...steht immer der Augenblick. Ihn beschreiben, vielleicht in der einen oder anderen Form erleben und geniessen auf alle Fälle schriftlich festhalten...
Donnerstag, 24. September 2009
"Verabschiebung" auf Zeit
Liebe Beucherinnen, Besucher,
sehr umgekehrte Geästinnen und Äste,
hallo an alle,
In den letzten Tagen war ich eh etwas unter Zeitdruck und konnte wieder einmal nicht das volle Programm hier abspielen. es wird ehrlich immer enger in jeder Hinsicht hier bei mir. Aber deswegen werde ich natürlich diesen Blog nicht aufgeben. Er bedeudet mir da zu viel. Vorallem das Ventil der inneren Emotionen und der teilweise Gedankenaustausch ( Motzerei ;-) ) mit euch würde mir echt fehlen.
In den nächsten Tagen, wahrscheinlich ca. 12 Tage, werde ich allerdings hier nicht mehr an zu treffen sein. Wichtige Dinge sind nicht mehr aufschiebbar und müssen nun endlich erledigt werden. Habe meinen Notfallrechner zwar mit, weiss aber nicht, ob und wie sich da die Möglichkeit ergeben wird mit hier in Kontakt zu bleiben. Aus diesm Grund wünsche ich allen besuchten und noch nicht von mir "heim gesuchten" Seiten, Usern und Bloggern zwei wunderschöne folgende Wochenenden. Erholt euch und vor allem auch von dieser Seite hier. ;-)
Seit allso alle recht herzlich usw. auch bedauert, denn ihr wisst gar nicht was für schöne Tage mir besvorstehen. Und die möchte und werde ich mit keinem teilen wollen. Es sei denn, jemand hat Lust sich mit deutscher Bürokratie rum zu ärgern. ;-) :-)
Bis spätestens zum 06.10.2009 hier wieder an alter Stelle.
LG rolf
Dienstag, 22. September 2009
Report einer Fliege
Eigentlich dürfte ich gar nicht hier sein. Aber Zeit ist ja "relativ". ;-) Ausserdem ist das hier ein Gedicht, welches ich vor gut 6 Monaten schon einmal bei Overblog drinnen hatte. Aber ich lass heute einen entsprechenden Artikel bei Anna Caothika. :-) Und da hatte ich einfach keine andere Wahl, als ihn zu mindest hier noch einmal ein zu stellen. Ansonsten allen meinen Lesern und den "Bild"-betrachtern, noch eine wunderschöne Woche. Bleibt gesund und weiterhin schön neugierig. ;-)
LG rolf
Report einer Fliege
Schon seit Stunden ich hier grüble,
dreh den Stift in meiner Hand.
Nichts gelingt, oh welch ein Übel,
zähl die Fliegen an der Wand.
Diese kleinen Plagegeister,
nerven schon die ganze Zeit.
Freche, wahre „Fliegenmeister“,
krieg sie noch und schlag sie breit.
Saugen frech von meinem „Rotem“,
können nicht mehr, richtig fliegen.
Sind ganz aufgeregt und toben,
hol ne Klatsche, werd euch kriegen.
Wie der Schneider, aus dem Märchen,
sieben gleich, auf einen Streich.
Selbst im Rausch, sich bilden Pärchen,
hau sie alle windelweich.
Endlich Ruhe, ich kann schreiben,
hab sie alle noch erwischt.
Eine nur soll übrig bleiben,
soll´s berichten im Gedicht.
Aus der Sicht einer Fliege
Ich bin Muck, die „Wanderfliege“,
etwas dick und ziemlich rund.
Nehme alles was ich kriege,
von der Hand, gleich in den Mund.
Kam weit rum im weiten Lande,
war mal hier und auch mal da.
Keinen Zwang durch fremde „Bande“,
möchte erzähl´n, was einst geschah.
Flog gen Süden, zu den Bergen,
schöner Platz, war wirklich fein.
Luftkurort, ich werd´s mir merken,
die Verwandtschaft lud mich ein.
Einmal Schlemmern wie die Fürsten,
mit etwas Glück, noch ein Dessert.
Naschen von den Leckren Würsten,
faules Leben, gar nicht verkehrt.
So vergingen viele Tage,
mit der ganzen Fliegenbrut.
Fressen, schlafen, keine Frage,
mir gefiel´s, auch ging´s mir gut.
Doch irgendwann, ein feiner Duft,
richtig lieblich und so fein.
Etwas Süßes in der Luft,
unsre Fühler, rochen „Wein“.
Nichts wie hin zum großem Saufen,
bis der Rüssel nicht mehr kann.
Konnt nicht fliegen, weder Laufen,
sah schon Mäuse, Mann oh Mann.
Hört nicht mehr die große Klatsche,
wie sie drosch auf alle ein.
Lag wie tot im Fliegenmatsche,
war betäubt vom roten Wein.
Nach vier Stunden oder acht,
endlich konnt ich wieder sehen.
Draußen tiefste dunkle Nacht,
nicht mal auf den Beinen stehen.
Selbst der Rüssel, vom vielem Saugen,
noch benommen , richtig rot.
Konnt es immer noch nicht glauben,
meine Sippe, alle tot.
Seit diesem Tag, das schwor ich mir,
und duftet es, auch noch so fein.
Mit Kumpels mal, vielleicht ein Bier,
nie wieder, saug ich solchen Wein.
LG rolf
Report einer Fliege
Schon seit Stunden ich hier grüble,
dreh den Stift in meiner Hand.
Nichts gelingt, oh welch ein Übel,
zähl die Fliegen an der Wand.
Diese kleinen Plagegeister,
nerven schon die ganze Zeit.
Freche, wahre „Fliegenmeister“,
krieg sie noch und schlag sie breit.
Saugen frech von meinem „Rotem“,
können nicht mehr, richtig fliegen.
Sind ganz aufgeregt und toben,
hol ne Klatsche, werd euch kriegen.
Wie der Schneider, aus dem Märchen,
sieben gleich, auf einen Streich.
Selbst im Rausch, sich bilden Pärchen,
hau sie alle windelweich.
Endlich Ruhe, ich kann schreiben,
hab sie alle noch erwischt.
Eine nur soll übrig bleiben,
soll´s berichten im Gedicht.
Aus der Sicht einer Fliege
Ich bin Muck, die „Wanderfliege“,
etwas dick und ziemlich rund.
Nehme alles was ich kriege,
von der Hand, gleich in den Mund.
Kam weit rum im weiten Lande,
war mal hier und auch mal da.
Keinen Zwang durch fremde „Bande“,
möchte erzähl´n, was einst geschah.
Flog gen Süden, zu den Bergen,
schöner Platz, war wirklich fein.
Luftkurort, ich werd´s mir merken,
die Verwandtschaft lud mich ein.
Einmal Schlemmern wie die Fürsten,
mit etwas Glück, noch ein Dessert.
Naschen von den Leckren Würsten,
faules Leben, gar nicht verkehrt.
So vergingen viele Tage,
mit der ganzen Fliegenbrut.
Fressen, schlafen, keine Frage,
mir gefiel´s, auch ging´s mir gut.
Doch irgendwann, ein feiner Duft,
richtig lieblich und so fein.
Etwas Süßes in der Luft,
unsre Fühler, rochen „Wein“.
Nichts wie hin zum großem Saufen,
bis der Rüssel nicht mehr kann.
Konnt nicht fliegen, weder Laufen,
sah schon Mäuse, Mann oh Mann.
Hört nicht mehr die große Klatsche,
wie sie drosch auf alle ein.
Lag wie tot im Fliegenmatsche,
war betäubt vom roten Wein.
Nach vier Stunden oder acht,
endlich konnt ich wieder sehen.
Draußen tiefste dunkle Nacht,
nicht mal auf den Beinen stehen.
Selbst der Rüssel, vom vielem Saugen,
noch benommen , richtig rot.
Konnt es immer noch nicht glauben,
meine Sippe, alle tot.
Seit diesem Tag, das schwor ich mir,
und duftet es, auch noch so fein.
Mit Kumpels mal, vielleicht ein Bier,
nie wieder, saug ich solchen Wein.
Montag, 14. September 2009
Der Flaschengeist
Ha. Es lebe der Portwein und Musik von Joe Cocker. Gerade läuft Jack - A - Daimonds....harrrrrr. Ja was wollte ich sagen. Ach ja. Bin gerade am Sortieren, Sichten und neu Auflegen meines alten Archives. Und da bin ich über folgende "kleine" Episode gestolpert. Ist zwar nur ein Gedicht, aber....ach lest doch selber. Für etwaige Ähnlichkeiten übernehme ich weder die Garantie noch die daraus entstehnden Ansprüche und Hauptforderungen. :-) Kommt doch selber damit zurecht. ;-) Schönen was auch immer heute für ein Tag gerade sich langsam dem Ende zu neigt.
Euer rolf
Der Flaschengeist
Aus der grünen Einkaufstasche
schaut heraus ne Zauberflasche.
Muss sie nur noch schnell entkorken,
ist vielleicht ein Dschinn verborgen?
Wie sie rubbelt und poliert,
langsam die Geduld verliert.
Weit und breit kein Geist in Sicht,
wird ganz rot sie im Gesicht.
Es qualmt, es zischt, sie hört ein Stöhnen:
„Ich bin ein Dschinn, will dich verwöhnen!“
Träge quält sich nun heraus
Ein runder Typ aus seinem Haus.
Er wirkt noch blass und nicht ganz munter.
Sie schaut kurz hoch, putz ihn gleich runter:
„Du dickes Ding, du bist ein Geist?
Ok“, sagt sie, „dass du’s beweist:
Siehst du jene Wäscheschlange,
die sich windet?“- Ihm wird bange.
„Diese Kleider bügle mir,
wenn es geht bis kurz nach vier.
Kurz nach sechs das Abendessen,
hätt ich doch fast glatt vergessen.
Wenn es geht, auch etwas frisch
Bring das Mahl mir auf den Tisch.
Nach dem Dinner leicht gerührt
Noch nen Kaffee schnell serviert.
Tisch abräumen, Küche putzen,
hast ja Zeit – und sollst sie nutzen.
Meine Stärke, lieber Geist,
liegt im Denken, wie du weisst.
Drum diene mir, gar keine Frage,
heute, hier und alle Tage!“
Der Dschinn vor Schreck wird kreidebleich.
Die Hände feucht, die Knie ganz weich.
Ist das ein Scherz der andern Geister?
In seiner Not ruft er den Meister.
„Herr der Geister aller Flaschen,
aller Hexen, Zaubertaschen.
Wir gehorchen alle dir.
Komm herbei und helfe mir!“
Frösche regnet’s, alle weiß,
hört man plötzlich: „Welch ein Sch…!
Nichts klappt hier in dieser Welt,
alles dreht sich nur ums Geld!“
Dielen knarren, etwas Rauch,
Lichteffekte – so wills der Brauch.
Plötzlich steht er da, der Meister
aller Hexen, Flaschengeister.
„Herr der Geister, den ich rief,“
sprach der Dschinn, „hier läuft was schief!
Will nicht meckern, auch nicht klagen.
Du kannst ja dieses Wesen fragen.
Schlösser bauen, wundervoll.
Auch mal zaubern find ich toll.
Teppich fliegen, recht bequem,
Gold beschaffen, kein Problem.
Doch diese Frau verlangt von mir
Bügeln, Kochen ungeniert! I
ch bin ein Dschinn von erstem Rang!
Seh ich so aus wie’n Ehemann?
Eine Schürze um den Leib
verlangt von mir gar dieses Weib.“
Sprach’s und reckt’ sich in voller Pose,
der dicke Bauch spannt seine Hose.
Der Meister jener Zaubergilde
Schaut sich kurz um -ist schnell im Bilde.
Er zieht aus seinem Faltenrock
Hervor den grossen Zauberstock.
Er murmelt hier und wedelt da:
„Es soll so werden, wie’s früher war“.
Ein kurzes „Plopp“ an jenem Fleck
Wo einst der Dschinn – nun ist er weg.
Indes die Frau mit leerem Blick
Ganz traurig über ihr Geschick.
In der Hand hält sie die Flasche
Aus der grünen Einkaufstasche.
Euer rolf
Der Flaschengeist
Aus der grünen Einkaufstasche
schaut heraus ne Zauberflasche.
Muss sie nur noch schnell entkorken,
ist vielleicht ein Dschinn verborgen?
Wie sie rubbelt und poliert,
langsam die Geduld verliert.
Weit und breit kein Geist in Sicht,
wird ganz rot sie im Gesicht.
Es qualmt, es zischt, sie hört ein Stöhnen:
„Ich bin ein Dschinn, will dich verwöhnen!“
Träge quält sich nun heraus
Ein runder Typ aus seinem Haus.
Er wirkt noch blass und nicht ganz munter.
Sie schaut kurz hoch, putz ihn gleich runter:
„Du dickes Ding, du bist ein Geist?
Ok“, sagt sie, „dass du’s beweist:
Siehst du jene Wäscheschlange,
die sich windet?“- Ihm wird bange.
„Diese Kleider bügle mir,
wenn es geht bis kurz nach vier.
Kurz nach sechs das Abendessen,
hätt ich doch fast glatt vergessen.
Wenn es geht, auch etwas frisch
Bring das Mahl mir auf den Tisch.
Nach dem Dinner leicht gerührt
Noch nen Kaffee schnell serviert.
Tisch abräumen, Küche putzen,
hast ja Zeit – und sollst sie nutzen.
Meine Stärke, lieber Geist,
liegt im Denken, wie du weisst.
Drum diene mir, gar keine Frage,
heute, hier und alle Tage!“
Der Dschinn vor Schreck wird kreidebleich.
Die Hände feucht, die Knie ganz weich.
Ist das ein Scherz der andern Geister?
In seiner Not ruft er den Meister.
„Herr der Geister aller Flaschen,
aller Hexen, Zaubertaschen.
Wir gehorchen alle dir.
Komm herbei und helfe mir!“
Frösche regnet’s, alle weiß,
hört man plötzlich: „Welch ein Sch…!
Nichts klappt hier in dieser Welt,
alles dreht sich nur ums Geld!“
Dielen knarren, etwas Rauch,
Lichteffekte – so wills der Brauch.
Plötzlich steht er da, der Meister
aller Hexen, Flaschengeister.
„Herr der Geister, den ich rief,“
sprach der Dschinn, „hier läuft was schief!
Will nicht meckern, auch nicht klagen.
Du kannst ja dieses Wesen fragen.
Schlösser bauen, wundervoll.
Auch mal zaubern find ich toll.
Teppich fliegen, recht bequem,
Gold beschaffen, kein Problem.
Doch diese Frau verlangt von mir
Bügeln, Kochen ungeniert! I
ch bin ein Dschinn von erstem Rang!
Seh ich so aus wie’n Ehemann?
Eine Schürze um den Leib
verlangt von mir gar dieses Weib.“
Sprach’s und reckt’ sich in voller Pose,
der dicke Bauch spannt seine Hose.
Der Meister jener Zaubergilde
Schaut sich kurz um -ist schnell im Bilde.
Er zieht aus seinem Faltenrock
Hervor den grossen Zauberstock.
Er murmelt hier und wedelt da:
„Es soll so werden, wie’s früher war“.
Ein kurzes „Plopp“ an jenem Fleck
Wo einst der Dschinn – nun ist er weg.
Indes die Frau mit leerem Blick
Ganz traurig über ihr Geschick.
In der Hand hält sie die Flasche
Aus der grünen Einkaufstasche.
Sonntag, 13. September 2009
Der Sonntagsschmackofatz
Samstag, 12. September 2009
Werbung
Für nachfolgenden Dialog und dessen Inhalt, zeichnet sich der Überbringer und Schreiber jener Geschichte absolut nicht verantwortlich. Es entsprang voll seiner nicht immer sich einig wertenden zwei Hirnhälften, so vorhanden. Der besagte und gefundene Werbeslogan, so kein Scherz, wurde allerdings heute in Thun gegen 12 Uhr mitten in der Stadt auf einem Parkplatz entdeckt. Aus rechtlichen Gründen verkneife ich mir allerdings das Foto mit Telefonnummer zu veröffentlichen. Bei entsprechender Interesse bitte bei meiner linken Hirnhälfte anfragen.
Werbung
Heute einmal etwas Werbung. Aber nicht etwa für mich, sondern für Menschen denen ich absolut nicht helfen kann. In keinster Weise. Aber am besten der Reihe nach.
Wie den meisten ja nicht entgangen sein dürfte, ist heute Samstag. Das ist ja jener Tag, der zwischen endlich Wochenende und morgen muss ich wieder arbeiten gehen, liegt. Es ist aber auch jener Tag, an dem man endlich einmal in Ruhe vielleicht etwas machen kann, zu was man sonst die Woche über nicht regelmässig kommt. Und wenn es nur Einkaufen gehen ist. Gut. Ich war heute nicht Einkaufen, aber zumindest in der Stadt, um etwas anderes zu erledigen. Und wie ich so nichts ahnend mich durch den Mahlstrom von Menschenmassen vor mich hin triefend bewegte, sprang mir eine Autowerbung mitten ins Gesicht. Genauer gesagt ins linke Auge. Das rechte war gerade mit etwas anderem beschäftigt. Jedenfalls war diese Werbung genau hinten auf die Windschutzscheibe eines aus Blech bestehenden „Etwas“ geklebt und zog meine Interesse magisch an. So ähnlich muss es dem Bären beim Duft von Honig ergehen. Unwiderstehlich anmachend, aber in diesem Fall absolut hirnrissig und sinnlos. Ihr werdet nicht darauf kommen was sich jener Witzbold hinten drauf klebte. Natürlich sogar mit seiner Telefonnummer. Ihr dürft raten….
„…Handauflegen durch Brustvergrösserungen…? NEIN.
"...Handvergrösserungen durch Brustauflegungen...?" NO.
Ich sehe ihr werdet im Leben nicht drauf kommen, auch wenn ihr schon lauwarm“ ganz dicht an der Brust seid. Deswegen will ich es euch verraten.
BRUSTVERGRÖSSERUNGEN DURCH HANDAUFLEGUNG!
Wow dacht ich mir. Der Traumberuf eines fast jeden Mannes scheint sich hier einer zur Maxime gemacht zu haben. Und das trotz der Angst vieler Schweizerinnen im Zeitalter von Schweinegrippe und Heiratsschwindlern. Entweder hat die betreffende Person Mut, oder ist total „Gaga“. Jedenfalls mein Respekt war ihm sicher. Und weil ich es in meiner unverdorbenen Fantasie dabei nicht belassen konnte und besagter Besitzer auch nach 5 Minuten immer noch keine Lust hatte an seiner Rostlaube zu erscheinen damit ich mich bei ihm als Medium hätte vorstellen und bewerben können, suchte ich ein „Imaginäres“ Gespräch mit ihm.
„Sie behaupten also, dass sie es schaffen durch Handauflegen die Vergrösserungen der Frauenbrüste zu bewirken?“
„Ja was glauben sie den. Natürlich kommt es auf das Alter darauf an.“
„Darf auf der Brust also kein Verfallsdatum ersichtlich sein?"
„Quatsch. Ich meine doch die betreffenden Frauen. Das geht nur bis zu einem gewissen Alter. Wegen der Fettgewebe.“
„Aha.“
„Ausserdem ist das bei jungen Frauen viel einfacher und geht schneller.“
„Aber ehrlich mal. Wenn ich meine Hände bei meiner Frau auf die Brüste entsprechend lege, werden die auch mit der Zeit grösser…“
„Aber das hält nicht so lange an, wie bei meiner Methode müssen sie wissen.“
„Also drei vier Stunden könnte das bei uns unter Umständen auch schon gehen.“
„Nicht schlecht. Aber was ist danach?“
„Nix. Meistens schlafen wir hinterher wie die Murmeltierchen.Ich meine, sie wollen doch auch nicht den ganzen Tag mit einem Dauerständer durch die Gegend laufen. Oder doch?“
„Wollen sie mich verarschen?“
„Weiss ich noch nicht. Könnte aber durchaus möglich sein. Haben sie den wenigstens eine eidgenössische Zulassung als Heilpraktiker oder eine sonstige entsprechende Ausbildung?“
„Wieso medizinische Ausbildung? Ich bin doch Melker!“
An dieser Stelle entstand in meinem Geist eine kleine künstlerische Pause, weil mir mein rechtes Auge signalisierte, dass sich jemand diesem Fahrzeug näherte. Natürlich wollte ich nun meine volle und ungeteilte Aufmerksamkeit jener „Persönlichkeit“ widmen. Fehlanzeige. Jedenfalls stieg kein bärenmässiger Typ mit Pranken wie ein Toilettendeckel in das Auto, sondern eher eine gestresste Frau unbestimmbaren Alters mit zwei Kindern im Schlepptau. Und schon entstand vor meinen geistigen Augen das nächste Werbeschild für dieses Auto.
DAUEREREKTION DURCH HANDAUFLEGEN! Die „Melkerin“.
Mit freundlichen WE Grüssen
r.g.belle
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Geschichten aus der Schweiz
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Dienstag, 8. September 2009
Fetisch
Fetische
Es soll z.B. Männer geben, die sammeln Damenunterwäsche oder verstecken unter ihrem Mantel die neuste „Bademodeunmöglichkeit“, um sie in entsprechender Form der Umwelt zu präsentieren. Und so hat jeder vielleicht nicht nur seine eigene „verschobene“ innere Welt, sondern auch seine „Leidenschaft“. Zumindest pflegt sie oder er jene „Notwendigkeit“. In manchen Fällen wie schon erwähnt, treibt allerdings jener Fetisch sehr obskure Blüten, um nicht zu sagen wirkt auf Aussenstehende mehr wie nur befremdlich. Von einer solchen Begebenheit möchte ich euch heute kurz berichten. Sie kam mir im Zusammenhang mit dem Lesen eines Berichtes einer Bloggerin, als Erinnerung aus längst vergessen geglaubter Tage wieder ins Bewusstsein.
Ich war ca. 18 Jahre und steckte gerade in der Vorbereitung meiner späteren beruflichen Laufbahn. Manche würden jetzt hier abkürzen und einfach Lehrausbildung sagen. Egal wie. Ich glaubte jedenfalls in meiner Naivität zwar nicht mehr an den Weihnachtsmann, aber zumindest an das Gute im Menschen. Und so verliebte ich mich Hals über Kopf in den Traum eines jeden ca. 18 jährigen pubertierenden Jugendlichen. Sie war für mein damaliges Geschmacksempfinden wunderschön und von der Natur auch ersichtlich als weibliches Wesen gekennzeichnet und entsprechend „proportional“ reichhaltig ausgestattet. In meiner „blöden“ Euphorie musste ich natürlich über diesen erfolgreichen „Feldzug“ einem Kumpel alles ausführlich berichten. Als wenn männliche Frauen nichts anderes zu tun hätten. Jedenfalls entging mir in meinem hormonellem Höhenrausch total, dass besagter Kumpel nicht nur ein Auge ebenfalls auf meine Angebetete geworfen hatte, sondern schon im Gegensatz zu mir kräftig an ihr rührte und ziemlich oft seine Zunge in ihren wunderschönen Mund geschoben hatte. Und so stand ich plötzlich alleine und verdattert sinnlos in der Umwelt. Zumindest vor ihrer verschlossenen Tür. Kurz ich war traurig, die Welt Scheisse und alle hatten was gegen mich. Zum Glück war ich damals noch nicht auf Nikotin und Alkohol. Wer weiss was sonst aus dieser Geschichte hier geworden wäre.
Jedenfalls suchte ich mir ein stilles Örtchen, um mit mir und dem ganzen Weltschmerz alleine zu sein. Ich erinnerte mich da an einen „beschaulichen“ Ort namens Friedhof. Nun ich war wie eingangs schon erwähnt gerade 18 und hatte aber auch noch lange nicht die Absicht auf jener Ruhestätte zu landen. Als Hort der Stille und Beschaulichkeit erschien mir aber jenes Fleckchen geweihter Boden gerade recht zu sein. Und so besuchte ich den nächsten Garten der Gebeine, um wie gesagt in Ruhe….heulen zu können. Logisch. Ich konnte und kann das unter Umständen heute immer noch. Weinen oder Heulen. Je nach menschlichem Einsatz. Jedenfalls war das ein wirklich kleiner, unscheinbarer Ruheplatz für die von uns gegangenen. Mitten auf jenem Gräberfeld stand auch noch eine wunderschöne, kleine baufällige Bergkirche, welche sicherlich auch schon bessere Zeiten erlebt hatte. Aber das konnte sie mir nicht so genau sagen. Umso mehr war ich erstaunt über die dort befindlichen Gräber. Deren Zustand lies vermuten, dass sich schon Generationen von Hinterbliebenen nicht mehr an die entsprechende verstorbene Verwandtschaft erinnern konnte, oder wollte. Jedenfalls war das ganze steinerne Umfeld im gleichem desolaten und verwahrlosten Zustand wie die kleine Bergkirche. Ich fand es irgend wie traurig und auch äusserst merkwürdig. Schliesslich fand ich, dass viele Grabsteine wahre kleine Kunstwerke des Steinmetzhandwerkes waren. Was ich natürlich damals nicht wusste, dass die Stadt weder Geld noch Interesse für entsprechende Denkmalpflege aufbringen konnte. Und schon gar nicht für solch „kirchlichen“ Bauwerke. Gut. Ausnahmen bestätigen ja immer noch die Regel. Auf alle Fälle vergass ich ziemlich meinen Weltuntergangsschmerz und den wahren Grund meines hiesigen Aufenthaltes. Ich war fasziniert und las mich in entsprechenden Grabinschriften fest. Oh man was es da alles zu sehen und erkennen gab. Vor allem die Altersangaben auf den steinernen Personalausweisen jener verstorbenen war der Hammer. Die älteste Datierung stammte doch wirklich von Anno 1585. Eh. Ich hatte für mich eine wahre Fundgrube der Geschichte gefunden. Gerade Geschichte an sich und im besonderem. Also las ich soweit ich etwas erkennen konnte und notierte mir zwecks Übersetzung. Es war erstaunlich im Nachhinein auf Grund jener Grabmitteilungen einen gewissen Überblick sich über den geschichtlichen Verlauf gerade jener Region verschaffen zu können. Es war von Pest, Plünderungen, Bränden und Auswanderungen die Rede. Ich war begeistert und erdachte mir viele „unmögliche“ kleine Geschichten und Seeabenteuer dabei. Am Ende wusste ich nicht einmal mehr den Namen jener zweibeinigen Barbiepuppe und ihres Heinis, hatte aber eine neue Leidenschaft für mich entdeckt.
Seit dem und das liegt jetzt nun schon fast 30 Jahre zurück, besuchte ich soweit wie möglich viele Friedhöfe auf meiner Lebenswanderschaft. Jeder Stein hat eine entsprechende Lebensgeschichte zu erzählen. Oftmals eine erfüllte, aber auch manchmal eine tragische und sehr kurze. Und jedes Mal halte ich im Gedanken wie ein kleines Zwischen zwei Augenblicken Gespräch mit dem jeweiligen Besitzer jener letzten Ruhestätte. Vielleicht klingt es etwas makaber wie eingangs schon erwähnt. Aber jeder hat ja seinen „Fetisch“.
Mit fetischistischen Grüssen
r.g.belle
Freitag, 4. September 2009
Entschuldigung
Donnerstag, 3. September 2009
Wiederholungstäter
Ähm ja. Also laut meiner letzten aus sicherer Quelle erhaltenen Information, soll ja in fast drei Monaten sich Weihnachten wiederholen. Das wäre in meinen Augen auch nicht weiter schlimm und auf Grund der Kontinuität jener Wiederholung auch keine Anmerkung wert. Aber es gibt einen frei lebenden Volkstamm in fast und unmittelbarer Nachbarschaft von hier, also quasi „Anstösser“, welche vor diesen wirtschaftlichen und konsumellen wichtigen Tannenbaumfest, sich mit ihrer Heuernte schon seit ein paar Generationen dazwischen mogeln. Richtig. Die Rede ist nicht nur von den allen so „beliebten“ Bayern, sondern auch von ihrer Wiesen. Die sollte ja in ein paar Wochen oder so über den Biertresen laufen. Und zwar in Strömen wie mich auch gerade meine Leber daran erinnert. Nun gut. Die sollen ihren Spass von mir aus haben. Ich hatte und habe ihn jedenfalls jedes Jahr, wenn ich an meine Erlebnisse von diesem „Grosssaufereignis“ denken muss. Aus diesem Grund entstand auch folgendes Gedicht. Es ist wie gesagt schon ca. 3 Mal in allgemeiner Runde gelesen wurden, hat aber auf Grund seiner Aktualität nichts an entsprechender eingebüsst. Aktualität meine ich natürlich. Und so lange wie mich nach 18 Uhr kein noch einigermassen gerade laufender Bayer vom Gegenteil überzeugen und verständlich ansprechen kann, bleibe ich bei meiner Behauptung und Meinung, dass sie…. aber lest am besten und bildet euch selber was darauf ein. In diesem Sinne noch einen entsprechenden Start ins kommende Wochenende. Und an alle die, welche zu diesem Bierschaumgerülpse vielleicht mit dem Wohnmobil dahin fahren möchten, sollten sich vorher bei mir melden. Ich kann ein paar prächtige und kostengünstige Tipps geben, nicht auf dem Strassenstrich zu landen. Ich meine natürlich zu parken. Und Leute…, ich weiss von was ich im Nachhinein hier noch schwitze.
LG rolf
Bayrische Wiesenkultur
Einmal im Jahr - will er geniessen.
Drum geht der Bayer, auf seine Wiesen.
In Seppelhose und Gamsbarthut,
trinkt er sich an, den ersten Mut.
Um 12 Uhr dann, der nächste Gang,
der bayrisch Mann, am Bratenstand.
Mit süßem Senf, und weißer Wurscht,
stillt er den Hunger, erhöht den Durscht.
So zwischen drei und kurz vor vier,
im Wiesenzelt das zehnte Bier.
Bei Alpenband und Schellenklang,
der Kopf schon teigig,
der Bauch ganz krank.
So gegen sechs, die Stimmung toll,
der Bayer blass, am Ende voll.
Mit Schritten wie ein Elefant, die Hände tastend an der Wand,
erreicht er kläglich, aber froh,
zu guter Letzt das Bierzeltklo.
Nicht mehr ganz klar – doch kennt sich aus.
Was oben rein, muss unten raus.
Was Nierenspüllung nicht ganz schafft,
sucht sich nen Weg, mit letzter Kraft.
Die deutsche Eiche, aus tiefstem Bayern,
man sieht ihn spucken, und hört ihn reihern.
Die Äuglein - liebkosten grad das „Maß“,
vom Drücken schmal, am Rande nass.
Wie ein Iltis, nicht mehr ganz frisch,
zurück im Zelt, an seinem Tisch.
Ne Bretzel, Radi muss noch sein,
noch zwei drei Maß, dann geht´s erst Heim.
Und nächstes Jahr gibt´s keine Frage,
Kultur muss sein, auch Wiesentage.
LG rolf
Bayrische Wiesenkultur
Einmal im Jahr - will er geniessen.
Drum geht der Bayer, auf seine Wiesen.
In Seppelhose und Gamsbarthut,
trinkt er sich an, den ersten Mut.
Um 12 Uhr dann, der nächste Gang,
der bayrisch Mann, am Bratenstand.
Mit süßem Senf, und weißer Wurscht,
stillt er den Hunger, erhöht den Durscht.
So zwischen drei und kurz vor vier,
im Wiesenzelt das zehnte Bier.
Bei Alpenband und Schellenklang,
der Kopf schon teigig,
der Bauch ganz krank.
So gegen sechs, die Stimmung toll,
der Bayer blass, am Ende voll.
Mit Schritten wie ein Elefant, die Hände tastend an der Wand,
erreicht er kläglich, aber froh,
zu guter Letzt das Bierzeltklo.
Nicht mehr ganz klar – doch kennt sich aus.
Was oben rein, muss unten raus.
Was Nierenspüllung nicht ganz schafft,
sucht sich nen Weg, mit letzter Kraft.
Die deutsche Eiche, aus tiefstem Bayern,
man sieht ihn spucken, und hört ihn reihern.
Die Äuglein - liebkosten grad das „Maß“,
vom Drücken schmal, am Rande nass.
Wie ein Iltis, nicht mehr ganz frisch,
zurück im Zelt, an seinem Tisch.
Ne Bretzel, Radi muss noch sein,
noch zwei drei Maß, dann geht´s erst Heim.
Und nächstes Jahr gibt´s keine Frage,
Kultur muss sein, auch Wiesentage.
Mittwoch, 2. September 2009
Au-pair auf Schweizer Art
So. Nun ises wieder mal soweit. Wie versprochen heute nun eine „kleine“ Zusammenfassung von dem was „wirklich“ am Wochenende hier so passierte. Manche Männer kaufen sich ja ihre Frauen oder entsprechendes „Dienstpersonal“ aus dem Katalog ein. Manche hingegen bringen selbige dienstbaren Geister ja auch gleich aus ihrem Urlauberparadies, zumindest aus Thailand mit. Allerdings waren wir nicht im Urlaub, brauchten auch keine entsprechenden Küchenanimationsgeister, sondern wollten nur einmal schauen, wie sich eine angeschwemmte Italienerin als Au-pair Girli so machen würde. Frei nach dem alten germanischen Motto „Arbeit macht frei“, luden wir also blind aus dem Italienischem Telefonbuch heraus gesuchte Nummer ein. Wir riefen an und luden besagte Dame in unser „Arbeitslager für Erholung“ ein. Leute was war die Überraschung auf unserer Seite gross, als an Stelle einer Spagetti dampfenden Nahkampfmadrone, unsere kleine, zierliche, unscheinbar nach aussen liebe Froschheidi, auch mehr unter dem Namen Steffanie bekannt, am Donnerstag aus dem pünktlichem Zug entfleuchte. Nein, nein. Nicht ihr entfleuchte vor Freude etwas, sondern sie entstieg wie eine Froschkönigin gleich dem vorletztem Waggon. Ok. Ich schenke mir den Rest der Begrüssungszeremonie, lasse das Blasorchester und den roten Teppichmal beiseite und begebe mich auf kürzestem Weg gleich in den Bereich ihrer drei tägigen Wirkungsstelle. Genau. Die Küche.
Ich werde das natürlich in ihrem Arbeitszeugnis festhalten. Zumindest positiv erwähnen, dass sie wirklich und hier meine ich wirklich, nich einen einzigen Teller oder sonstiges Geschirrteil des Meissner Porzellans hat zu Bruch kommen lassen. Auch fehlt kein einziges Stückchen vom 125 teiligem Silberbesteck. Ja selbst die Weinpokale aus echtem Bergkristall, erstrahlen wie neu. Ich habe immer rein gespuckt beim polieren. Keine Ahnung wie sie es schaffte. Sieht aber echt gut aus.
Jedenfalls machte sie ihre Sache prächtig, maulte auch nicht über das ungewohnte Essen und trank jeden Tag immer schön brav ihre 12 Tassen Nespresso. Also Leute. Mit so einer „Dienstmarke“ könnt ihr vollstens zufrieden sein. Kann ich jedem nur empfehlen.
Am Freitag bestand ihr Wunsch wenigstens einen Buchladen mal von innen sehen zu dürfen. Das war für mich der sich mit Buchläden ja nicht auskennt, eine schwere Herausforderung. Zumal Thun für alle Deutschitaliener die endlich das Lesen und Schreiben erlernen wollen, gleich einige davon bereit hält. Also wo am besten Anfangen? Richtig. Auf dem Thuner Schloss. Hatte zwar mit Buchladen nichts zu tun, aber lag schön weit oben und man hatte eine sehr gute Aussicht über das Thuner Stadtanwesen und die „anstossende“ Bergregionen. Ausserdem konnte unser lieber Gast auch gleich einmal sehen wie man früher lebte, um es mit dem Heute zu vergleichen. Ich denke mal, dass es da an manchen Orten der Welt gar keine Unterschiede gibt. Nachdem „ich“ also einmal die tausend und eine Stufe nach oben und wieder runter hechelte, standen wir vor ersten besagten Laden, indem, so verriet ich ihr, es wirklich noch Dokumente in gedruckter Version gab. Also Bücher. Aus diesem Grund auch Buchladen genannt. Also ich gab mir wirklich die grösste Mühe alles schön deutlich und verständlich zu beschreiben. Oder besser gesagt zu „artikulieren“. Sie lernte schnell das Mädel aus dem froschigem Süden.
Aus diesem Grunde beschlossen die Chefin und ihr… also ich, auch etwas für die Weiterbildung und Kultur, für dieses arme Ding aus dem tiefsten Süden der Provinz Italien, zu ermöglichen. Was wäre da nicht besser, als an die Wurzel des ganzen Übels zu fahren, um zu schauen wie vielleicht alles mal anfing? Genau. Wir fuhren also am Samstag in die alte Hauptstadt Bern. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sich unsere kleene Froschkönigin gefreut hatte. Moment…kleiner Tritt, ich höre keine Freude….jaaaa. Also, sie freute sich, Doris freute sich und ich „schlich“ den beiden mich an. Es ist ja nicht so, dass sie kein Wort Deutsch verstehen würde. Nein, nein. Im Gegenteil. Sie lernte sehr schnell. Z.B. Hunger, Essen, Kaffee haben wollen, gingen ihr alsbald sehr schnell von den Lippen. Selbst grammatikalisch solch schweren Sätze wie:“..ich muss mal…“ kamen am Ende ganz spontan und fliessend aus ihren Mundwerkzeug. Genau so war es und wir alle drei freuten uns am Ende doch noch, als wir etwas müde und geschafft wieder zu Hause waren. Dabei hatte ich ja noch ein kleines Attentat auf ihre erzultrastarke „katholische“ Seele vor. Vielleicht nicht jeder Manns Geschmack, aber die Karten waren nun einmal schon vorhanden. Ich rede hier vom Musical, bzw. von der Rockoper „Jesus Christ Superstar“. Na gut. Für einen Rock, war es doch schon etwas frisch, zumal die Vorstellung ja auch direkt auf einem See stattfand und erst gegen 22 Uhr zu Ende war. Unsere Sonnenwärme verwöhnte Froschkönigin aus dem Teich von Neapel, tat mir schon etwas leid. Nee ehrlich. Aber wir verschoben die anstehenden Diskussionen auf das geschützte Heim und zogen über die Juden, Herodes und dem ganzen restlichem Gesockse gemeinsam bei einem Schlückchen Wein her. Na ja. Am Sonntag schleiften wir sie als Dankeschön, dass sie schon alleine auf die Toilette gehen konnte, auf irgend eine Berghütte zu einem entsprechendem Bauernfrühstück unter freiem Himmel. Da ich ja nicht unbedingt und so auf die gerade und gedachte Linie zwischen Bauchnabel und Kinn achten muss, lies ich mir den Speck, die Eier, den Schinken, den Käse und natürlich den Sekt vorzüglich schmecken. Unsere kleine Froschprinzessin war dermassen über die kulinarische Artenvielfalt in der hiesigen Bergregion wahrscheinlich verwundert, dass sie sich „nur“ mit ein paar Früchtchen zufrieden gab. Jedem das seine dachte ich mir und holte mir an ihrer Stelle entsprechenden Nachschub. Leute. Essen kann hungrig machen. Das glaubt mir eh keiner. Am Ende war aber auch jener Ausflug und unser freundschaftliches Experiment leider auch am Ende. Jedenfalls fiel am Abend jedem der Abschied wirklich schwer. Vor allem aber wahrscheinlich unserem Rüden dem Timmy. Er war der einzige, der die „Ohrenmassagen“ in voller Hingabe bis zum sprichwörtlichem Umfallen genoss….die olle Ratte.
So liebe Steff. Habe ich was vergessen? Dann korrigiere mich bitte ja nicht. Danke dir noch einmal an dieser Stelle für deinen wunderschönen Besuch. Es hatte nicht nur Spass gemacht, sondern ich denke wir konnten auch etwas lachen und gemeinsam erleben. Bis zum nächsten Mal.
r.g.belle
Dienstag, 1. September 2009
Das verflixte Dütsch
Nabend und so miteinander. Ein paar Tage war es hier etwas ruhig. Damit aber dieser Blog nicht noch mehr Staub ansetzt, möchte ich heute mit einer kleinen Einstimmungsgeschichte, welche auch als Witz durch gehen kann hier weiter machen. Beim genauerem Hin lesen“, werdet ihr feststellen, dass der Typ eventuell wieder einmal zu tief in die Portweinflasche „geluuckt“ haben könnte. Aber zur Beruhigung aller Tier – und sonstigen Bergfreunde sei hiermit versichert, dass ich zwar nicht mehr ganz im Besitz des Inhaltes der ehemals vollen Kaffeetasse bin, aber dafür „Stocknüchtern“. Ich möchte euch nur wieder langsam „warm“ darauf einstimmen, was diese Woche auf euch unter anderem zukommen könnte. Nämlich mit Schweiz für Deutsche und deren Nichtverstehens. Anbei noch ein kleiner Hinweis in eigener und etwas unpersönlicher Sache. Dieses Wochenende hatten wir hier in Thun eine Abordnung der süditalienischen Calamari Camorra zu Besuch. Wer mehr davon erfahren möchte, lese am besten hier….., hier ….., oder morgen bei mir hier.
Den nachfolgenden Geschichtenwitz habe ich aus „Es isch Zyt!“ von Margit Schneider Flückiger entnommen. Dieser Text dient zu keinem Werbezweck, darf nicht kopiert werden und wurde nur zur sprachlichen Verständigung zwischen Bärndütschi und den unwissenden Lesern aus dem „grossem Kanton“ DE verwendet. Also viel Spass beim Zunge entwirren und vielleicht auch beim verständigem Lesen.
LG rolf
Das verflixte Dütsch
D Frou Flüeme, di jungi Lehrere vo der Ungerschueu im Gotthäuf-Schueuhuus,steit mit ere grosse Bygi Heft vor der Klass u redt mit de Schüeler über di letschthin geschriebene Ufsätz. Das heisst, si list gueti Ufsätzli vor, bespricht mit ne Fähöer, lobt, kritisiert, was äbe grad nötig isch.
Jo, üses Dütsch isch haut e schwäri Sprach! Vor auem d Grammatik! U drum hei scho di chlyne Chnöpf müesse ynelige u brav lehre. Vor auem die, wo de im näschte Früelig i d Sek möchte. Drum erklärt d Frou Flüeme zum Byspiiu, dass me Wörtli, wo „der“, „die“, oder „das“ dervor stöngi, gäng gross schrybi. Auso äbe: au das Guete, das schöne Heft „usw.“, „guet“ u „schön“ chlyn schrybi, wiu’s hie äbe Eigeschaftswörtli sygi. Si her viiu verschideni Fähler besproche u isch uf viiu verschideni Schrybproblem yggange. Aber wi’s so isch ire Klass, für di einte isch aues zum Teeu längwylig u z liecht, u angeri sy de scho wider fasch überforderet. So ömu ou der Pierre. Ihm sy Mueter isch e Französin, u so isch är zwöisprachig ufgwachse. Ob desswäge, oder überhoupt, im Dütsch het är eifach grossi Müei. Ou i däm Ufsätzli het er wider viiu Fähler gmacht u es fürchterlechs Gstürm mit de Zyte gha! Drum het de Frou Flüeme probiert, em Pierre mit viiu Geduld no Verschidenes klarzmache. Mit aune mügleche Byspiiu het si ihm zeigt, wi me’s rächt schrybt u weli Zyt me wo bruucht.
„Pierre“, het si ne gfrogt, „was isch das für ne Zyt, we du schrybsch <> Auso äbe zum Byspiiu <>. Chasch mer das säge?“
Der Pierre het nid lang gstudiert, är het d Lehrere aagestrahlet u gmeint:“ Das mues äuwä am samschtig am Oobe sy!“
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Schweizer Wortschätze
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