Mittwoch, 28. Dezember 2011

Game over

Diesmal keine Weihnachtsgeschichte vom anderem Ende des Gabentisches. Auch nix von Weihnachtengeln welche auf Baumspitzen sich den Hintern wund sitzen. Auch nix von armen Eltern, welche versuchen das Weihnachtsfest mit ihren Kindern gestalterisch rum zu bringen.

Nein. Diesmal eine etwas vielleicht leisere Gangart, weil es ausnahmsweise einmal mich in erster Linie betrifft. Stimmt eigentlich so schon nicht. Die Hauptlast trug und trägt meine Familie. Und da bei uns alles schön nach einer gewissen altgermanischen Göttermythologie abgehen kann, liegt wieder einmal alles bei meiner Hauschefin.
Aber am besten, ich fange der Reihe nach und gleich vom Anfang an.


Am Freitag den 16.12. fühlte ich mich so zwischen Backstein und Langlochziegel gepresst. Wollte mich auch nur etwas kurz ausruhen. Dodo befand meinen Zustand vorstellungswürdig für den Arzt. De Isch natürlich auch. Aber nicht Gerde jetzt. Es würd eh wieder vorbei gehen. Das kannte ich ja schon so eine halbe Ewigkeit und noch ein Stückchen länger. Und das mit der leicht erhöhten Temperartur, würde sich nach nem richtigem Grog und anschließendem Schlaf von selbst erledigen.
Tja. So ging das übers ganze WE und ich wackelte immer mieser durchs Haus. Mein Traum, welcher mich die letzten Tage dabei begleidete, lief immer gleich aus. Game over.

Keine Ahnung was mich am Ende am Montag dazu brachte "freiwillig" einen Arzt aufzusuchen. Auf alle Fälle waren die Damen vom Labor erstaunt bis entzückt, ein echtes lebendes 1,90 Meter weißes Blutkörperchen erleben zu dürfen. Was wiederum den behandelnden Arzt zwar nicht zu solchen Freudenausbrüchen seiner Kollegen mit hinriss, aber immerhin zu einer sofortigen Einweisung in die Uniklinik Bern reichte.
Lange Rede blödes Weihnachten.... Irgendwann am Dienstag wurde ich durch ein paar merkwürdige Stimmen aus meinem verschleiertem Tiefschlaf gerissen.
Schräg vor meinem Bett, leicht einen choralen Halbkreis bildent,standen ein paar wahrscheinlich sehr wichtige männliche Personen. Jedenfalls alle in blütenreinem Weiss gekleidet. So eine Art himmlisches Vorkommando. Jedenfalls was sie zu sagen hatten Klang für mich garnicht ermunternd. Am liebsten hätte ich mich wieder in die Tiefen des Traumcanons verzogen.
".... leider haben wir nun alles nur menschenmögliche getan...... es besteht kaum noch Hoffnung... der Linke Lungenflügel war nicht mehr zu retten... "
Alles Sachen welche ich weder hören wollte und wahrscheinlich auch nicht hätte hören sollen.

"... und das ist Herr Belle..., wie geht es uns Herr Belle...?"
Moment. Wie es uns geht weis ich nicht. Aber mir geht es "Scheisse" wollte ich sagen. Statt diesen war wahrscheinlich ein Röcheln zu vernehmen.
"Tja Herr Belle. Da haben sie wirklich noch einmal Glück gehabt. Nur ein paar Stunden später und wir hätten ihnen nicht mehr helfen können. Der Brustbereich war schon ziemlich angegriffen. Aber wie gesagt, sie hatten einen Schutzengel. Jetzt erholen sie sich erst einmal. Im Augenblick befinden sie sich auf der Intensivstation. Wir werden sie erst einmal für ein paar Tage zur Kontrole hier lassen und schauen dann weiter...."
Das war vor ca. Einer Woche. Im Augenblick befinde ich mich auf der HNO werde jeden Tag fleißig mit entsprechenden chemischen Keulen voll gepumpt usw., damit der Heilungsprozess endlich eintreten kann. Denn leider gab es auch noch ein paar unangenehme Nebenwirkungen nach entsprechender Notop. Zwar kann ich noch keine rechte feste Nahrung zu mir nehmen, aber das schiefe Grinsen gelingt mir von Tag zu Tag immer besser. Es wird also.
Also Wünsche ich schon Mal allen einen gesunden Rutsch ins neue Jahr. Kommt nicht nur gut rein, sondern auch entsprechend gut durch. Wir werden uns sicherlich im neuem Jahr irgendwann wieder entsprechend auf die Nerven gehen.
Bis dahin bleibt alle gesund.
Ach ja. Und Danke an alle, welche mir eine entsprechende Mail schrieben. Habe ja nun auch etwas Zeit, diese alle zu beantworten.

Rolf

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Einfach so....

... wieder einmal.
Naja, nicht ganz. Zumindest fast. Also.

In den letzten Tagen hat sich in meinem "Glaubensbewusstsein" einiges getan. Vielleicht nicht ganz verändert, allerdings was die Nachdenklichkeit über meinen menschlichen "Männerverstand" betrifft schon. Für alle die Glauben das dies etwas mit Glockenläuten, Weihrauchschwenken und dem Lattengustel zutun hat, liegen falsch. Es geht einfach um einige sogenannte optische Wahrnehmungen in den letzten Tagen und deren nicht ganz verstehende, sowie geistige Verarbeitung meinerseits. Deswegen Bitte ich um etwas Verständnis und wiederhole mich auch gerne. Ich bin ein Mann der gerne verdrängt und brauche manchmal deswegen etwas länger. Also zum Erlebnis Nr. 1

Am Montag war hier in Bern "Zwiebelmarkt". Eine Begebenheit die an sich nichts aussergewöhnliches ist und an vielen anderen globalen Orten ja auch statfindet. Allerdings gibt es hier eine kleine "Abweichung" von der Normalität. Andere Länder, andere Sitten halt. Jedenfalls als ich am Dienstag die "eisernen" Kellergewölbetore der Vitrine öffnete, fanden isch auf der Treppe, lauter kleines Konfetti. Was wiederrum hiess, die Treppe musste "gewischt" werden. Für alle Nichteingeweihten der Versc hiedenartigkeiten von Sprachgebrauch und deren Interpretation. Wischen in der Schweiz bedeudet "trocken" fegen. Und Fegen im Umkehrsinn ist dann "Wischen". Genauer, Nass aufnehmen. Also, ich "wischte" trocken die Treppe was wiederrum ein Fegen ohne Wasser in der Schweiz bedeudet. Alles klart? Nein? Egal. Ich fragte mich nur, was Konfetti mit Zwiebeln zu tun hat und wie entsprechende "Narrenschaft" es schaffte, selbige kleinen, bunten Papierrückstände durch meinen "Kellereingang" zu werfen. Wobei ich wiederrum eigentlich am Ende froh sein kann, dass es sich hier nur um Papierschnipsel handelte und besgte "Lebewesen" nicht mit Zwiebeln um sich warfen. Schliesslich war ja "Zwiebelmarkt".

Am Dienstag dann stand de Isch ganz relaxt vor dem Eingang der Vitrine und genoss das zwar kalte, aber dennoch relativ schöne Novemberwetter. Plötzlich und für meine geistige und optische Wahrnehmung ganz unvorbereitet, fuhr ein Auto in die Münstergasse, um genau gegenüber vom Laden zu Parken. Eigentlich ja nichts ungewöhnliches, da  in der Zone hier Parken im allgemeinen zwar verboten ist, aber kaum einer sich daran hält. Und ic h weis von was ich hier rede. Habe schliesslich in der Anfangszeit auch schon ein "Knöllchen" kassiert. Zudem halten hier fast ständig irgend welche Fahrzeuge, um die umliegenden Geschäfte und Lokalitäten zumindest mit erforderlichen "Frischlieferungen" einzudecken. Dieses Fahrzeug allerdings hatte eine ungewöhnliche Ladung an Bord. Oder besser gesagt auf dem Dach.

 Zugegeben.. Das Outfit  sieht sehr "gewohnheitsbedürftig" aus. Wahrscheinlich liegt es daran, dass in der Nähe eine entsprechende Bar sich befinden soll.

Auf meine Frage an den "Besitzer", ob es nicht kostengünstiger und effizienter gewesen wäre seinen "Hirschpfeffer" ( schweizerisch für Hirschgulasch in D ) im Kofferraum zu transportieren, meinte er nur, dass sie eine grosse Familie seien. Zugegeben. Etwas gewohnheitsbedürftig ist diese Art von Nahrungsbeschaffung schon. Allerdings kann man besagtes Fleisch auch wiederum nicht "frischer" auf den Teller bekommen.
Aber die Pinkfarbe sieht dennoch Schei.... aus. Oder nicht.

Und mein drittes, wirklich mich zum Nachdenken animierendes Erlebnis in dieser Woche, möchte ich euch auch nicht vorenthalten. Es fing eigentlich ganz harmlos an. Eine Kundin schaute sich gerade bei mir im Kellerladen um, als ich vom oberen Eingang etwas poltern hörte unbd anschliessend ein scheinbar 2,00 Meter grosser nordischer Herkules mir runter rief:"....passen sie auf ihre Glassachen oben am Eingang auf. Hier kommen gleich viele Schafe durch die Gasse...."
Wieso ich wusste, dass besagter Typ ein nordischer ca. 2 Metergigant sein musste?Also das mit dem Poltern kann ich erklären. 
Es kann vorkommen, dass jeder, welcher grösser als 1,80 Meter ist, sich zumindest einmal beim betreten der Kellerleiter hier an seinem "blondschopf" stösst. Ich selber mit ca. 1,90 Körpergrösser weis von was ich hier rede. Das hört sich meisten dan wie ein "Klack" oder ähnlich an. Allerdings wenn es, wie in diesem Fall, wie ein "Klack-Bum" sich anhört und besagte Person statt ein "Autsch" eine Schafherdenwarnung von sich gibt, kann es sich theoretisch nur um eine nordische, blonde Gottheit handeln. Und die waren ja bekanntlich gross und angeblich Schmerzunempfindlich.
Und schon war besagter, mutmassliche Zweimetermann auch schon verschwunden.
De Isch also nüscht wie aus dem Keller ans Tageslicht der Münstergasse und schon zog fast friedlich tatsächlich ne Schafherde an mir vorbei.







Genau. Es befanden sich wie man unschwer erkennen kann, sogar "schwarze" Schafe unter ihnen. Und wer nun denkt, dass hier einige deutsche, welche zuviel vor dem Finanzamt zu verstecken haben ihr "Schäflein" ins Trockene bringen wollen, liegt absolut falsch. Einmal war dieser Durchmarsch ja öffentlich und ausserdem waren das echte Schafe. Jedenfalls verloren die ihre "Rosinen" ziemlich kräftig an ihrer Rückseite. Und friedlich, schon fast gesittet, bzw. dizipliniert, machten sie sogar einen entsprechenden Bogen um meine Glasauslagen vor dem Eingang. Nichts ging zu Bruch. Lag vielleicht an der durchgezogenen Schrotflinte in meiner Hand. So ein abgesägtes "Rohr" flösst doch schon ein wenig Respekt ein. Über den Sinn dieser Aktion, eine Schafherde durch das Herz einer "Grossstadt" zu führen, bin ich bis heute noch nicht gekommen. Wie gesagt, stosse ich hier an meine "inneren" Grenzen, da ich ein Mann bin.

Zum Schluss allerdings noch etwas in eigener Sache.
Da ja jetzt in vielen "Bloggerküchen" nun auch die Adventszeit Einzug gehalten hat und vieler Orts fleissig schon fürs Weihnachtsfest gebacken wird, hier vielleicht ein kleiner Tipp von mir, wie "Frau" die für einige Backwaren unentberlichen Eier "teilen" könnte.

Zugegeben. Hinterher blieb eigentlich nur die Schale übrig und der Inhalt war schneller "aufgeleckt" als ich knipsen konnte. Aber ihr müsst zugeben, dass diese "kleine" Fressratte hier auf dem Bild ganz lieb nicht nur schauen kann, sondern auch brav gewartet hatte, bis er dieses Ei teilen durfte. Und so vorsichtig wie Timmy mit rohen Eiern umgehen kann..... , dass schafft nicht einmal der Osterhase mit gekochten Eiern.

So. Für heute solls genug sein. Wünsche allen Gläubigern gläubigen auch den Verunsicherten, sowie allen Antichristen, Weihnachtsmuffeln, Geschenkeverleugnern, Tannebaumfetischisten und sonstigen IKEA Gängern, noch eine "entkrampfende" und dennoch wundervolle Adventswoche.

rolf