Sonntag, 12. September 2010

Trauer

Eigentlich wollte ich für eine gewisse Zeit meine Tätigkeit hier einstellen. Aber mich ereilte eine nicht zu begreifende Nachricht, die mich nicht nur in Fassungslosigkeit stürzte, sondern zu tiefst traurig stimmte.

Was ist und was bedeudet Liebe?

Für jeden von uns etwas anderes und doch das Selbe. Glück, Zufriedenheit, Geborgenheit, Lachen, Vertrauen, Zukunftspläne, Freud ja selbst manchmal auch eine Portion Leid gehören dazu.
Das alles symbolisierte Demian, um ihn geht es hierbei, in bester Art und Weise auf seinem Blog. Er lies jeden der es wollte und auch zulies, teilhaben an seiner Art der Lebensauffassung, an seinem Stückchen Glück. Mal charmant, aber bissig und manchmal sehr direkt aber nie verletzend.
Und genau im schönsten Augenblick seines Lebens, wird ihm das "wichtigste" und liebste auf dramatische Art und Weise genommen. Nichts, wirklich rein gar nichts kann diesen Schmerz und dieses Leid ersetzen.

Lieber Jörg.

Auf diese Art möchte ich dir noch einmal mein tiefempfundenes Beileid und Mitgefühl aussprechen. Mir ist auch bewusst, dass diese Worte des Trostes nicht das wieder geben können, was du im Augenblick durchmachst und an Schmerz empfindest. Ich weis auch wirklich im Augenblick nicht, wie ich dir nur helfen könnte, weil bei deinem Verlust dir niemand helfen kann. Aber du sollst wissen, wenn du irgend eine Art von Hilfe brauchst, dass du dich jeder Zeit an mich wenden kannst, ich dir helfen werde, soweit ich kann.

Ich möchte dir aber auch danken. Danken für den manchmal bis hart an die Grenze gehenden Ab und Austausch. Ich danke dir für die vielen erbaulichen und lustigen Momente, an denen ich bei dir teilnehmen durfte. Und ich danke dir vorallem für die entsprechenden Worte, welche du mir hast zukommen lassen, als ich in einer "ausweglosen" Situation gewesen war. Du hast mir sehr viel Mut gemacht und auch geholfen entsprechend zurück zu finden. Ich würde wenn möglich, wenigstens einen Teil desen dir wieder zurück geben.

In diesem Sinne lieber Jörg, gebe acht auf dich. Und wenn vielleicht die Zeit irgendwann dazu reif sein sollte und du in der Lage bist, melde dich einfach. Es gibt genug Menschen, die auch für dich da sein werden.

Machs gut "Freund" Demian.

r.g.belle

http://demiansunheilewelt.blogspot.com/2010/09/tears-in-heaven.html

Kommentare:

  1. Hallo Rolf,
    es sind schöne Worte von dir und es tut gut zu wissen, dass jemand da wäre, der einem in so einer Situation zuhört. Es macht mich traurig, das zu lesen und es tut mir unendlich leid für ihn, aber das sind eben nur Worte, die ihm nicht weiterhelfen.
    Ich wünsche ihm Stärke und ganz viel Kraft, dass er sich nicht aufgibt und für die Anderen weiterlebt und nicht zu viel nach dem Warum fragt, denn darauf bekommt man leider keine Antworten....

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  2. Scheiße.
    Ich sitze hier und heule.
    Demian hat es so gut beschrieben....
    Und doch - tot ist nur "wech" - verreist, ein Segel, das hinter dem Horizont verschwindet, aber auf dem Boot ist noch alles am Leben.

    Ne, jetzt mal ohne Spökenkieken oder gar esotherisch (esoteurisch wäre vielleicht ehrlicher) - ey - wer weiß, wofür es gut war für die Zwei?

    Klar, für Demian brechen erst einmal Welten zusammen.
    Und da muss er sich jetzt durchsaufen, kann ich voll verstehen.

    Und ich kenne ihn ja gar nicht.
    Aber es hat mich berührt, was er schrieb.

    Und ich könnte jetzt ne Menge kluger Gedanken (nicht von mir) weitergeben.
    Aber das hilft niemandem.
    Nicht in diesem Stadium der Trauer.
    Da muss man brüllen.
    Und rebellieren.
    Das ist gut so.

    Da darf man sich auch mal wegschließen.
    Und niemanden hereinlassen.

    Aber ich hoffe, daß Demian sich irgendwann wieder aus diesem Verließ an die Oberfläche begibt.

    Und akzeptiert, dass sein leben weiter geht.
    Mit allen Erinnerungen.
    Mit allem Schmerz.
    Der nachlassen wird.

    Sofern er akzeptieren können wird, dass jeder Mensch sein eigenes Schicksal hat.

    Ob geboren oder ungeboren.

    Und ohne Rücksicht auf die Menschen, die davon betroffen sind.

    Wie gesagt - ich kenne ihn nicht, habe nur ab und an in seinen Blog geschaut, so als unbemerkter Zaungast.

    Aber ich fühle mit ihm - es geht ja gar nicht anders, so wie er schreibt...

    Bussi
    mo

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  3. Lieber Rolf
    Was ich da vom Schicksal deines Blog-Freundes las ist unfassbar und macht mich sehr traurig. Ich wünsche ihm die Kraft, die er braucht.
    Herzlich Ratafia

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  4. Ich war jetzt für eine lange Zeit sprachlos, betroffen, traurig und unendlich berührt...... Er hat so vieles verloren und ich kann ihn sehr gut verstehen (wer nicht....). Keine Worte werden ihn trösten können und sind sie noch so gut gemeint.
    Ich wünsche ihm unendlich viel Kraft und vor allem, dass er eines Tages wieder aufstehen kann.

    Liebe Grüße
    Heike

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