Donnerstag, 28. Juli 2011

Strohwitwer für 3 Tage

Tja. Mann kommt gegen 21 Uhr nach Hause. Alles dunkel und leer, keiner da. Nicht einmal der Hund wedelt freudestrahlend mit seinem "Wedel". Irgend wie komme ich mir wie "Rolf alleine zu Hause" Teil 1 vor. Also gut. Der Tag war anstrengend genug. Nun stellt sich die Frage,: "was macht Mann, wenn er fast 3 Tage alleine zu Hause ist?"

- Kumpels einladen zu einem zünftigen Pockerabend. So mit allem Drum und Dran.....?
Leeeuuuuteeee.... . Man spielt hier höchstens "Jass". Mehr sacht de Isch nisch dazu. Also ihr dürft noch Mal raten.

- Billiard mit ner Rockergang und dem King zum Schluss das Cue in den Hintern bis zum "dicken Ende" einparken?
Och mannnnn. De Isch is doch och keine 13 mehr, wo er die hundert Meter schneller lief als so ein Furtz sich das Cue hätte wieder raus operieren lassen können. Alsooo  neeeee.... .

- Bowling?
Könnte ich auch wieder Mal. Bin sogar echt gut dabei. Aber alleine....? Nee. Och nisch. Also noch einmal lasse ich euch raten. Und ich sach gleich, es hat nüscht mit Kneipe und so zu tun.

 Wie...?

- Besuch bei ner Hausfreundin?
Also nune wirds langsam albern und schräg hier. Leuuutschen. Was is mit euch los? Habt ihr echt keine Fantasie, was ein Mann der für fast 3 Tage Strohwitwer ist und in fast ein paar Monaten kein "UFÜ" mehr sein wird sonst noch alles schöne machen könnte.

- Endlich Mal Aufräumen... ?
Hört uff. Es hat keinen Sinn heute mit euch. Ihr denkt mir alle zu empirisch. Ich werde es euch also verraten.

De Isch hat sich 1 Kilo Tomaten, 1 Kilo Zwiebeln, und ein paar grüne Oliven besorgt. Und jetzt kommts. De Isch macht sich heute nach einem geheimen, nur von mir herstellbarem Rezept einen Salat, im Mischungsverhältnis 1:1:1:2 .

Das heist im Klartext. Heute ist keiner da, welcher etwas gegen meinen Tomatenzwiebelsalat einwenden könnte und ich muss das zu erwartende Resultat, nicht wieder auf den armen Hund Timmy schieben.

Also 1 Kilo Tomaten und ein Kilo Zwiebeln schön zerkleinern, entsprechende geheime Würzmischung mit Balsamicoessig und etwas Öl abschmecken und ca. ne halbe Stunde vor sich hin "faulen"  lassen. In der Zwischenzeit 1 Olive auf zwei Glas Wermut. Ja nicht geschüttelt, sondern nur den "Oliver" darin ersaufen lassen und dann leicht etwas umrühren. So wie Rolf Bond das auch immer vielleicht machen würde. Dabei ja nicht den Salat aus den Augen verlieren. Nicht das die Tomaten am Ende aus der Schüssel wegen den Zwiebeln abhauen wollen. Nach ner halben Stunde oder so, den Fernseher anmachen, die Riesenschüssel vor sich hinstellen und die fast leere Flasche Wermut auf die linke Seite, die Oliven auf die rechte Seite stellen. Euronews schauen und dabei in Ruhe und mit Genuss die ganze Schale weg putzen. Niemandem etwas übrig lassen müssen, kein schlechtes Gewissen wegen dem geöffnetem Fenster heute Nacht haben müssen und so. Keinen Spruch hören müssen:"...es modere hier aber stark...". Einfach mit Genuss jene Strohwitwergesundheitsmischung in sich rein schieben.
Aber nicht das Mischungsverhältnis vergessen. 1 Olive auf 2 Glas Wermut.

Wünsche euch allen da draussen einen guten Start in den Rest der Woche und Morgen etwas besseres Wetter. De Isch geht jetzt auch genüsslich, das Bettlaken "glätten". Muss ja am Samstag eh wieder gewechselt werden. Warum ist es auch Bettlaken geworden. Hätte ja auch ein Teppich werden können.

Gutes Nächtle euch allen. :D

rolf

Samstag, 23. Juli 2011

Wochenenddilemma

Endlich Wochenende.
Und da Morgen für mich nicht Sonntag, sondern Samstag ist, wird der Sonntag der Montag sein. Da aber an "meinem" Samstag kein Laden aufhat und ich all die Sachen nicht machen kann, welche man normal am Samstag machen würde - z.B. Rasen mähen und dergleichen mehr - , da ja wie gesagt eigentlich Sonntag ist, werde ich also das alles auf Montag verlegen müssen...... .
Geht aber auch wieder nicht, da ja der Montag mein Sonntag ist und an einem Sonntag man ja nicht "Arbeiten" sollte und keinen Krach machen darf., er, also der Sonntag zur Erholung da sein sollte. Oder für die Familie.
Also am Montag dann ebend, welcher wiederum für mich am Dienstag wäre. Aber am Dienstag muss ich ja wieder Schaffen gehen, weil da für mich die Arbeitswoche wie an einem Montag anfängt. Ein Teufelskreis....

Wünsche aber dennoch allen, egal welcher Tag Morgen und Übermorgen für euch nicht sein sollte, ein entsprechendes Restwochenende. Es geht ja immer weiter..... irgendwie.


rolf

Freitag, 22. Juli 2011

Danksagung

Warum schreibe ich manchmal Sachen in meinem Blog, die eigentlich nicht nur eine Zumutung für den Lesenden vielleicht darstellen könnte, sondern auch oft über viele krumme Schachtelsätze, mehr als nur einen Blick in mein Inneres zulassen. Jedenfalls wenn ich es zulasse und man zwischen den Zeilen auch zu lesen versteht. Aber es ist keine Selbstdarstellung, sondern eher eine Art von emotionalen Ventil. Nicht die Art der Mitteilung selber, sondern viel mehr dies als Plattform der Komunikation und gedanklichen Austausches vielleicht mit "Gleichgesindel" zu nutzen.


Heute war nun so ein Tag, an dem man zum Glück nicht im Mittelpunkt stand, aber dennoch das Gefühl zum Teil nicht los bekam, selbiges doch zu sein. Nein. Nicht falsch verstehen. Es ging um die feierliche Danksagung. Es wurden sehr viele emotionale und gefühlsvolle Gespräche unter den Trauergästen anschliesend geführt. Alle hatten entsprechende Berührungspunkte im Leben mit ihm, waren Freunde, Bekannte, Kollegen, oder sonstige Wegbegleiter von Xeno. Jeder wusste auf seine Art etwas über den verstorbenen zu berichten. Es waren mehr wie nur Episoden, oder Dankesreden. Schon garnicht nur aus falsch verstandener Höflichkeit den Hinterbliebenen gegenüber. Man spürte eine Herzlichkeit, Wärme und dennoch Trauer, welche ich so auf diese Art noch nie zu spüren bekommen hatte.

Für mich war persönlich am eindrücklichsten jener Moment, als Doris einen kurzen, aber sehr nahe gehenden Lebenslauf ihres Vaters, vor der Trauergemeinde vorlas.
Es waren Emotionen und Gefühl, viel Wärme und Liebe, die wie Nebelschleier durch die kleine Kapelle schwebten, um sich ganz fest und Tief in den Herzen der Trauergemeinde wie ein Blumenteppich nieder zu lassen.Und es lag und liegt nun an jedem selber, für sich die schönsten Blumen und Momente davon zu bewahren, oder zu pflücken.
Eine schönere Danksagung glaube ich, kann sich ein Vater von seinen Kindern am Ende nicht wünschen.

Es wird sicherlich noch eine Weile brauchen, dies nicht nur zu verarbeiten, sondern auch am Ende richtig zu begreifen. Es ist alles noch so frisch. Aber jeder wird mit solch einer Situation anders umgehen können und auch müssen. Am Ende geht das Leben auch für uns alle mehr oder weniger weiter.

Danke

robe

Montag, 18. Juli 2011

Merci

Es gibt manchmal Momente im Leben, da kann man es nicht fassen und die Tränen suchen sich wie von selbst den Weg in die Freiheit. Es überkommt einen das Gefühl von Hilflosigkeit und tiefer Trauer, vielleicht auch ein wenig Wut gegenüber jener Machtlosigkeit. 

Und dann sieht man ein erlöstes und ruhiges Gesicht vor sich, wie im Schlaf leicht entspannt liegen und kann es trotzdem noch nicht fassen. Es dauert eine Weile, bis man diesen Umstand realisiert und noch etwas länger, bis man es auch akzeptiert. Aber verstehen?

Das Leben ist etwas wunderschönes bis kraftvolles. Es gibt Momente des Glückes, der Freude, des Leides und der Trauer. Doch auch wie bei einer Kerze, erlischt einmal der Lebensdocht für immer, verklimmt der letzte kleine Funke im Menschen, hört das Herz für immer auf zu schlagen. So wie bei dir lieber Xeno.

Du hast in deinen 88 Lebensjahren genug davon durchleben dürfen, warst auch entsprechend immer bereit für andere mit zu sorgen. Deine Familie, voran deine Frau und deine Kinder, waren für dich immer der Mittelpunkt deines fühlens, handelns und denkens. Auch wenn es nicht immer leicht war, so warst du doch immer für sie da, so wie sich dich nun auch, auf dem letzten Lebensabschnitt begleiteten, sich um dich sorgten.

Ich danke Dir auch, dass ich die Ehre und das Vergnügen hatte, einen Brückenbauer fürs Leben der besonderen Art kennen gelernt haben zu dürfen.

Merci     Hans


r.g.belle

Freitag, 15. Juli 2011

"Frei"- tag

Ich habe heute von der Hauschefin einfach so einen freien Tag "geschenkt" bekommen. Sie steht, oder sitzt :D , heute den ganzen Tag im Berner "Münsterkeller". Eigentlich hätte und habe ich hier wirklich noch soviel zu tun und zu erledigen. Weis echt nicht wo und wie ich anfangen soll und könnte. Zumal auch so wunderschönes Wetter draussen ist und der Rasen eine neue Frisur auch wieder nötig hätte. Jedenfalls werde ich laufend von entsprechenden "Määääähhhhh" - geräuschen aus der Nachbarschaft daran erinnert.  Und hier auf dem Schtreibtisch liegen auch noch ein paar unerledigte Sachen rum. Bin im Augenblick aber sowas von "müde"....
Habe dennoch ein schlechtes Gewissen gegenüber der Hauschefin. Sie schwitzt wahrscheinlich Blut und "grosse" Frankenscheine in Bern und ich.... ?
Aber ich war wenigstens heute Mittag schon Einkaufen und habe die "Nachbarin" sogar anschliessend freundlich gegrüsst. Man das war vielleicht ne Überwindung, aber am Ende auch ne gute Tat. Also ich meine jetzt diese aufgesetzte Freundlichkeit.

Jetzt Mal ehrlich. Reicht nicht wenigstens eine gute Tat am Tag? Man soll es ja auch nicht damit übertreiben. Oder? ;-) Also werde ich mich doch ein kleines wenigstens halbes Stündchen oder so Mal mit meinen zwei innerlichen Egos unterhalten.... gehen. ;-)

Euch da draussen noch einen gelungenen Start ins neue Wochenende. Egal ob ihr gerade Urlaub habt, oder wieder ackern müsst, oder euer "Konzert" ins "Wasser" fallen sollte. :D

rolf

Samstag, 9. Juli 2011

Eröffnung

Sooooooo........


Nun ist es endlich nicht nur geschafft, sondern auch vollbracht. Die Vitrine steht nicht nur komplett in Bern, sondern öffnete gestern pünktlich um 10 Uhr am Morgen die "Klappen". Aber bis es so weit war..... . Kurzer Rückblick.

10. Mai 2011.

Die Hauschefin findet im Internet ein Mietangebot für ein kleines Ladenlokal in der Berner Altsttadt. Beim Münster und auch in einem Kellergeschoss, aber "süss" und bezahlbar. Allerdings komplett in Blau und auch sonst "leicht" sanierungsbedürftig. Gleich angerufen und Besichtigungstermin ausgemacht.

14. Mai 2011

Hauschefin und de Isch nach Bern und das Kellergewölbe besichtigt und bestaunt. Im Gedanken "schon" diverse Änderungen und Sanierung inkl. Einrichtung geplant. Geschäftsidee, bzw. Vorhaben "präsentiert", Bewerbungsunterlagen erhalten, gleich ausgefüllt und abgegeben.

16. Mai 2011

Obwohl wir die "letzten" ( eigentlich schon über dem Vergabetermin ) waren, Zusage erhalten.

17. bis 19. Mai 2011

Langsam Halsweh von den vielen Jubelschreien bis heute und Mietvertrag mit Vermieter unterzeichnet. Ganz "lieber" älterer Herr übrigens. Zusage erhalten zwecks Sanierung des Gewölbes, da Garantiefall. "Sollte" in 5 Tagen erledigt sein. :(

Die Angaben zwischen dem 19. Mai bis zum 14. Juni überspringe ich einfach, weil schon einmal über die Handwerker meinen Unmut hier angedeudet und komme gleich zum Entspurt. Dem Einräumen.

06. Juli 2011

Hauschefin wurde schon richtig "hippelig" zwecks Einräumen im Gewölbe. Also wurde endlich am Mittwoch angefangen all das wieder aus zu packen, was sie vorher ganz "alleine" in liebevoller Kleinarbeit in Thun erst verpackt und registriert hatte.

07. Juli 2011

20:45 Uhr sah es im Keller noch viel schlimmer als vorher aus. Überall Kisten, Verpackungen, Material, Werkzeug usw. . keiner von uns sah ein Endde in Sicht, oder glaubte das es fertig werden würde. Aber es musste und wurde nicht nur fertig, sondern auch spät. Gegen 00:00 Uhr gings zurück nach Thun und de Isch anschliessend noch bis kurz vor 2 Uhr das Eingangsschild fertig gemacht. Ich war es hinterher auch.

08. Juli 2011.

Ganz schlecht geschlafen, weil fast garnicht. Zu aufgeregt.  Die restlichen Sachen noch schnell verladen und ab nach Bern zur Ladenöffnung. Die Hauschefin musste diesmal fahren, weil de Isch das "schönste" Stück nicht verpacken wollte, sondern die ganze Zeit während der Fahrt in der Hand halten musste. Und für alle die gedanklich ähnlich ticken sollten wie ich, ich meine mit dem "schönsten" Stück diesmal eine wirklich einmalige Glaskunstarbeit.




Jedenfalls wurde "pünktlich" um 10 Uhr Berner Geschäftszeit geöffnet. Und nicht nur der Eingang, sondern auch die "erste" Pulle Sekt. :D Schliesslich mussten die Hauschefin und ich uns selber nicht nur Mut machen, sondern auch erst einmal "Frühstücken". :)  Wir haben es trotz vieler Schwierigkeiten und grauer Haare, vorallem bei mir :) , geschafft. An dieser Stelle noch einmal und ganz "privat"....

"...liebe Dodo Dankeschön für deine Hilfe, ohne die das hier alles erst garnicht möglich gewesen wäre. ;-) ...."

Weiter.

Bis ca. 11:30 Uhr tat sich gar nüscht und ich fummelte schon "vernös" werdent, an der zweiten Flasche Sekt. Mir wurde echt beim Gedanken das niemand kommen könnte und ich nun die ganzen Batterien an Flaschen selber "entleeren" müsste richtig und schön "schlecht. :) Doris hätte zwar einen Riesenstraus Rosen dann gehabt, aber ich einen mörderischen "Muscato" im Kopf.

Und dann hörte ich auf einmal eine sehr vertraute "Sprache"  dem Eingangsbereich sich nähern. Und die ersten Kunden kamen langsam die Treppe herunter. Waschechte "Ossis", der Gattung Homo Halb Sachsennuns. Also Analdiner um genau zu sein. Das konnte es wirklich nicht geben. Unsere erste Kundschaft "Halbsachsen" und auch noch aus Berlin wie wir erfuhren. De Isch war hin und weg. Also wenn das kein gutes Zeichen ist und war, weis ich nicht. :)

Jedenfalls ging alles sehr gut. Die Eröffnung, der gestrige Tag und auch heute der "Markttag" in der Münstergasse. Ich will euch nun auch nicht weiter mit entsprechenden Einzelheiten hier langweilen. Reicht eh schon. Wünsche allen Leserinnen und Lesern dieser Seite noch ein wunderschönes Wochenende. Und wer weis, vielleicht werden wir uns ja auch irgend wann einmal in der Münstergasse treffen? ;-)

rolf





Waldglastischvariante




































Euch allen noch ein wunderschönes Restwochenende.