebotsschild überklebt wurden, stand. Nach anfänglichem Studium der technischen und sonstigen positiven Parameter, wünschte ich mir, das ich meine Lesebrille mitgenommen hätte. Je wichtiger und interessanter die Sache nähmlich wurde, desto kleiner wurde auch die entsprechende Schrift. Da ich aber gesellschaftspolitisch vorgeschädigt bin, lese ich generell alles Kleingedruckte. In diesem Fall wurde mir in mindestens 5 Sprachen versucht zu erklären, wieso jener Boschrasenmäher erstens den Namen als solches verdient hatte und zweitens nich in einem europäischem, sondern einem anderem günstiger produzierendem Wirtschaftsteil unseres Planeten hergestellt wurde. Ich war in einer Zwickmühle. Also schaute ich mich nach anderen entsprechenden „einheimischen“ Geräten um. Die Uhr lief und ich war schon fast 35 Minuten weit weg getrennt von Heim und Rasen. Als ich die Hoffnung schon fast aufgeben wollte, wurde durch eine freundliche Lautsprecherwerbeeinlage auf das neuste Sondermodel des hiesigen Rasenmähersortiments verwiesen. Ich verstand etwas von 50% Einsparung und....der Rest ging im Klappern der Wageneinkaufsräder unter, so schnell schob ich meinen in jenes Gebiet des Baumarktes, wo die Sonderaktion statt fand. Und tasächlich. Es war ein Teil, welches nur den Rasen mäht und ohne das Prädikat „Made in asiatisches Rasenmäherwirtschaftsmonopol“ auf sich trug. 45 Minuten waren schon vergangen. Der Preis und die technischen Versuchumschreibungen schienen auch zu stimmen und meinen Erfordernissen zu entsprechen. Also griff ich zum Handy, um meinen Erfolg, sowie mein baldiges Erscheinen auf heimischen Rasen mit Mäher an zu kündigen. Drauf auf den Wagen, schnell noch ne entsprechende Kabeltrommel dazu und los ging es in Richtung Kasse. Vorbei an all den herlichen und wunderschönen Maschienchen und Werkzeugständern. Vorbei an Holzlagern und anderen netten Sachen, welcher ein Mann unbedingt unter normalen Umständen zum Überleben gebrauchen könnte. 50 Minuten und es war schon 18:45 Uhr. Ich näherte mich wie hunderte andere ehrliche Zahlungswillige der Haupteinflugsschneisse zu den Kassenterminalen.... und damit zum Vorhof der Baumarktkassenunterbesetzungszonenhölle.... .
Der zweite Teil wir demnächst oder so auch hier noch erscheinen. Er war eigentlich der Grund, wieso ich mich zu dieser Geschichte hinreissen lies.
Dennoch nen schönen Abend noch.
rolf
Montag, 18. Mai 2009
Jesuslatschen
Es sollte eigentlich nur eine kurze Antwort auf einen Kommentar von Laila werden. Aber wie das nun mal in "meinem" Leben so ist, es wurde wieder eine Endlosetappe der Erinnerungen. Aus diesem Grunde möchte ich sie natürlich "egoistisch" wie ich mal war, euch huete nun auch nicht vorenthalten. ;-)
Es mag sich wie ein Scherz von was weis ich lesen, ist aber so bis auf das Endresultat mit dem Nagel wirklich vor ca. 14 Jahren mir passiert. Am Schluss verweise ich nochmals darauf hin. Danke für die Beileidsbekundungen und das höhnische Gelache hinter her. Aber das tangiert mich mittlerweile nicht mehr, da ich keine Jesuslatschen mehr trage. ;-) Spenden könnt ihr aber immer noch abliefern, wenn ihr zu unserem Blogertreffen kommt. Nehme ich gerne entgegen. Mehr dazu bei Balrog im Blog.
Und nun zur Geschichte.
Nen schönen Tag übrigens noch.
rolf
Also klein Rolfi betritt die Halle, schaut sich sinnlos um und nach oben an die Decke. ( Berufskrankheit das mit an die Decken schauen ;-) ). Dabei läuft er langsam weiter und seine nicht arbeitsschutzmässig tauglichen Jesuslatschen übersehen die gefährliche dunkelgelb bis braun vor sich hin gammelten Bananenschale. Folglich kommt es wie es kommen muss. Richtig. Zur Kollesion meiner Füsse und jener biologischen Zweckverpackung. Die Füsse wollen zwar noch in einer Kurzschlussreaktion panikartig ausweichen, aber Rolfi der ja keine Ahnung hat was unterhalb seiner muskulösen Waden gerade passiert, ignoriert dies. Die Folge... die Schwerkraft unseres Planeten tritt wieder mal gnadenlos in Aktion. Ich wie in einem Kajak ohne Steuermann mit den Händen und Armen um Halt in der Luft sinnlos rum rudernt, gebe es schlieslich auf und mich meinem Schicksal hin. Nur gut denke ich noch reflexartig, dass ich wenigstens die Fallschule nicht nur besuchte, sondern auch noch beherrschte. Also begab ich mich mit dem Hintern zuerst, beide Füsse zum Rest des fallenden Körpers ca. 35 Grad leicht nach oben gehoben und den rechten Arm leicht abgewinkelt zum restlichen Körper in Richtung Hallenboden. Das etwas laute Aufklatschen auf dem kalten Betonboden, auf einer Judomatte würde sich das wie ein "Kloppbum" anhören, hatte einen anderen Grund. Meine rechte Hand traff genau im richtigen Augenblick allerdings die falsche Stelle. Jenen übriggebliebenen Hundeverdauungshaufen. Manche würden dazu Scheisse sagen, was ich genau in dem Augenblick auch laut ausrief. Als ich mich endlich wieder nach oben, also in jene normale Haltungsstellung eines artverwanden Vorverwanten der menschlichen Rasse befand, konnte ich es mir nicht verkneifen vor Wut gegen diesen in allen dunklen Brauntönen schillernden Haufen zu tretten. Natürlich nicht daran gleich denkend, dass ich ja weder Arbeitsschutzschuhe an den Füssen,noch das meine Jesuslatschen vielleicht eine Stahlkappe haben könnten. Logo hatte jener Freund des Menschen, welcher gestern extra wegen mir hier seine Notdurft oder wie man zu jenem Scheisshaufen noch sagen würde, an oder auf jenen Tennisbalgrossen Betonbrocken gemacht. Natürlich konnte dieser arme Betontennisball nüscht dafür. Aus diesem Grund brachte er sich auch schnell aus der Kampfzone in Sicherheit und rollte nur ein paar Meter in die Halle. Allerdings meine grosse Zehe sich vor Schmerz nach innen. Ich war fertig mit der Welt. Hätte heulen können und wollte auch nur noch raus hier. Allerdings fehlt ja noch ein Prodagonist welcher sich allerdings ca. 10 Meter vor dem Hallenausgang eindrucksvoll in meiner linken Fusssohle bemerkbar machte. Wie kann ein Mensch nur so doof sein dachte ich mir hinterher, innerhalb von 500 qm Betonfläche und einer rekordverdächtigen Zeit von nur knapp 8 Minuten soviel Scheiss auf sich und an sich ziehen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Einen Trost hatte ich allerdings, nachdem ich meine Schäden unter Kontrolle hate. Ich hätte bei dem Sturz eine Haltungsnote von 9,5 von den Mitanwesenden erhalten. Sie waren durchweg einheitlich der Meinung, das sie sowas noch nie erlebt hatten und aus diesem Grund mich in Zukunft für eine entsprechende Baustellenbegehung immer wieder gerne Mitnehmen würden.
Das finde ich "Glück". Denn es hätte ja viel schlimmer kommen können. Nicht auszudenken, wenn die Dachpappenrollen, welche noch auf dem Dach lagen, just in dem Augenblick ein Eigenleben entwickelt hätten und alle im Abstand von nur 5 Sekunden auf mir auch noch gelandet wären. So gesehen hatte ich Glück. Also bin ich nicht nur ein glücklicher Mensch, sondern auch einer vom Glück geküsster Dingsbumsda. ;-)
LG rolf
PS: Klingt zwar unglaubwürdig, ist auch in Bezug auf dem Nagel etwas übertrieben. Jener schaffte es gerade nur bis in die Sohle meiner Jesusulatschen. Aber der Rest passierte mir vor ca. 14 Jahren auf einer Baustelle in Offenburg in BW bei der Besichtigung eines zukünftiegn Holz und Getränkelagers nahe an der Autobahn. :-(
Schweinereien
Heute wirklich nur kurz und als Info.
Habe durch Zufall eine, für mich jedenfalls, recht interessante und informative Seite gefunden. Einige werden wenn sie mal dort waren wissen wieso. Für jene unter euch, welche es noch nicht wissen sollten, schaut da einfach mal rein. Ist vielleicht nich jedermans Sache, aber dennoch informativ und auch irgendwie lustig. Die Bilder sind jedenfalls wirklich ne "Schweinerei". ;-)
danke
rolf
PS: die Verlinkung dazu findet ihr auch gleich bei mir oben auf der rchten Seite bei den besuchten Seiten. ;-)
Sonntag, 17. Mai 2009
Ballröckchens Scherbenepos
Eigentlich wolte ich ja in dieser faulen Stellung und zurückgezogen mich nicht bewegen. Jedenfalls an diesem Wochenende. Da ich aber ab und an Luft hollen und etwas trinken muss, las ich die Litanei bei Balrog, über das Missgeschick seines, ich betone es extra und schreibe es auch in Grossbuchstaben ( ok. Jürgen ?),NICHT SELBER GEBASTELTETEN SCHRANKREGALES. Das dürfte reichen. Auf alle Fälle hatte das Teil laut Aussage von ihm, ein gewisses Eigenleben entwickelt um sich von:"...energetisch, negativ geladenem Geschirr einer seiner verflossenen Lebensabschnittsbegleiterinen..." zu trennen. Das Möbelteil dachte sich mit Sicherheit etwas dabei. Nur unser Ballröckchen hat diese Zeichen noch nicht ganz richtig verstanden. Egal. Litanei...Genau. Ich reihe mich also ebenfalls in diese Endlosrolle jener Kondolenzen der verblichenen Scherben ein und erlaube mir dir sogar ne Art Grabrede aus meinem fast unerschöpflichem Fundus der nicht ganz ernst gemeinten Ansichten zu spendieren. Ich hoffe nur, du weist das auch zu würdigen. Gelle..... ;-) Ich trinke immer noch Portwein. ;-) Nochmals schönen Restsonntag an die restliche Scherbentrauergemeinde. ;-)
rolf
Geisterstunde in der Küche
Wenn zwölfmal „bimmeln“ - die Glocken in der Nacht,
die „andre“ Welt für kurz erwacht.
Dann dürfen auch die Geister spuken,
durch dunkle Gänge Namen rufen.
Selbst in den Küchen mancher Leute,
die „Dinge“ hörten dass Geläute.
Erweckt zur vollen Geisterstunde,
ist man bereit zur „Küchenrunde“.
Zum Küchenblock, sprach stumpf die Reibe,
„ich krieg nen Koller - wenn ich bleibe.
Ständig Gurken und Karotten,
lassen meine Messer mir verrotten.“
Auch das Sieb am Küchenhaken,
hört man leise sich beklagen.
„Gesiebte Luft, ob kalt ob heiß,
jeden Tag der gleiche Sch…ß.“
Auf dem Gewürzregal gleich hinten links,
der Knoblauch sagt“ es reicht - mir „stinkt´s“.
Ich hab nichts gegen fremdes Kraut,
doch der Gestank hier, geht auf keine Haut.“
Und auch der Senf, der scharfe - gute,
quetscht seinen Beitrag aus der Tube.
„Seit Wochen schon halb ausgedrückt,
lieg ich hier rum, ich werd verrückt.“
Der Herd mit einer Platte spielt,
dabei recht keck zum Kochtopf schielt.
„Ich liebe Dich“ hört man ihn stöhnen,
„komm lass mich dich - recht heiß verwöhnen.“
Mit gepolter und Getöse,
meldet sich, nun die Fritteuse.
„Alt und ranzig fühl ich mich,
seit Wochen schon, riech ich nur Fisch.“
Esswerkzeug, genannt Besteck,
klappert lautstark im Versteck.
Gabel, Löffel selbst die Messer,
hört man klagen „einst war´s besser.“
Mister „Coolschrank“, alt und fleckig,
große Fächer, innen dreckig.
„Irgendwie ist´s mir so warm
hab vielleicht ein Leck im Darm?“
Quirl und Besen noch benommen,
wurden heut mal ran genommen.
Quirlig durften beide rühren,
ständig sich im Topf berühren.
So geht es dann, ne volle Stunde,
jede Nacht zur „Küchenrunde.“
Laute Stimmen, Leben pur,
die Glocke schlägt, es ist ein Uhr.
Es wird nun ruhig im Küchenzimmer,
man hört kein Wispern, kein Gewimmer.
Vorbei der Spuk für diese Nacht,
der neue Tag auch bald erwacht.
rolf
Geisterstunde in der Küche
Wenn zwölfmal „bimmeln“ - die Glocken in der Nacht,
die „andre“ Welt für kurz erwacht.
Dann dürfen auch die Geister spuken,
durch dunkle Gänge Namen rufen.
Selbst in den Küchen mancher Leute,
die „Dinge“ hörten dass Geläute.
Erweckt zur vollen Geisterstunde,
ist man bereit zur „Küchenrunde“.
Zum Küchenblock, sprach stumpf die Reibe,
„ich krieg nen Koller - wenn ich bleibe.
Ständig Gurken und Karotten,
lassen meine Messer mir verrotten.“
Auch das Sieb am Küchenhaken,
hört man leise sich beklagen.
„Gesiebte Luft, ob kalt ob heiß,
jeden Tag der gleiche Sch…ß.“
Auf dem Gewürzregal gleich hinten links,
der Knoblauch sagt“ es reicht - mir „stinkt´s“.
Ich hab nichts gegen fremdes Kraut,
doch der Gestank hier, geht auf keine Haut.“
Und auch der Senf, der scharfe - gute,
quetscht seinen Beitrag aus der Tube.
„Seit Wochen schon halb ausgedrückt,
lieg ich hier rum, ich werd verrückt.“
Der Herd mit einer Platte spielt,
dabei recht keck zum Kochtopf schielt.
„Ich liebe Dich“ hört man ihn stöhnen,
„komm lass mich dich - recht heiß verwöhnen.“
Mit gepolter und Getöse,
meldet sich, nun die Fritteuse.
„Alt und ranzig fühl ich mich,
seit Wochen schon, riech ich nur Fisch.“
Esswerkzeug, genannt Besteck,
klappert lautstark im Versteck.
Gabel, Löffel selbst die Messer,
hört man klagen „einst war´s besser.“
Mister „Coolschrank“, alt und fleckig,
große Fächer, innen dreckig.
„Irgendwie ist´s mir so warm
hab vielleicht ein Leck im Darm?“
Quirl und Besen noch benommen,
wurden heut mal ran genommen.
Quirlig durften beide rühren,
ständig sich im Topf berühren.
So geht es dann, ne volle Stunde,
jede Nacht zur „Küchenrunde.“
Laute Stimmen, Leben pur,
die Glocke schlägt, es ist ein Uhr.
Es wird nun ruhig im Küchenzimmer,
man hört kein Wispern, kein Gewimmer.
Vorbei der Spuk für diese Nacht,
der neue Tag auch bald erwacht.
Feierabend
Bevor ich mich nun ganz vom Acker hier mache und mir das restliche Wochenende gönne,
möchte ich mich noch mit einer Frage an euch wenden und auch gleich verabschieben.
Wieso können Männer sich zum Beispiel stundenlang über ein Thema unterhalten und Frauen brauchen keins dazu? ;-)
Also wie angedroht bin ich gleich weg hier und euch noch einen entsprechenden von Sonne usw. beschönigten Sonntag.
Und vergesst nicht. In manchen Orten "beteln" die Glocken am Sonntag ab 10 Uhr in der Frühe gnadenlos um Kundschaft. :-)
rolf
Samstag, 16. Mai 2009
Emma und die Glaskugel
Ich gebe es ja zu. Das heist, einige werden es ja schon wissen, zumindest aber bemerkt haben. Ich bin manchmal nicht alleine. Genau. Ich finde das von "ihm", also von dem ich es habe, also mit dem ich manchmal zusammen bin....genau so, nähmlich gut formuliert. Heute allerdings waren wir wieder einmal zu dritt. D.h. der liebe Rolfi, die etwas aus der Art ausgeschlagene Sinuskurve meiner bösen Seite und....unsere Glaskugel. Ein tolles und geiles Teil. Bis auf die Lottozahlen kann mir das Ding mit einer mathematischen Genauigkeit von 10 Dellen nach dem Komma Dinge voraussagen, welche erst in ca. 4 Monaten wahrscheinlich nicht statt finden werden. Und von einer solchen wirklich einmaligen und sensationellen Glaskugeldarstellung, möchte ich euch ganz schnell und kurz informieren.
Es geht um eine, oder genauer die "Emma". Richtig. Jene Zeitschrift von der unten und auch manchmal obenauf sich befühlenden Damenwelt so beliebten Alice Schwarzer. Um die es allerdings heute und hier nie gehen wird. Vielmehr um eine Aussage und denen damit verbundenen Interviews alt - und bekanter Männer. Jedenfalls haben sie zu dem anstehendem Thema mit Sicherheit mehr wie nur ein "Hoojjjaaaa" zu sagen.
Die Fragestellung lautet nähmlich:"...ist es wahr, dass das unsenibelste Teil am Penis der Mann ist?" Typisch Emma meldet sich jetzt meine Sinuskurve.... Na ja. Ganz Unrecht hat er natürlich damit nicht. Aber es ist hald Emma und die "Wahrsage" der Glaskugel. Mhmmm. Also liebe Emmaentschädigende Damenwelt, ihr braucht jetzt nicht gleich in Kreischen und hysterischen Unterwäsche wedeln und werfen beginnen.
Aber die Ehrengäste J.H. und H.J., werden sicherlich einiges zum Gelingen jener Verantstltung mit beitragen. Zum Schluss ist glauben "wir" sogar noch ein "Ständerchen" von beiden geplant. Na schaun mor ma.
Und an den Rest der hier vorbeischauenden "Sensibelchen" noch ein kleiner Tipp von mir. Es macht keinen Sinn sich extra einen Hut zu kaufen, nur weil man"n" denkt, dass er zu Hause den passenden Ständer haben könnte.
Und dem Rest wünsche ich noch ein schönes Wochenende. Man liest sich irgend wann wieder.
Rolf
Freitag, 15. Mai 2009
Aufruf
Gestern las ich bei Balrog folgenden Artikel. Hier zu "erfassen".
Einer von zig tausenden im Netz und eigentlich auch "nichts" weltbewegendes. Wirklich? Ich meine diese Aktion um die es da in jener Nachrichtenmeldung geht, berührt uns im ersten Augenblick, um schnell wieder vielleicht vergessen zu werden. Is ja bei den Chinesen. Solln die sich doch darum kümmern.... Bitte...? China anektiert seit fast 40 jahren dieses Gebiet.... Wäre dem nicht so, müsste jene Familie "vielleicht" nicht zu solchen Massnahmen greifen. Natürlich braucht und kann keiner China z.B. den Krieg deswegen erklären. Aber vielleicht kann jeder für sich einmal Nachdenken wenigstens und einen für sich angemessenen Weg finden, um seinen Protest Ausdruck zu verleihen.
Es gab eine Zeit, wo z.B. Waren aus entsprechenden Ländern selbst von der jeweiligen Regierung boykottiert wurden. Leider haben viele, gerade auch europäische Nationen dieser Druckmittel schnell vergessen. Weil es ja nicht im Interesse der Wirtschaft ect. liegen kann. so ein Quatsch. Am Ende ging es ja wieder nur ums Geld und nicht um menschliche Interessen. Ich habe mir nun auch überlegt, was ich als "einzelner" Grashalm auf diese globalen Wiese dagegen machen könnte. Ich musste feststellen das es da einiges gibt. Das erste diesen Artikel hier. Als nächstes euch alle da draussen zum Nachdenken und vielleicht zum Mitmachen auf zu rufen. Und das mache ich hier mit. Ich rufe euch auf, einfach gewisse Artikel wie z.B. aus China oder anderen Ländern die ebenso mit die Rechte der Menschen mit den Füssen tretten zu boykottieren. ich weis selber das dies ein schwieriges Unterfangen darstellt. Leider sind schon zu viele Sachen aus diesen Gebieten Massenweise in den Regalen zu finden. Sie durchdringen unseren Alltag, unser Leben. Aber es gibt mit Sicherheit da noch genügend Ansatzpunkte, um es dennoch zu tun. Also machen wir es. Wenn jemand nur Bioprodukte kaufen möchte, schaut er ja auch nur nach solchen Produkten und entsprechenden Läden. Auch weis ich, das gerade Deutschland nicht immer zimperlich mit den "menschenrechten" umgehen kann. Man kann ja den Begriff Menschenrecht bis zur Unkenntlichkeit biegen, bis er bricht. Leider geschieht sowas auch in einer sogenannten Demokratie. Aber wenn wir nicht selber langsam anfangen etwas zu unternehmen und dies weiterhin einfach so stillschweigend tollerieren, werden wir vielleicht am Ende genauso enden. Ich möchte es jedenfall nicht.
Ich danke euch fürs Verständnis und wünsche dennoch allen ein schönes Wochenende. Ziet zum Nachdenken gibt es ja jetzt. ;-)
r.g.belle
PS: Hier noch vielleicht eine entsprechende Kurzfassung.
Die ist auch schon etwas älter als diese Zeilen hier im Blog, aber ich denke dennoch immer noch aktuell.
Mikrokosmos
Klein, kleiner am kleinsten.
Fein, feiner am feinsten.
Unser, dein, am Ende mein,
muss das wirklich auch so sein?
Gestern groß
und heut gestellt in Frage,
vorbei die ach so schönen Tage.
Sternenstaub und Sonnenwinde,
alte Menschen, alte Linde -
in des Nachbars großem Garten,
auf die guten alten Zeiten warten.
Kinder kriegen,
Menschen sterben.
Betteln gehen und Reichtum erben.
Blicke gehen immer weiter,
große Welt wird immer Kleiner.
Werden schneller, sehr viel schneller,
sind schon weit vom Rand des Teller.
Tröpfchenweise in der Sonnenglut,
Arroganz und Übermut.
Amöbengleich und in Extasse,
bewegt man sich in der Oase –
einer großen Sternenflut,
Mikrokosmos – das ist gut.
Donnerstag, 14. Mai 2009
Zwiebeltanz
Mary Malloy war so nett und lieb, oder so in der Reihenfolge, mich zu einem Zwiebelfrühstück einzuladen. Ok. Hier übertreibe ich jetzt ein wenig. Zumal sie keinen Kaffee mag, wäre es mit Frühstück nicht so bestellt. Aber zumindest "würde" sie mit mir ne Zwiebel schälen. Na immerhin ein kleiner Anfang, um in Tränen auszubrechen.
Dabei fiel mir allerdings eine Episode aus meinem Vergangenheitsbewältigungeepos ein, welche ich euch in diesem Zusammenhang nicht vorenthalten möchte.
Es war vor ca. 30 Jahren. Rolfi war damals eine blühende, selbstbewuste und vor Kraft strotzende ca. 16 jährige Herkulesmaschiene. ;-)
Jedenfalls war es jene Zeit, in der ich für zwei Jahre an den Bühnen der Stadt Gera das abendliche Programm durch meine Anwesendheit im Extrachor und als Statist mit bereicherte. Wir führten gerade "Salome" auf und ich war ein grosser, grimmig drein schauender Nazarener. Selbstverständlich mit aufgeklebten Bart, aber echten Muckis. Salome sollte laut Drehbuch, eine sehr sehr junge und hübsche Frau sein. Aber aus Ermangelung jener jugendlichen weiblichen Rohstoffreserve, griff der Herr Regisseur auf altbewährtes Material aus seinem schauspielerischem Reitstall. Jener Ackergaul von Salome hätte jedenfalls Rubens in seiner Brilianz nicht besser darstellen können. Die Maske und Requisite brachen in Schweiss aus, bei der schier unmöglich erscheinenden Aufgabe, aus jenem "etwas" besagte Regieanweisung einer jungen Salome zu zaubern. Wobei schwindeln hier treffender gewesen wäre. Aber aus der entsprechenden Entfernung und der nötigen Schummeleien, wurde dem Publikum eine entsprechende Alternative jenseits von gut und böse geboten.
In einer Szene nun also wurde besagte Rubensdiva von ihrem König aufgefordert, ihm den Tanz der sieben Schleier zu tanzen. Schleierhaft für mich heute immer noch, wie jener "schauspielerkönig" diesen Anblick die ganze Zeit ertragen konnte. Er konnte wenigstens ab und an weg schauen. Aber ich als Leibgarde des Königs, stand während jener "Entpackungszumutung" ja nur ca. 3 Meter von jenem Fleischberg entfernt. Es war wie das Schälen einer Zwiebel, trieb mir jedes Mal die Trännen in die Augen. An dieser Stelle sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich bis zum damaligen Zeitpunkt zum Glück nur die Bekanntschaften wirklich junger und entsprechend auch ausgestatteter Damen machen "musste". Aber das hier war für mich eine Erfahrung, die ich so nie vergessen werde. Zumal ich die erste Zeit das Gefühl hatte, durch diesen Tanz der sieben Schleier jener Rubensgöttin bleibende Schäden davon zu tragen.
Natürlich erholte ich mich auch wieder sehr schnell von diesem allabendlichen Anblick, da ich ein eigenes Augenschutzprogramm für mich entwarf. Zudem halfen nach den Vorstellungen auch die jungen Damen des Extraballets uns Nazarenern bei dem Abschminken. Was natürlich jene harte Strapatze mich schnell vergessen lies.
Natürlich möchte ich hier nicht über die Konsequenzen und Folgen des älter werdens oder des Alters an sich mich auslassen. Wir kommen ja alle irgendwie in jenen Grenzbereich. Zudem war ich damals erst ca. 16 Jahre alt und dachte weniger mit dem Kopf, als mit dem was mir dadurch nur noch übrig blieb. ;-)
Jene Schauspielerin übrigens war ansonsten eine sympatische Frau. Nur ebend nicht für die Rolle der salome geschaffen. Bautechnisch betrachtet aus der Sicht eines Teenagers.
Interessant aber für mich in diesem Zusammenhang, das jedesmal wenn das Gespräch auf Zwiebeln oder deren Schale kommt, ich an jene Salome von damals denken muss.
Danke für die Geduld hier. ;-)
rolf
Bildungslücken
Das ich gerne faul bin und auch sein kann, scheint sich ja langsam auch immer weiter vor meiner Haustür rum zu schweigen. Was solls sage ich mir. Was du heut nicht kannst besorgen, las es liegen, mach dir keine Sorgen. Na ja...ganz so schlimm ist es zum Glück noch nicht. aber wer weis...
Jedenfalls habe ich eine ungemeine faule Bequemlichkeit aufs neue an und bei mir entdeckt. Die Rechtschreibung im allgemeinen die Grammatik im besonderen. Wieso? Ich finde nach Veröffentlichung meiner "Texte" immer wieder und vermehrt Fehler. Nun könnte ich sie ja ausbessern, wenn....ja wenn klein Rolfi nich so eine faule Pantoffel wäre. Zudem kann ich mich an einen Artikel einer Bloggerin von Overblog erinnern, welche frech behauptete, das es nur mindestens die ersten und letzten zwei Buchstaben eines Wortes bedarf und der Mensch liest das Wort dennoch richtig. Sie stellte einen entsprechenden Text ein und es funktionierte wirklich. Jedenfalls bei mir. Aber das will ja nix heisen. Jedenfalls finde ich es als Armutszeugnis, das ein erwachsener Mann, zumindest nach dem biologischen Ausweiseintrag, immer noch nicht in der Lage ist alles fachgerecht in deutscher Ordnung und Gründlichkeit zu Papier zu bringen. Bei anderen geht es doch auch. Ich sage ja nix gegen gewisse Schussligkeiten und so. Zumal meine Umschalttaste eh nur dann zwischen Gross - und Kleinschreibung unterscheidet, wenn sie Lust hat. An solche Sachen gewöhnt man sich, rege ich mich schon lange nicht mehr auf. Aber der Rest. Und dann muss ich mir von einer anderen Blogerin sagen lassen, dass ich erst mal Nachhilfeunterricht bei meiner Frau Lehrerin nehmen soll. Wahrscheinlich hat sie recht. Aber getroffen hat es mich dennoch. Bin ja auch nur ein Mensch. Jedenfalls bitte ich nochmals alle grammatikalisch verbildete Menschen hier draussen um ein klein wenig Nachsicht. Ich versuche mir in Zukunft etwas mehr Mühe zu geben. Natürlich nur wenn ich meine FAukheit überwinden kann. ;-)
Und jetzt wird mir auch klar, wenn Pisa die Frage stellt:"...wieso können mindestens 5 von 4 Deutschen nicht richtig Schreiben und Rechnen...." ;-) Aber da wundert mich auch nichts mehr.
Euch allen noch einen schönen usw. Tag heute.
rolf
Mittwoch, 13. Mai 2009
Laila und drei Mal die 8 hatte mich heute mit einem Artikel über das Anlegen eines Kräutergartens auf dieses...nun sagen wir mal Gedankenspiel gebracht. Hier "guckt" ihr.
Laila legt also einen Kräutergarten vor ihrem Haus an.....
....und zum Schluss ist dies der Anfang vom Ende. Wie geht es in den meisten Fällen weiter? Zumindest wenn eine noch unverheiratete junge Frau einen Kräutergarten anlegt?
Richtig. Sie wird heiraten. Kinder werden in Auftragsserie gegeben. Auch richtig. Ihr seid ja richtig gut.... Und dann? Also. Sie wird sich schneller hinter dem Herd wiederfinden als es ihr recht und lieb sein dürfte. Natürlich wird sie auch schnell feststellen, dass kein Zureden, Schimpfen oder ausländische Kochbücher helfen werden. Ihre ..zig Brut, wird Gemüse in seiner Urkonsitenz nicht zu sich nehmen. Mc. doofi, Alfredo aus der Kühltruhe und vielleicht noch Ben Ali der Döner werden in den nächsten Jahren die Grundnahrungsgrundlage der "lieben" bilden. Schwiegermama meldest sich zu Wort, um in ihrer unverkennbaren Art ihr mitzuteilen:"...mein Junge hat immer alles fein aufgegessen was ich ihm auf den Tisch gestellt habe. Bei uns gab es sowas nicht. Aber die Jugend von heute wird...." Den Rest jener kulinarischen Geschichtsaufarbeitung schenken wir uns. Schwiegerpapa sitzt derweil auf dem Sofa und rülpst unüberhörbar nach der dritten Flasche Bier. Natürlich fängt er sich einen bitterbösen Blick von seiner Frau ein, worauf er aus Protest gleich noch einmal rülpst. Ihr Mann allerdings, also Lailas Göttergatte, wird nach jenem Dialog von seiner Mama, kreidebleich im Gesicht. Auf den kürzesten Weg, ohne über Los zu gehen, zieht er sich ins Bad zurück. Dort versucht er natürlich erst einmal lautstark sein Verdauungsorgan wieder etwas zu beruhigen. So sehr können "Kindheitserinnerungen" einen Mann auf den Magen schlagen. Na und Lailas Kinder selber....? Sie hängen der lieben Mama am Rockzipfel und verkünden lautstark, dass es wieder endlich an der Zeit wäre, cholesterinhaltige Nahrung in Form von Tiefkühlpizza ect. zugeführt zu bekommen. RAuptierfütterung ist also angesagt. Was macht am Ende Laila?
Irgendwann setzt sie sich an ihren PC, um sich einen Blog einzurichten und ihre Erlebnisse zu notieren. Aber das....wäre dann ja eine Zeitendlosschleife. Denn sie hat ja schon über ihren Kräutergarten berichtet. ;-)
Jedenfalls wünsche ich ihr dabei viel Spass. Ich meine mit dem Kräutergarten. ;-)
Der Rest kommt sicherlich in der einen oder anderen Form auch von alleine. ;-)
Rolf
Statistiken
"80% an den Verkehrsunfällen sind Männer schuld."
Das kann ich nur bestätigen. sie sind es ja in den meisten Fällen gewesen, die ihren Frauen die Autoschlüssel gaben. ;-)
Und die restlichen 20% der Unfälle passiern wahrscheinlich meistens wenn Frauen Einparken.... Uhhhhhhhhhhhhhhhhh. Nüscht wie weg hier.... ;-)
Dennoch einen "verkehrsreichen" wie auch immer Tag. ;-)
rolf
Donnerstag, 7. Mai 2009
Die Zeit
Die Zeit
„... es fehlt immer etwas...“
Über diesen Artikel von Manu - http:/seelenfarben-und-wortezauber.over-blog.de/
...etwas fehlt immer.... bin ich dieser Tage gestolpert.
Ich möchte ihn für mich etwas erweitern. Es fehlt immer etwas und wenn es nur etwas Zeit ist.
Zeit....ist ja bekannterweise nicht nur relativ, sondern bewegt sich gleichmässig in der von uns Menschen gesetzten „relativen“ Normativen. Und wir mittendrinn. Allerdings ist unsere Bewegung nicht immer zeitgemäss. Nicht nur die Art der Fortbewegung, sondern auch die der Gedanken können sich mal träge und dann wieder im rasendem Galopp jenseits von der Realität bewegen. Manche sagen auch Träume, oder Fantastereien dazu.
Aber in einem hat Manuela recht. Irgendetwas fehlt in unserer „schnelllebigen“ Zeit immer. Und wenn es nur die Zeit selber ist. Wobei das paradox ist. Sie selber ist da, aber wir haben meistens keine, oder nehmen uns nicht die Freiheit die Zeit entsprechend zu nutzen. Es fehlt halt immer etwas.
Alleine in den letzten 100 Jahren hat sich diese Welt um ein vielfaches verändert. Hat sie das wirklich? Oder ist es vielleicht nicht eher so, dass wir uns auf Grund weil wir nicht mehr die „Zeit“ haben oder uns nehmen etwas zu erkennen der Eindruck jener explosiven Entwicklung entsteht?
Vor 500 Jahren war der entsprechende Stand, jedenfalls für den europäischen Raum, sehr fortschritlich. Für die damalige Zeit und die Menschen in ihr. Es gab auch in den darauf folgenden Jahrhunderten Perioden des Stillstandes was die Weiterentwicklung betraff. Aber erst nach der technischen Industriealisierung erreichte die Menscheit - auch global gesehen - einen noch nie so gesehenen Aufschwung. Das Ende jener Periode des Fortschrittes ist auch noch nicht abzusehen. Der Nachteil allerdings jener explosionsartigen Entwicklung war und ist, dass die Menschen nicht immer Schritte mithalten konnten. Zu tief sind leider noch jene archaischen Wurzeln in einem Grossteil der Menscheit verankert. Auf der einen Seite entfernten sich die Menschen auf Grund eines gewissen Konkurenz - und Konsumdenkens voneinander, auf der anderen Seite wiederrum ist eine nicht zu verleugende Annäherung zu beobachten. Dank der Komunikation, vorallem des Internets, rückt das Dorf in Indien genau so nahe an unsere Haustür, wie der Strand von Südafrika. Kann sich die Erna aus Kleinkleckersdorf mit der Pam aus New York über Kochrezept der Grossmütter unterhalten. Obwohl sie sich nicht persönlich kennen, vielleicht auch nie kennen lernen werden, haben sie ein unsichtbares Band geknüpft. Es werden Freundschaften geschlossen, welche vielleicht im wahren Leben niemals zustande gekommen wären. Es soll ja auch Leute geben, die tagsüber aneinander vorbei Laufen ohne sich zu grüssen und den anderen für ein arrogantes „Hinterteil“ halten. Im www allerdings die intimsten Sachen und Neuigkeiten austauschen.
Die Menschen rücken also immer weiter zusammen und fangen wieder an, miteinander zu Reden, sich für den anderen zu interessieren. Globaler Komunikationseffekt.
Aber auch hier besteht wieder die Gefahr sich „versklaven“ zu lassen. Man opfert immer mehr für etwas ,was einen zwar immer umgibt und mitfliessen lässt, mann aber am Ende am wenigsten hat...., Zeit.
Und so gebe ich Manuela recht. Etwas fehlt immer.
In diesem Sinne euch allen noch einen schönen Tag. Verbringt eure Zeit entsprechend und nützlich. Man kann die verlorene nicht wieder ersetzen, oder zurück bzw. einfordern.
rolf
Mittwoch, 6. Mai 2009
Unterstützung
Guten Morgen zusammen,
Bei Blogspot ist noch sehr vieles für mich ungewohnt und gewohnheitsbedürftig.
So z.B. die ganze sachen mit den Kommentaren und den Artikeln. Ich möchte mich vorab gleich bei den drei Damen bedanken, welche mir hier einen Kommentar hinterliesen. Habe sie zwar frei gegeben, aber ich finde im Augenblick noch nicht die Möglichkeit sie auch entsprechend zu beantworten. Vielleicht kann mir da bitte jemand von den "Altspöttern" hier ein wenig unter die altersschwachen Arme greifen? ;-) Wäre sehr nett. Zudem kann ich im Augenblick selbige Kommentare nirgends hier entdecken, obwohl wie gesagt veröffentlicht. Die einzelnen Funktionen sind für mich im Augenblick wie gesagt noch etwas "Neuland". Also entschuldigt bitte auch, wenn es am Anfang ein klein wenig "holprig" hier zugehen wird. Aber ich denke, dass es sich in den nächsten Tagen auch einschleifen wird. Mein Dank wird euch jedenfalls hinterherlaufen, auch wenn er euch nie einholen wird. ;-) Ich bin aber bestrebt wirklich jeden Kommentar zu beantworten. So das wars. Brauche also wieder einmal Hilfe. Danke im Vorraus und schönen Tag noch.
rolf
PS: Wieso mein erster Artikel nun auch nicht mehr zu finden ist weis ich auch noch nicht. Aber es liegt wahrscheinlich an mir selber. Habe irgendwo nen Fehler gemacht. Aber ich finde ihn nicht. Muss mich also einzeln bei den drei jungen Damen bedanken.
@ Mary Mallory. Dir bleibt jedenfalls das Privileg erhalten, diesen unbeholfenen und jungen Blog als erste Betreten und "ent..." sagen wir lieber "beschrieben" zu haben. Deswegen auch Dankeschön fürs Reinschauen. ;-)
@ Sabine. Ja. Ich habe die Flucht von Overblog nun doch geschaft. Mal sehen wer und was mich hier alles erwartet. Danke fürs Reinschauen.
@ Ika. Angedeutet hatte ich es schon länger. Aber in den letzten zwei Wochen, war bei mir auf der Seite das Overblogchaos zu Hause. Da aber trotz Anfragen ect. keine Reaktion zu verzeichnen war und ich langsam ungeduldig und unzufriedener wurde, sah ich keine andere Möglichkeit als diese hier. Wir werden sehen was dieser "Umzug" am Ende mir wirklich bringt. Jedenfalls ist das am Ende nur eine andere Internetanschrift. Mehr nicht. Lesen und Lästern kann ich auch gut von hier aus. Danke dir aber fürs Reinschauen.
In diesem Sinne danke ich euch dreien und wünsche nen angenehmen Tag mnoch.
rolf
Abonnieren
Posts (Atom)