Dienstag, 25. Oktober 2011

Hilfe

Eigentlich sollte ja hier nun etwas erfreulicheres, zumindest aber etwas entspannenderes stehen. De Isch hat ja auch nach so langer Zeit eigentlich auch einiges zu erzählen und zu berichten. Aber irgend wie passt das alles nicht in die momentane allgemeine Situatuion. Und ich meine das nicht nur auf die EU bezogen.

Mich macht das ganze "Gesülze" von Rettungsschirm und sonstigen Hilfsmassnahmen für die "armen " europäischern Entwicklungsländer langsam nicht nur wütend, sondern auch irgend wie krank. Ich frage mich ernsthaft, wie es solche Länder bis heute geschafft haben, solche Schuldenberge an zu häufen. Jeder Steuerzahler wäre nicht nur entsprechernd zur Rechenschaft gezogen wurden, er wäre wahrscheinlich sogar hinter Gitter gekommen. Aber das ist ja nur die eine Seite der entsprechenden Rettungsmassnahmen. Da sind da noch die "notleidenten" Banken der jeweiligen Länder.

Vor Jahren noch grossspurig sich eine Einmischung der jeweiligen Länder und Regierungen verbiedent, gaben sie mit vollen Händen "fremdes" Geld nicht nur aus, sondern verspekulierten es auch aufs feinste.  Die Anleger und Sparer, die dadurch oft um ihre letzten Ersparnisse gebracht wurden, sahen keine entsprechende Entschädigung, nicht einmal eine Entschuldigung. Wie auch. Die Banken hingegen zahlten dennoch weiter ihre gewohnten Bonis, verrechneten ihre Verluste mit der Steuer, oder schichteten sie einfach als Betriebsabschreibungen um. Und als das auch nichts mehr brachte, standen die Herrn Banker bei ihren Regierungen auf der Matte, damit ihnen der Staat wieder aus der "Scheisse" helfen kann. Aber nicht etwa als Bittsteller, sondern klar als "Forderung". So nach der Art, es gehe um Arbeitsplätze, den Finanzplatz im Land schlecht hin usw. . Die verantwortlichen wurden und werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Und wenn doch, wird ein entsprechendes "Bauernopfer" schnell gefunden und natürlich auch entsprechend "abgefunden". Mit Steuergeldern versteht sich.

Frau Otto und Herr Otto Normalbürger schauen allerdings in die Röhre, bekommen ihren Verlust, bzw. Einsatz nicht ersetzt, zahlen aber durch ihre Steuern die entsprechende "Bankenzeche". Jede Firma mit solch entsprechenden negativen Bilanzen, Verlusten, oder Schulden, müsste Insolvenz anmelden, würde gar zur  Rechenschaft und  Verantwortung gezogen. Aber wahrscheinlich liegt es auch an der Höhe der Schulden. Je grösser der Name und desen Imagoverlust, um so grösser die Wahrscheinlichkeit der Rettung. Jedenfaslls was die Banken und solch labile Wirtschaftsländer betrifft, wie z.B. Griechenland, oder Italien. Nur um einmal eine kleine Auswahl aus den Topten der EU Staaten namentlich zu benennen.
Und so dreht sich dieses Karussel, diese Spirale immer weiter und schneller. Der Unmut wird immer lauter und die Milliarden an Steuergeldern ect. fliessen weiter.... in dunkle Kanäle und Banktressore.

Hat sich jemand auch schon einmal gefragt, wo eigentlich all die Unsummen zur Schuldenregulierung herkommen? Bekanntermassen kann man ja nur so viel ausgeben, wie wirklich zur Verfügung steht. Oder man nimmt wieder Schulden auf. Aber das ist ja auch "nur" Geld, was eigentlich gar nicht vorhanden ist, vielleicht auch erst "gedruckt" werden muss.

Was gibt alleine der deutsche Staat jährlich für "Bankenunterstützung" aus und was wirklich für solche Nebensächlichkeiten wie Bildung, Gesundheitswesen, Forschung oder gar die Altersvorsorge ? Die tatsächlichen Zahlen im Verhältnis zu einen nichtproduktiven Bereich wie die Banken, ist nicht nur erschrekend, er macht Angst und depressiv. Es sagt aber auch viel über die wirklichen Motive und Drahtzieher in der entsprechenden politischen Regierung aus.

Aber die Damen und Herren Politiker lächeln in irgend welche Kameras, schütteln sich die Hände und versprechen Hilfe. In jeder Form. Allerdings verschwindet jene Hilfe am Ende wahrscheinlich eher wieder in andere Kanäle. Viel besser wäre es diesen Damen und Herren gleich am Eingang der Zusammenkünfte, nicht nur mit einem Fleischklopfer ein paar auf die Pfoten und das verlogene "Mundwerk" zu hauen, sondern auch gleich alle Kreditkarten, Fahrzeugschlüssel und sonstige Rolexuhren ab zu nehmen. Viel besser wäre es, wieder ein entsprechendes Leistungsprinzip ein zu führen und jeden entsprechend danach zu entlohnen. Das wäre vielleicht der erste Schritt zwar für keine gute zwischenmenschliche Annäherung, aber eine wenigstens ehrlicher und wahrscheinlich auch effektiver. Geht es an das "Privatgeld" dieser Personen, können sie sich auf einmal nicht nur  bewegen, sie würden auf einmal auch echte Lösungen finden, sich wirklich dafür einsetzen und sie umsetzen. Je länger dieses Schauspiel auf europäischer Bühne gespielt wird, um so mehr verlieren die Regierungen nicht nur an ihrer Glaubwürdigkeit, sondern auch an ihren Daseinsberechtigungen. Wobei das mit der Glaubwürdigkeit ich mir noch einmal überlegen sollte.

Und zum entsprechenden Abschluss, als Krönung so zu sagen, flattern dann auch noch  "Bettelanweisungen" für hungernde ins Haus, oder flimmern als Werbebotschaften über Bildschirme.  Es werden Menschen gezeigt, die wirklich nicht nur "Scheisse" aussehen, sondern deren Augen wirklich jeden Hoffnungsschimmer verloren haben. Es werden sich im Dreck verkrümmende, ausgehungerde Kinder "vorgeführt", um die sich ganze Mückenschwärme mehr zu interessieren scheinen, als die um das Wohlsein ihrer Banken interessierten Industrielännder. Es wird "dringenst" um jegliche Spende gebeten um diesem Elend zwar kein Ende zu bereiten, aber wenigstens jenen Betroffenen, eine gewisse Linderung zu verschaffen. Mit wenigstens 5 € im  Monat, so wird "glaubwürdig" versichert, kann Frau, oder gar Mann, einem Kind eine gewisse monatliche Überlebenschance gewähren. Dabei wird ein kindlicher, total ausgemerkelter Körper gezeigt und es schauen uns riesengrosse wässrige Augen hilfe suchend an. Mitleid pur. Wobei "aausgemerkelt" hioer auc h wiederum für etwas anderes stehen könnte.

Jetzt Bitte auch nicht falsch verstehen. Ich habe nichts gegen entsprechende Hilfe. Sie sollte aber sinnvoll sein und auch so ausgelegt, dass sie wirklich auch langfristig als solche erkennbar ist. Nur so viel dazu. Sinnvoll wäre einen langfristigen Plan zur entsprechenden Selbstversorgung der betreffenden zu finden und zu organisieren. Sinnvoll wäre es auch mit der Heuchelei in betreffenden Ländern auf zu hören und eine wirkliche Wirtschaftsstruktur auf zu bauen. Es gibt sicherlich noch tausende sinnvollere Gründe, als "nur" 5 € jeden Monat auf Jahre für immer mehr notleidente Menschen in Afrika zu spenden. Auch hier gibt es gewisse "politische" Spiralen.
Allerdings frage ich mich wiederrum, wieso gerade nur  auch Otto Normalmensch auf diese Mitleidsbotschaft angesprochen wird und nicht die gerade so grosszügig mit dem Geeld der Steuerzahler um sich werfenden Regierungen mit ins Boot hier geholt werden? Oder hat eine Regierung schon ihre Pflicht getan, wenn sie vielleicht jährlich ein paar Millionen zur Verfügung stellt, damit in Afrika ein Rohstoffkrieg weiter am Leben gehalten werden kann, oder konnte?Oder ist es sinnvoll Container voll mit Altlumpen, ausrangierten Elektrogeräten zu senden?
Ich bin wütend!!!!

Ihr seht also, es gibt wirklich nichts schönes zu berichten. Selbst das hiesige Wetter scheint sich der allgemeinen "Kriese" anpassen zu wollen. Aber für alle unter euch, die heute dennoch einmal kurz Lachen möchten, hier noch eine ganz private Mitteilung.
De Isch muss jetzt endlich wieder Arbeiten gehen.

Schöne Restzeit heute noch und das nächste Mal hoffentlich endlich wieder mit etwas erfreulichgerem.

euer rolf

Kommentare:

  1. Hallo Rolf, ich stimme Dir in allem zu. Ich selbst habe aber inzwischen aufgehört, über den Wahnsinn in der Welt nachzudenken...weil ich das alles nicht mehr ertragen kann und nicht depressiv werden will...

    Der Mensch als höheres und intelligentes Wesen? Darüber kann man nur lachen...
    Viel eher ist der Mensch dem Menschen ein Wolf - und das ist so, weil Besitzgier und religiöser Fanatismus jede Menschlichkeit töten...

    Da kann man nur versuchen, selbst menschlich zu bleiben, und das gelingt doch noch immer erstaunlich vielen Menschen.

    Lieber Rolf, hör auf, Dich zu härmen und solch ein Sorgenbeutel zu sein, du bekommst sonst noch Krebs.

    Trink lieber mal wieder eine Flasche Wein in aller Ruhe und denke daran, dass Du eines Tages sowieso sterben musst und Du Dich dann ganz umsonst gesorgt hast.

    Aber Du kannst natürlich auch versuchen, die Welt zu retten....

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  2. Hallo Sica.


    Ich habe mich im Laufe der Jahre von vielen Sachen trennen müssen. Lieben und weniger lieben DIngen. Ich habe im LAufe der JAhre auch "gelernt" mich nicht mehr über alles auf zu regen. Bringt ja am Ende eh nüscht. Schon wegen der Gesundheit, wie du so schön bemerktest. Allerdings gibt es Sachen, da schwillt mir immer noch der Kamm wie verrückt. Und dabei geht es nicht einmal unbedingt um Gerechtigkeit. Es ist die unverfrorene Frechheit und Gleichgültigkeit der Menschen und Politiker. Mit einer Selbstverständlichkeit wird der Bürger zum Sparen "gezwungen", damit die führende Riege weiterhin ihre Politik "treiben" kann. In der Hinsicht werde ich mich immer aufregen können, werde auch immer versuchen meine Möglichkeiten zu nutzen, um etwas dagegen machen zu können. Auch wenn es nur oftmals nur eine Beelanglosigkeit ist. Aber ich frage mich wirklich, welche Politiker überhaupt dazu in der LAge sind, es wirklich besser zu machen, die es schaffen das es wirklich wieder eine "Demokratie" geben könnte. Wer? :(

    rolf

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  3. Hallo Schuschan.


    Du willst wissen wo du deinen "Wilhelm" drunter setzen "darfst"...? Am besten unter meinen "Überweisungsscheck? :D Du brauchst bei mir auch keine Angst zu haben, dass ich dein Geld bei einer deutschen Bank anlegen würde. Bin doch nicht blöd. Lieber gebe ich es auch gleich wieder aus, oder bringe es zu einer "Schweizer" Bank. Natürlich nicht zur UBS. :) Also du kannst ruhig unter der Überweisung deine drei Kreuze machen. ;-)

    LG rolf

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