Sonntag, 2. Mai 2010

Generationenfluss

Liebe Margot. Wahrscheinlich streikt gerade im Moment meine eigene Kommentarfunktion hier bei Blogspot. Die Antwort auf deine Antwort kann ich nicht als normalenn Kommentar ablegen. Liegt vielleicht auch an der entsprechenden Länge. ;-) Also mache ich einfach einen Artikel daraus. Das sollte gehen. ;-) Guten Morgen Margot und gleich vorab einen angenehmen Restsonntag. ;-) Ich denke auch, dass die Gewaltbereitschaft schon immer vorhanden war, diese sich aber immer an den entsprechenden Gegebenheiten und Situationen anpasste. In den meisten Fällen, jedenfalls aus der Vergangenheit, wissen wir „vieles“ ja gar nicht. Erst durch die komplette Vernetzung in der Welt, sind wir auf viele kleinere und entsprechende „Brandherde“ aufmerksam gemacht wurden. Die entsprechende Unzufriedenheit der jungen Generation, vor allem gegenüber dem Staat gab es immer, wird es auch immer wieder geben. Es sind die entsprechenden Gedanken auch,alles besser machen zu können und machen zu müssen. Es ist denke ich wie ein pulsierender, sich ständig durch die Zeit bewegender Fluss. Wir reden von „Generationen“. Was heisst das eigentlich am Ende genau? Gehe ich jetzt einmal von meiner Generation aus, so bedeutet das der 62 iger Jahrgang. Aber schon vielleicht ein oder 5 Jahre später, haben wir ja eine entsprechende andere Generation. Diese hat vielleicht wieder andere Vorstellung und Einstellungen zum Leben wie meine. Und daraus resultierend natürlich auch andere Wertvorstellungen dies auch um zu setzen. Und so setzt sich das immer fortlaufend, halt wie schon gesagt als eine Art zeitlicher „Generationsstrom“ durch die Geschichte fort. Je nach den gesellschaftlichen Einflüssen mal mehr oder weniger dramatisch. Aber ich denke das immer eine gewisse Konstante in dieser Art der Bewegung ist. Es pulsiert und offenbart eine Art der Unzufriedenheit und des „wir können und wissen es besser“ Images. Nur wird es mal mehr und mal weniger registriert, oder entsprechend ausgelegt. Ich denke auch, dass dieser Umstand in den nächsten Generationen nicht viel anders sein wird. Warum auch? Es gehört ja zur entsprechenden Entwicklung auch einer Gesellschaft. Nur wie diese in der entsprechenden Situation immer gleich darauf reagiert, kann verschiedentlich sein. Natürlich ist es immer eine Frage der Politik und der entsprechenden Politiker. Sie machen am Ende ja nichts anderes wie ihre Vorgänger, nämlich in der Hinsicht alles „falsch“. Jedenfalls was die Jugend im besonderen betrifft. Das ist auch eine Art der Entwicklung. Man versucht da einen gewissen Ausgleich zu finden, aber nur in den seltensten Fällen gelingt das auch. Einige der heutigen Politiker können sich vielleicht sogar noch an ihre Jugend und „Sturm und Drangzeit“ erinnern. Aber können sie ihre erlebte Unzufriedenheit von damals mit jener der heutigen Jugend vergleichen oder gleich setzen? Ich glaube kaum. Zumal sie selber sich ja den heutigen gesellschaftlichen „Erfordernissen“ aufs beste angepasst haben. Und so entstehen auf diese Art nicht nur wieder neue Widersprüche, sondern auch entsprechende Konflikte. Dabei wird natürlich der Grundgedanke einer „Umwälzung“ jener Junggeneration immer vorhanden sein. Sie werden quasi dieses Gedankengut mit in die entsprechende andere Zeitepoche herüber nehmen, um am Ende vor den selben Problemen zu stehen, vor denen die heutigen Politiker stehen. Und wieder wird sich die Frage stellen,:“…wie gehe ich mit der heutigen Jugend um?“ Es ist auf der einen Seite wie ein Kreislauf, welcher sich dann wieder schliesst, aber doch nicht wie eine Endlosschleife, da sich durch diese Eigendynamik alles ja entsprechend sich auch weiter entwickelt. Es liegt einfach in der Natur der Entwicklung, dass die junge Pflanze sich ihren Weg sucht und das Alte Platz machen muss. Nur der Mensch an sich „denkt“ und handelt halt auch anders. Das Alte macht nicht in jedem Fall dem „Jungen“ gleich Platz. Und so kommt es und wird es auch inner wieder zu entsprechenden Konflikten, bis hin zu Ausschreitungen kommen. Ich würde sagen, dass in der heutigen Zeit sich mehr Gedankengut in den verschiedensten Strömungen gesammelt hat. Es gibt die unterschiedlichsten Richtungen, welche sich leider sogar gegenseitig versuchen zu „bekämpfen“. Und diese Strömungen suchen nun ihren Weg im grossen gesamtgesellschaftlichen Fluss. Es wird also immer entsprechende Auseinandersetzungen und Konfliktsituationen geben. Nur wie wir alle damit umgehen ist die Frage. Vielleicht lernen wir auch mal etwas aus der Vergangenheit, können es auf diese Weise rüber bringen, um von der anderen Seite auch als solches Verstanden zu werden. Und so könnte man vielleicht eine Art „Musterunterbrechung“ erzeugen. Zumindest aber erste Ansätze für ein Verstehen und einen vernünftigen Umgang miteinander. Und hier sind wieder die teilweise unbelehrbaren Politiker nicht nur gefragt, sondern auch echt gefordert. Wow. Sollte gar nicht so ausführlich werden. Aber ich denke ich konnte meine Gedanken zu jener Problematik, welche vielleicht ja nicht einmal eine ist, da normale Entwicklung, verständlich rüber bringen. ;-) LG rolf

Kommentare:

  1. Rolf, das ist eine super Abhandlung! Kurz und knapp, wie wir das von Dir kennen! ;-)))

    Nein, Spaß beiseite, inhaltlich sind wir da ganz auf einer Wellenlänge. Vor allem, was Du hinsichtlich der Politiker zum besten gibst.

    Steven, der 4 Jahre im Landtag NRW gearbeitet hat *gg*

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  2. Hallo Steven
    Au Backe. Willst du damit sagen, dass du eine Art politischer „Landtagsmärtyrer“ bist, welchen es auf Grund dessen in die kulinarische Restwelt getrieben hat? Ich glaube ich habe mir jetzt endlich selber den nötigen Übergang verschafft, um wieder etwas „normal“ zu werden. Kulinarisch klingt nämlich gut und interessant, erinnert mich an etwas, was ich schon vor einer Stunde hätte machen sollen. Was essen. ;-)
    Ich danke dir jedenfalls für deinen Besuch und „Bekenntnis“ hier. Wünsche dir egal „wo“ du gerade diese hässliche Regenzeit hier abwartest, noch einen entsprechenden Restsonntag.

    LG rolf

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  3. So viel zum Denken, und das so früh am Morgen. Mit deinen Gedanken zu den Generation hast du natürlich nicht ganz Unrecht (oder Recht?). Ich glaube aber, dass Menschen, egal welchen Alters, gewisse Grundbedürfnisse haben, in erster Linie genug zu essen und ein Dach überm Kopf, aber in weiterer Folge auch andere. Zum Beispiel das Bedürfnis nach einem selbstbestimmten Leben, um nur eines herauszugreifen. Das ist in unseren Breiten verbunden mit einer Erwerbsarbeit. Und die Situation für die junge Generation hat sich in den letzten Jahren gravierend dahingehend geändert, dass Arbeit nicht mehr gleichbedeutend mit Sicherheit für das Leben ist, falls sie überhaupt Arbeit finden. Sie hängen in der Luft, die jungen Leute. Auch ältere, die arbeitslos geworden sind, die auch, aber bei denen ist die Situation anders. Es sind die Jungen, denen der erfolgreiche Start ins Leben verwehrt wird. Das wollte ich sagen mit meinem vorigen Kommentar. Die Ursachen dafür liegen darin, dass die Welt sich in sehr kurzer Zeit wesentlich geändert hat und die herkömmlichen Modelle, mit solchen Situationen umzugehen, nicht mehr funktionieren. Natürlich könnte man auch über andere Generationen schreiben, aber in deinem Artikel ging es um die gewalttätigen Jugendlichen. Werde noch drüber nachdenken, vielleicht fällt mir noch mehr dazu ein. Jetzt brauche ich einen Kaffee.
    Liebe Grüße von Margot

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  4. Liebe Margot.

    Es ist nicht nur in unseren Breiten üblich, sein Leben aufbauend auf eine Erwerbsarbeit auf zu bauen. ;-) Na gut. In manchen Regionen mehr oder weniger, wobei wahrscheinlich eher weniger „üblich“. ;-)
    Ich wollte eigentlich auch nur zum Ausdruck bringen, dass sich gewisse Probleme doch immer gleichen und wiederholen. Sie sind nur auf die entsprechende „Ära“?...zugeschnitten. Und was die jeweilige Generation gerade als Problem erachtlich sieht und hat. Der Grundkonz dürfte allerdings immer der selbige sein. Eine gewisse Unzufriedenheit vielleicht mit sich selber und mit der Umwelt, sowie einen Widerspruch mit der jeweiligen „älteren“ Generation an sich. Also wirklich alles in der Hinsicht normal und sogar im grünem Bereich. ;-) Eigentlich. ;-)

    Dann wünsche ich dir mal einen entsprechenden Genuss bei deinem sonntäglichen Kaffee in deinem „Erdbeerfeld“. ;-)


    LG rolf

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