Dienstag, 31. Mai 2011

Hosenstatistik

Lange Autobahnfahrten können entweder anstrengend mit der Zeit werden, oder aber auch amüsant bis nachdenklich. In meinem Fall war diesmal einiges, wenn nicht sogar alles dabei. Immerhin hatte ich ja am Ende über 2.000 Kilometer Zeit, mich in entsprechende zumindest gedankliche Gefilde zu begeben. Hier einmal eine Sache, welche von einem Radiosender – könnte SWR 1 gewesen sein -  in seiner Nachtsendung aufgegriffen wurde. Es ging um eine Statistik.

Also Statisken gibt’s, die gibt’s garnicht. Sollte man denken. In diesem Fall zumindest Frau. Vorab. Mich würde natürlich brennend interessieren, „wer“ und vorallem „wie“ man gerade diese Erhebung durchführte. Um was ging es.

 Es wurde wirklich erfragt, vielleicht sogar überprüft, jedenfalls berechnet, dass 75% der Frauen sich nicht daran stören, selber „löchrige“ Unterwäsche zu tragen. Also für die etwas langsamen Schnellumdenker unter uns. Es ging um die Unterhöschen der Damen und deren stoffliche Durchlässigkeit in Form von Luft und sonstigen Öffnungen. Wobei natürlich jene stofflichen Schwachstellen am Ende wahrscheinlich auf eine gewisse Materialermüdungserscheinung zurückzuführen wäre. Denke ich jetzt Mal so am Rande der Unterhose. Wie dem auch sei. Mich hat natürlich jene „weltliche“ Aussage etwas leicht verwundert und ich musste vor Schreck erst einmal das Lenkrad – immerhin bretterte ich gerade mit 100 durch eine Baustelle an einem LKW vorbei – wieder fester halten. Lag wahrscheinlich auch an dem Lachkrampf, welcher sich bei mir bemerkbar machen wollte. Die aufstrebende Fantasien meiner Seits, lasse ich nun einmal draussen.

Auf alle Fälle war es doch interessant auf diese Art einmal zu erfahren, dass die Damenwelt eher sehr viel Wert auf ein entsprechendes Erscheinungsbild der männlichen Unterwelt legte, als bei sich selber. Wahrscheinlich gehen besagte Damen davon aus, dass den Männern mit ihrem „gierigen“ Tunnelblick, in diesem Fall die löchrige Stofflandschaft eh nicht auffallen würde. Zumal ja die wenigsten Männer sich mit solchen Nebensächlichkeiten aufhalten, wenn es um den Akt der sprichwörtlichen „Nächstenliebe“ geht.  Auch wurde nicht ausdisskutiert um welche Art von stofflichen Öffnungen es sich genau handelte und an welcher Stelle „Mann“ selbige vermuten dürfte.
Vermutlich wird die entsprechende Mieder und sonstige Wareindustrie nun auch darauf reagieren, und stofflich verstärkte „Seilschaften“ für die Damenwelt auf den Markt bringen. Und wenn wir einmal ehrlich sind, manche Stoffe sind ja noch weniger als ein Hauch von Nichts. Um so verwunderlicher ist es überhaupt, dass viele, gerade junge Damen, überhaupt selbige Unterwäsche tragen. Wer weis?

 Leider vermisste ich dafür die entsprechende Verlautbarung der männlichen Unterhosenstatistik. Wobei. Was gibt es da viel zu berichten. Meistens wird ja der Papa, von der Mama, vom Scheitel bis zum Fusspilz angekleidet. Allerdings ist da eher die Socke der männliche Schwachpunkt. Denke ich jetzt Mal so. Na gut. Ich weis es.

Also liebe Damenwelt. Macht euch nichts drauss. Denn es bewahrheitet sich auch hier:“…traue keiner Statistik, bei der ihr selber die Löcher in die Unterhose „gepuhlt“ habt…“ :-)

In diesem Sinne euer rolf, welcher natürlich gleich ein paar „Socken“ ausrangierte.  ;-)


PS: Mal schauen. Die Nachtfahrten waren lang. Vielleicht gibt es doch noch was.

Montag, 30. Mai 2011

Lebensenergien

Lebensenergien


Der Mensch bekommt schon während seiner Zeugung, viele nützliche und praktische Sachen in seinen embryonalen Körper mit rein gepackt. Während der Geburt wird das reichhaltige Sortiment noch vervollständigt, bzw. erweitert. Und im Laufe seines unmenschlichen Lebens, kommen noch ein paar Sachen wie z.B. Erfahrungen hinzu. Allerdings verbraucht der Mensch auch etwas sehr wichtiges. Nämlich Lebensenergie.

Nun hat er allerdings zwei Optionen mit dieser Lebensenergie umzugehen. Entweder setzt er diese entsprechend in die Reproduzierbarkeit seiner Gene ein, oder er setzt alles daran auch alt zu werden.
Wenn er sich für die erstere Variante entscheiden sollte, setzt er alle Kraft und Energien natürlich nicht nur in die Zeugung der Hoffnungsträgerinnen und Träger seines Erbgutes, sondern „verschleudert“ auch mit Sicherheit einen Grossteil seiner Lebenskraft in der Aufzucht und Erhaltung seiner Brut. Könnte vielleicht schön, aber sicherlich auch sehr anstrengend sein und werden.

Bei der Entscheidung fürs hohe Alter, versucht unser Körper etwas relativ sparsam mit seinem Lebenssaft umzugehen, da er ja auch wirklich alt, runzlig und vielleicht zerbrechlich werden will. Das ist jetzt eine relative Ansichtssache. Wobei einem auch klar sein sollte, dass alt werden schon eine imense vorallem kostenintensive Anstrengung bedeuten kann. Alt sein hingegen gerade in der heutigen Zeit sich nur noch wenige leisten können. Jedenfalls das menschenwürdige Leben und nicht einfach so dahinvegitieren.

Beides zusammen, also einen „Ameisenstaat“ gründen und gleichzeitig ins Buch der Altersrekorde aufsteigen, ist so gut wie unmöglich. Frau und Mann sollten sich also entsprechend das rechtzeitig überlegen, für welchen Weg sie sich am Ende entscheiden mögen.
Bei mir ist in der Hinsicht wahrscheinlich der ICE schon voll an mir vorbei gefahren. Und ob ich einmal wirklich so ein hohes Alter erreichen möchte, wie einige mir nahestehende Mitmenschen, möchte ich stark verneinen.

Ich hatte für ein paar Tage in Deutschland zu tun. Und bei der Gelegenheit versäume ich es „nie“ meine schon mittlerweile 85 jährige Mutter zu besuchen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich das jüngste von vier Kindern bin. Also quasi so ne Art „Nästhopser“. Vielleicht auch gerade aus diesem Grunde, habe ich wenigstens zu meiner Mam ein sehr gutes Verhältnis. Auch wenn ich eigentlich mit 18 das „sichere“ Nest im Alleinflug verlies.

Also ich besuchte jene Dame in ihren kleinen vier Wänden. Aber was ich erleben musste, schnürrte mir das Herz zusammen. Ich bekamm wirklich zum Teil manchmal keine Luft. Es war für mich erschütternd zu erleben, wie aus einer einst so willensstarken und stolzen Persönlichkeit, nur noch ein kleines „Häufchen“ Haut und Knochen übrig blieb. Vor einem Jahr um die selbe Zeit, konnte sie z.B. noch „freihändig“ laufen und z.T. ihre eigenen Sachen betätigen. Ihre Haare hatten eine Mischfärbung von Dunkel bis Fleckenweiss angenommen. Deswegen nannte ich sie auch zeitweise „lieb“, mein kleiner Dalmatiner. Vor ca. 2 Monaten war ich wieder in der Gegend und natürlich auch bei ihr zu Besuch. Ihr Zustand hatte sich zwar nicht verbessert, aber sie war noch „relativ“ fit. Und nun diese für mich herbe Überraschung.

Sie kann nur noch leise und bedingt reden, fast garnicht mehr laufen. Hat weder in den Beinen noch Händen die nötige Kraft auch nur die kleinsten  Selbstverständlichkeiten selber zu regeln. Gerade stehen oder dergleichen ist nicht mehr möglich. Für alles braucht sie „Hilfe“. Und kein Arzt kann ihr „angeblich“ mehr helfen. Ausser natürlich Unsummen von Tabletten verschreiben. Für was die Dinger eigentlich wirklich helfen sollen weis keiner so Recht, weil selbst der körperliche Schmerz damit nicht abgebaut werden kann.

Eine Frau, welche russische Kriegsgefangenschaft in einem Kohlebergbau überlebte, Jahrzehnte ihre ganze Kraft für einen damals „sozialistischen“ Staat einsetzte und opferte, nebenbei fast alleine vier Kinder gross zog und wirklich fast „nie“ richtige Lebensfreude geniessen konnte, steht nun fast alleine mit sich und ihrem körperlichem Dahinvegetieren da. Die einzige wahre und „menschliche“ Hilfe welche ihr noch zuteil wird, ist meine Schwester. An dieser Stelle, möchte ich mich einmal ganz doll bei ihr und meinem Schwager für all die Aufopferung bedanken. Die beiden haben es sicherlich nicht immer einfach. In keiner Hinsicht. Und trotzdem sind gerade sie „jeden“  Tag für unser Mam zur Stelle. Es ist wie ein Volltimesarbeitspflegeshop.  Keiner der anderen 3 Geschwister und ich zähle mich leider mit dazu, hat auch nur einen entsprechenden Finger krum gemacht, um unserer Mutter zu helfen. Sicher, ich wohne ca. 900 Kilometer entfernt und ich rufe auch jeden Sonntag bei ihr an. Aber ich habe mehr wie nur ein schlechtes Gewissen. Zumal was ich am letztem Samstag erleben musste. Ich weis nicht, wie meine Schwester damit umgehen kann. Zumal sie diesen körperlichen und seelischen Verfall nun jeden Tag miterleben muss. Die anderen beiden Brüder von mir wohnen „fast“ um die Ecke zu unserer Mutter. Sie haben aber ständig damit zu tun, sich im eigenem „Selbstmitleid“ vom Nichtverstehen, bis hin zu alten Geschichten zu ertränken. Auf Deutsch:“ die kannste in der Pfeife rauchen.“ Schade. 

Im Augenblick habe ich auch keinen direkten Plan und Ahnung, wie ich „operativ“ in das Hilsgeschehen eingreifen könnte, um wenigstens meiner Schwester und dadurch auch meiner Mam helfen zu können. Ich weis es wirklich „noch“ nicht. Pflegeheim wäre „wahrscheinlich“ die einzige und folgenrichtige Alternative. Es würde zumindest eine Entlastung für meine Schwester bedeuten. Aber die meisten kennen sicherlich die Verhältnisse in entsprechenden „Durchgangslagern“. Das schlimme ist ja dabei auch,  neben dem körperlichen Verfall, der nun spürbare „geistige“ Rückgang der allgemeinen Aktivitäten. Es ist ein schleichender Prozess, den man läuft er erst einmal, nicht mehr aufhalten kann.

Es gibt sicherlich einige, die nun sagen werden:“..aber Hallo. Das ist doch der normale Weg wenn man alt wird…“

Stopp!

Mit Krankheiten alt werden, vorallem wenn man ein Leben lang nichts als „geackert“ hat, ist, oder kann normal sein. Aber nicht vom Staat am Ende unter die Ruprik der „lästigen“ Rentner verbucht werden. Es sind schliesslich gerade auch jene Menschen gewesen, die diesen „sogenannten“ Staat zu dem gemacht haben was er heute ist. Jedenfalls das „angeblich“ positive. Der Staat selber hat ja versagt.
Ist es denn so schwer, den vielen alten Menschen ein wenigstens menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, ihnen bei ihren Problemen und Leiden sie nicht alleine zu lassen? Die Milliarden von Steuergeldern nicht nur in ausserstaatliche „Interessenprojekte“ zu stopfen, sondern verstärkt auch etwas für unsere älteren Mitmenschen zu tun?

Mir wird noch was einfallen, wie ich meiner Mam und meiner Schwester vielleicht doch noch und auch helfen kann. Alt werde ich auch von alleine. An diesem Wochenende wieder um einige „gefühlte“ Jahre. Aber unter solchen Verhältnissen und Umständen wie gerade viele Renter dahinsiechen …….. , nein Danke. Das möchte ich mir nicht antun. Auch wenn ich damit vielleicht dem Staat einen grossen gefallen tun würde. Es gibt sicherlich noch andere Möglichkeiten. Vielleicht sollte man wirklich eine „Partei der alten Menschen“ gründen, um sich gezielter auch für ihre Belange und Interessen einsetzen zu können. Und die nächste Generation der Renter steht ja auch schon in den „Sterbelöchern“.

Und vielleicht fällt dem einem oder der anderen ja auch wieder ein, dass sie auch noch Eltern haben. Besucht sie Mal wenigstens wieder. Sie freuen sich sogar über einen Anruf. 
Glaubt mir !!!


Ein trauriger und nachdenklicher rolf

Samstag, 14. Mai 2011

Metamorphose

Der Mai hatte auch schon immer sein Tücken, brachte manchmal gar seltsames zu Tage. Und im Laufe der Zeit und Jahre natürlich, wandelt sich alles. Vom....

ganz niedlich,.....
  über's....hach ises net süss, bis hin......
  ...zur Mainbrumme. :)


Aber bekanntlich ist und bleibt ja alles nicht nur relativ, sondern "muss" ja auch vom Standpunkt der zu betrachtenden aus nicht unbedingt verstanden werden.

Wünsche euch jedenfalls einen wohlverdienten Start ins neue Maiwochenende. Und die, welche es nicht verdient haben, gehen trotzdem auch dahin. Schade eigentlich.


rolf