Sonntag, 6. November 2011

Raclett oder Fondue steht hier nicht zur Frage...

... das möchte ich gleich vorweg schicken.


Neulich beim De Isch im allerheiligstem Arbeitsbereich, gegen 24:15 Uhr.
De Isch zur Hauschefin:"Schlaf gut mein Schatz, träum was schönes. Kann auch  ruhig von mir sein."
Hauschefin schon leicht träge schläfrig und mit sich selbst beschäftigt:"...mach ich.  Du auch..."
Ich  verkroch mich also nun, da alles wichtigwe gesagt war, in meine Kuscheldecke und wälzte mich in meine Lieblingseinschlafstellung. In freudiger Erwartung auf meinen "Traumbus" versuchte ich mir die Zeit zu vertreiben, indem ich mich mit extentiellen Fragen beschäftigte, wie z.B.:"ist eine Fähre auch wirklich fair, wenn sie fährt?
Noch so ganz in wissenschaftlicher Denkphase vertieft, höre ich aus dem Hintergrund meiner Traumbewusstseinsebene eine weibliche Stimme

"Hast du deine Schuhe raus gestellt?"
Bitte?
"Hast du deine Schuhe vor die Tür gestellt",wiederholte die Stimme aus dem Irgendwo.
Ich realisierte das diese Frage an mich gerichtet war und von der Hauschefin höchstpersönlich stammte. Allerdings verstand ich den Zusammenhang zu meinem wissenschafltlichem Denkproblem nicht. Ausserdem sollte man einem leicht graumilierten, blonden Mann um diese Zeit nicht mit solch komplizierten Fragen, überanstrengen. Also versuchte ich nähere Informationen zu erzielen, indem ich eine Gegenfrage in das Schlafzimmer stellte.
"Ist denn Morgen schon Nicolausi?"

Die Hauschefin kannst du mit solchen Fragen allerdings nicht aus der mitternächtlichen Schlafruhe bringen.
"Riechst du das nicht"? Ihre Frage verwirrt mich schon etwas. Was soll ich denn bitteschön etwas nicht riechen, was ich nicht riechen kann?
Vielleicht sollte ich anmerken, dass die meisten Frauen zwar keine "Hundeschnauze" haben, aber ihr Riechorgan dem eines Hundes ziemlich nahe kommt. Weniger was das Aussehen betrifft, als viel mehr die Fähigkeit zwischen hunderten Geruchsmöglichkeiten, doch das falsche Parfüm am Morgen zu wählen.
Egal wie. De Isch hatte jedenfalls um diese Zeit weder die Kraft, noch den Nerv sich auf tiefer schlürfende Gespräche, über Sinn und Unsinn von Gerüchen einzulassen. Und so bewegte ich meinen mittlerweile leicht angewärmtzen Hintern wieder aus dem Bett, um besagte Geruchsstörenfriede aus dem nasalem Einzugsbereich der Hauschefin zu befördern.

Sieben Schritte in absoluter Dunkelheit über knarrende  "Schiffsdielen", leicht schwankend bis zum Ausgangsbereich und die Sache wäre erledigt gewesen.Was mir auf diesem Weg da hätte alles passieren können.
Nachdem ich mich nicht nur von besagten Geruchslatschern getrennt hatte, sondern sogar noch eine Tiefenreinigung zumindest der Daumen und Zeigefinger unterzog, schlich ich barfüssig zurück zu meiner Schlafmulde. In der Hoffnung, dass der Traumbus an der Haltstelle mit laufendem Motor noch auf mich warten würde, kuschelte ich mich zurück in meine Decke. Ein kurzer Lauschangriff auf die andere Seite der Schlafstelle überzeugte mich, dass die Hauschefin nun auch irgendwo mit Morpheus unterwegs war. Jedenfalls hörte ich ein gleichmässiges Rascheln der Lungenflügel.
Also beschloss ich endlich in den Bus einzusteigen, um mich von ihm an die schönsten Traumorte die sich je ein Mensch nur erträumen konnte, entführen zu lassen.
Die linke Hand schon am Türgriff, hörte ich aus weiter Ferne eine Stimme.....

"Hier riecht es immer noch. Sind es am Ende doch deine Füsse?"
Also ehrlich. Glaubt die Hauschefin im Ernst, dass der Bussfahrer hier wegen solch einer Nichtigkeit von Muffelfüssen ewig auf mich warten wird? Sie sollte doch selber wissen wie schwer es heutzutage ist gute und qualifizierte Leute zu bekommen. Denkt sie der Typ vom Traumbus gehört zur überbezahlten Seite seiner Gilde?

Ach ja. Und ehe ich es vergesse. Euch allen noch einen wunderschönen Restsonntag.

ro


Und da stand er. Mein

Kommentare:

  1. Und Rolf, waren es die Füße? :-)

    Mal liebe Grüßchen da lass ;-)

    lg Silvi

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