Donnerstag, 27. Oktober 2011

Krank

Ich bin krank. Na ja. Nicht richtig. Aber irgendwie doch. Ich habe allerdings kein Fieber, bin nicht erkältet oder ähnlich. Allerdings fühlt sich de Isch wie unter Drogen stehend. Na gut. Im Augenblick wie sitzend.

Also ich will euch nun nicht mein Krankenbild weiter schildern, aber euch auch nicht vorenthalten, wieso ich bei einer Verkehrskontrolle, wahrscheinlich mit Sicherheit auf Drogenmissbrauch kontrolliert wurden wäre.

Die letzen beiden Tage war ich also in Thun, um einige Sachen in unserer alten Heimstatt noch zu erledigen. Ein netter Mensch, nennen wir ihn der Einfachheit halber "Handwerker", treibt nun schon seit ein paar Wochen sein Unwesen im Thuner Haus. Er verlegt neue Bodenbelege, "beschmiert" Wände und Türen mit frischer Farbe und treibt wie gesagt noch andere Sachen dabei. Er hört den ganzen Tag "Musik".
Nicht das ich gegen Musik etwas habe, oder hätte. Im Gegenteil. Ich höre selber viel und gerne Musik. Und die aufmerksamen nicht zu "Endeleser" auf dieser Seite wissen auch, dass ich sogar eine ausgesprochene Vorliebe für klassische Musik haben "kann". Aber was der "alte Mann" auf der Thuner Hausbaustelle mir in den letzten beiden Tagen so zumutete, war mehr als eine Zumutung.
Es war Terror, Folter, seelische Grausamkeit, Verletzung der Menschenrechte und dergleichen mehr.

Selbst ich kann unter Umnständen sogenannte "Volksmusik" aus mindestens 10 Kilometern Entfernung einmal für 2 Minuten mir anhören. Aber das sollte und muss dann für die folgenden 10 JAhre auch schon reichen. Und dabei rede ich nicht einmal von Heino und den restlichen Schwachsinnmusikanten. Nein. Der liebe Handwerker muss ja auch noch ein Fan von Jodel und Blasmusik sein. Und das von früh 8 Uhr, bis zumindest seinem Feierabend. Um der Sache auch noch die entsprechende Krönung zu geben, ist es ein Satelitenradio, bei dem selbst in der scheinbar unmöglichsten Bereichsecke und Schweizer Breitengradempfindung, der "Musikempfang" 100% tig gut ist.

Und so wurden meine armen Ohren gefoldert, mein Hirnstamm im laufe der Zeit voll unter Drogen gesetzt. Selbst meine Drohung, dass ich ihm die Wahl der Waffen überlassen werde, wenn er nicht inerhalb der nächsten 5 Minuten mit der Katzenmusik aufhören würde, fruchtete nicht. Morddrohungen perlten an ihm wie Arbeitsschweiss ab. Ich war erschüttert, deprimiert und wehrlos. Schliesslich war er der Herr Handwerker, welcher zumindxest noch die nächsten 5 Tage "benötigt" wird.

Allerdings habe ich auch etwas dabei lernen, bzw. erkennen dürfen. Jodler können nämlich ( für eine Stammleserin....nämlich diesmal ohne H :D )  garnicht wirklich richtig singen. Wenn es so wäre, müssten, oder würden sie ja sonst nicht immer und ständig jodeln. Ausserdem hatte ich auch mehr das Gefühl, dass besagte Damen und Herren eh ihren Text nicht richtig und auswendig beherrschten. Jedenfalls wurden ganze "Liedpassagen durch laute und nasale Atemartikulationen improvisiert. Das hörte sich nicht nur "poplig" an, sondern immer wie:"...na na na naaaa naaaa usw...." Ich hoffe ihr wisst was ich selbst nicht verstehe, aber meine.
Auf alle Fälle hatte ich das Gefühl permanent die letzten beiden Tage nicht nur unter Reizstrom, sondern auch wie unter einem Drogenmix zu stehen.
Meine Augenflüssigkeit nahm proportional zum Liderzucken immer mehr zu. Die Pupillen vergrösserten sich unnatürlich und meine Füsse "fatschten" richtig vor lauter Schweissausbrüchen in den Arbeitsschuhen. Meine Hände zitterten bei jeder Jodelstrophe im Takt mit. Grauenvoll.

Wie gesagt.Wäre ich heute auf der Autobahn in eine entsprechende Kontrolle gekommen. hätten die Damen und Herrn Beamten wahrscheinlich das ganze Drogenüberprüfungsprogramm inkl.Blutentnahme an mir ausprobiert, ohne auch nur eine wirklche Spur von einem Rauschmittel zu finden. Vielleicht hätten sie sogar den Umstand meines Zustandes mir geglaubt, oder mich am Ende als Gemeingefährlich ein gestuft, und beim nächsten "Musikkantenstadel" abgeliefert.
So jedenfalls blieb mir dies wenigstens erspart und ich versuche nun nicht nur meine Ohren, sondern auch die restlichen Hirnwindungen, durch "normale" Musik durch zu spülen, auf einen normalen menschgenwürdigen Wert zu regulieren.
Sind ja vielleicht nur noch 5 Tage. ;-)

Euch aber schon ein mal vorab ein schönes WE und vergesst nicht, am Wochenende könnt ihr eine Stunde länger eure "Lieblingsmusik" hören, da die Uhren um eine Stunde zurück gestellt werden. Und in zwei Monaten ist Weihnachten dann auch endlich wieder vorbei. ;-)


rolf

Dienstag, 25. Oktober 2011

Hilfe

Eigentlich sollte ja hier nun etwas erfreulicheres, zumindest aber etwas entspannenderes stehen. De Isch hat ja auch nach so langer Zeit eigentlich auch einiges zu erzählen und zu berichten. Aber irgend wie passt das alles nicht in die momentane allgemeine Situatuion. Und ich meine das nicht nur auf die EU bezogen.

Mich macht das ganze "Gesülze" von Rettungsschirm und sonstigen Hilfsmassnahmen für die "armen " europäischern Entwicklungsländer langsam nicht nur wütend, sondern auch irgend wie krank. Ich frage mich ernsthaft, wie es solche Länder bis heute geschafft haben, solche Schuldenberge an zu häufen. Jeder Steuerzahler wäre nicht nur entsprechernd zur Rechenschaft gezogen wurden, er wäre wahrscheinlich sogar hinter Gitter gekommen. Aber das ist ja nur die eine Seite der entsprechenden Rettungsmassnahmen. Da sind da noch die "notleidenten" Banken der jeweiligen Länder.

Vor Jahren noch grossspurig sich eine Einmischung der jeweiligen Länder und Regierungen verbiedent, gaben sie mit vollen Händen "fremdes" Geld nicht nur aus, sondern verspekulierten es auch aufs feinste.  Die Anleger und Sparer, die dadurch oft um ihre letzten Ersparnisse gebracht wurden, sahen keine entsprechende Entschädigung, nicht einmal eine Entschuldigung. Wie auch. Die Banken hingegen zahlten dennoch weiter ihre gewohnten Bonis, verrechneten ihre Verluste mit der Steuer, oder schichteten sie einfach als Betriebsabschreibungen um. Und als das auch nichts mehr brachte, standen die Herrn Banker bei ihren Regierungen auf der Matte, damit ihnen der Staat wieder aus der "Scheisse" helfen kann. Aber nicht etwa als Bittsteller, sondern klar als "Forderung". So nach der Art, es gehe um Arbeitsplätze, den Finanzplatz im Land schlecht hin usw. . Die verantwortlichen wurden und werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Und wenn doch, wird ein entsprechendes "Bauernopfer" schnell gefunden und natürlich auch entsprechend "abgefunden". Mit Steuergeldern versteht sich.

Frau Otto und Herr Otto Normalbürger schauen allerdings in die Röhre, bekommen ihren Verlust, bzw. Einsatz nicht ersetzt, zahlen aber durch ihre Steuern die entsprechende "Bankenzeche". Jede Firma mit solch entsprechenden negativen Bilanzen, Verlusten, oder Schulden, müsste Insolvenz anmelden, würde gar zur  Rechenschaft und  Verantwortung gezogen. Aber wahrscheinlich liegt es auch an der Höhe der Schulden. Je grösser der Name und desen Imagoverlust, um so grösser die Wahrscheinlichkeit der Rettung. Jedenfaslls was die Banken und solch labile Wirtschaftsländer betrifft, wie z.B. Griechenland, oder Italien. Nur um einmal eine kleine Auswahl aus den Topten der EU Staaten namentlich zu benennen.
Und so dreht sich dieses Karussel, diese Spirale immer weiter und schneller. Der Unmut wird immer lauter und die Milliarden an Steuergeldern ect. fliessen weiter.... in dunkle Kanäle und Banktressore.

Hat sich jemand auch schon einmal gefragt, wo eigentlich all die Unsummen zur Schuldenregulierung herkommen? Bekanntermassen kann man ja nur so viel ausgeben, wie wirklich zur Verfügung steht. Oder man nimmt wieder Schulden auf. Aber das ist ja auch "nur" Geld, was eigentlich gar nicht vorhanden ist, vielleicht auch erst "gedruckt" werden muss.

Was gibt alleine der deutsche Staat jährlich für "Bankenunterstützung" aus und was wirklich für solche Nebensächlichkeiten wie Bildung, Gesundheitswesen, Forschung oder gar die Altersvorsorge ? Die tatsächlichen Zahlen im Verhältnis zu einen nichtproduktiven Bereich wie die Banken, ist nicht nur erschrekend, er macht Angst und depressiv. Es sagt aber auch viel über die wirklichen Motive und Drahtzieher in der entsprechenden politischen Regierung aus.

Aber die Damen und Herren Politiker lächeln in irgend welche Kameras, schütteln sich die Hände und versprechen Hilfe. In jeder Form. Allerdings verschwindet jene Hilfe am Ende wahrscheinlich eher wieder in andere Kanäle. Viel besser wäre es diesen Damen und Herren gleich am Eingang der Zusammenkünfte, nicht nur mit einem Fleischklopfer ein paar auf die Pfoten und das verlogene "Mundwerk" zu hauen, sondern auch gleich alle Kreditkarten, Fahrzeugschlüssel und sonstige Rolexuhren ab zu nehmen. Viel besser wäre es, wieder ein entsprechendes Leistungsprinzip ein zu führen und jeden entsprechend danach zu entlohnen. Das wäre vielleicht der erste Schritt zwar für keine gute zwischenmenschliche Annäherung, aber eine wenigstens ehrlicher und wahrscheinlich auch effektiver. Geht es an das "Privatgeld" dieser Personen, können sie sich auf einmal nicht nur  bewegen, sie würden auf einmal auch echte Lösungen finden, sich wirklich dafür einsetzen und sie umsetzen. Je länger dieses Schauspiel auf europäischer Bühne gespielt wird, um so mehr verlieren die Regierungen nicht nur an ihrer Glaubwürdigkeit, sondern auch an ihren Daseinsberechtigungen. Wobei das mit der Glaubwürdigkeit ich mir noch einmal überlegen sollte.

Und zum entsprechenden Abschluss, als Krönung so zu sagen, flattern dann auch noch  "Bettelanweisungen" für hungernde ins Haus, oder flimmern als Werbebotschaften über Bildschirme.  Es werden Menschen gezeigt, die wirklich nicht nur "Scheisse" aussehen, sondern deren Augen wirklich jeden Hoffnungsschimmer verloren haben. Es werden sich im Dreck verkrümmende, ausgehungerde Kinder "vorgeführt", um die sich ganze Mückenschwärme mehr zu interessieren scheinen, als die um das Wohlsein ihrer Banken interessierten Industrielännder. Es wird "dringenst" um jegliche Spende gebeten um diesem Elend zwar kein Ende zu bereiten, aber wenigstens jenen Betroffenen, eine gewisse Linderung zu verschaffen. Mit wenigstens 5 € im  Monat, so wird "glaubwürdig" versichert, kann Frau, oder gar Mann, einem Kind eine gewisse monatliche Überlebenschance gewähren. Dabei wird ein kindlicher, total ausgemerkelter Körper gezeigt und es schauen uns riesengrosse wässrige Augen hilfe suchend an. Mitleid pur. Wobei "aausgemerkelt" hioer auc h wiederum für etwas anderes stehen könnte.

Jetzt Bitte auch nicht falsch verstehen. Ich habe nichts gegen entsprechende Hilfe. Sie sollte aber sinnvoll sein und auch so ausgelegt, dass sie wirklich auch langfristig als solche erkennbar ist. Nur so viel dazu. Sinnvoll wäre einen langfristigen Plan zur entsprechenden Selbstversorgung der betreffenden zu finden und zu organisieren. Sinnvoll wäre es auch mit der Heuchelei in betreffenden Ländern auf zu hören und eine wirkliche Wirtschaftsstruktur auf zu bauen. Es gibt sicherlich noch tausende sinnvollere Gründe, als "nur" 5 € jeden Monat auf Jahre für immer mehr notleidente Menschen in Afrika zu spenden. Auch hier gibt es gewisse "politische" Spiralen.
Allerdings frage ich mich wiederrum, wieso gerade nur  auch Otto Normalmensch auf diese Mitleidsbotschaft angesprochen wird und nicht die gerade so grosszügig mit dem Geeld der Steuerzahler um sich werfenden Regierungen mit ins Boot hier geholt werden? Oder hat eine Regierung schon ihre Pflicht getan, wenn sie vielleicht jährlich ein paar Millionen zur Verfügung stellt, damit in Afrika ein Rohstoffkrieg weiter am Leben gehalten werden kann, oder konnte?Oder ist es sinnvoll Container voll mit Altlumpen, ausrangierten Elektrogeräten zu senden?
Ich bin wütend!!!!

Ihr seht also, es gibt wirklich nichts schönes zu berichten. Selbst das hiesige Wetter scheint sich der allgemeinen "Kriese" anpassen zu wollen. Aber für alle unter euch, die heute dennoch einmal kurz Lachen möchten, hier noch eine ganz private Mitteilung.
De Isch muss jetzt endlich wieder Arbeiten gehen.

Schöne Restzeit heute noch und das nächste Mal hoffentlich endlich wieder mit etwas erfreulichgerem.

euer rolf

Dienstag, 18. Oktober 2011

Fertisch.....

.... sind wir und ich vorallem noch nicht hier. Zu vieles gibt es noch zu tun, zu vieles liegt, bzw. wartet noch auf entsprechende Fertigstellung. Aber zumindest sind wir nun erst einmal mit einem Teil unserer "Persilkisten" hier gesund angekommen und die Hauschefin hat ihren Bereich auch schon arbeitsmässig voll in Beschlag genommen. Bei mir dauert es noch ein wenig, da der Herr "Isch" wieder seine Sonderwünsche anfertigen muss. Allerdings läuft gerade das nicht so ganz nach meinen Vorstellungen. Aber das wichrtigste und schönste von allen der letzten Tage.... wir sind endlich wieder am Puls der Welt angeschlossen. Wir haben wieder Internet und können endlich wieder entsprechend arbeiten., Mein Mailordner war kurz vorm Zuzammenbrechen. ;-) Na und richtig lesen werde ich nun auch wieder. Obwohl etwas schnüffeln konnte ich ja schon vor ein paar Tagen bei einigen von euch. :)
Natürlich werde ich auch wieder diese Seite etwas mehr und besser pflegen. Es könnte also demnächst ein etwas "ausführlicher" Bericht der letzten Wochen auf euch  zukommen. ;-)
Bis dahin dahin schliesse ich mich ohne Worte einer Weisheit an.
"Die beste Therapie gegen Burn out ist  organisiertes Ungehorseim....". Was das mit mir jetzt und zu tun hat? Nun ich organisiere mich jetzt, bin mir selber ungehorsam, verabschiede mich und gehe auch ins Bett. ;-)

Schöne Restwoche wünscht euch rolf